Pferd schnell schlank trainieren?

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4 Antworten

Schnell sollte es nicht gehen, das ist beim Pferd genausowenig gesund wie beim Menschen.

Als erstes mal die Karotten weg lassen, die sind richtige Zuckerbomben. So, wie Deine Beschreibung von den konkreten Speckpölsterchen klingt, ist sie EMS-Patienten. Die sind quasi zuckerkrank und dürfen möglichst kein Gramm Zucker haben, das nicht im Heu ist.

Kann das Heu rationiert werden? Zum Beispiel durch Regulierung des Zutritts zur Raufe? Ansonsten wird's schwierig. Wenn man einen Rehepatienten aus der Herde abtrennen kann, kann man ihn auch mehrmals täglich für 1 bis 2 Stunden ohne Futter weg trennen. Es besteht aber die Gefahr, dass sie, wieder in die Herde gelassen, schnell zur Raufe rennen und ordentlich rein hauen. Das müsste man beobachten, denn dann bringt das nichts.

Du kannst sie nur richtig viel Strecke gehen lassen, sobald Du die Wegstrecke steigern darfst. Ohne Reitergewicht darf sie gehen, soviel sie will? Dann nimm sie am Führseil und ab nach draußen. Jeden Tag, wo Du auch nur ein paar Minuten mehr rausschlagen kannst, gehen mit dem Pferd. Zuhause geht's ja doch nur zur Raufe, bleibt da stehen und frisst. Wenn Du eh schon schlank bist, musst halt etwas mehr essen, dass Du nicht mit abnimmst ;-)

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Lele28Helli24 09.01.2016, 19:52

Noch hat sie keine Rehe! *dreimal auf Holz klopfen* damit sie es nicht bekommt.
Sie steht mit einem anderen Pferd in einem großen Stall mit großem Paddock dran. Das andere Pferd ist alt, frisst langsam und bekommt viel Futter. Wir binden sie dann immer an für die Zeit und da bekommt sie halt vier/fünf Möhren. Hast du da vielleicht eine Alternative für mich?

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Baroque 09.01.2016, 20:00
@Lele28Helli24

Ich würde dem Pferd wirklich nichts geben außer Heu und ein hochwertiges Mineralfutter. Selbst dieselbe Heumenge wie einem schwerfuttrigen älteren über die 24 Stunden des Tages zur Verfügung stellen, halte ich für gefährlich.

Wie haben zwei Wallache, beide Bay. Warmblüter, in einer 35-Pferde-Aktivstallherde stehen. Der eine schwerfuttrig, der andere so leichtfuttrig, dass er mit der Heulage ins EMS geführt wurde, bevor wir ihn kauften. Unsere erste Maßnahme war abspecken. Innerhalb von 6 Monaten hat er ca. 100 kg abnehmen müssen.

Der schwerfuttrige hat im Aktivstall: Immer Zugang zur Strohraufe mit Fressbremsnetz, die ist allgemein verfügbar. 400 min Heu ohne Fressbremsnetz in der Futterstation, 24 Stunden Zugang zur Heuraufe mit Fressbremsnetz und im Sommer 24 Stunden Zugang zur Wiese (bzw. im Winter an trockenen Tagen, wo sie den Boden nicht kaputt machen können) und 1,8 kg Hafer.

Der leichtfuttrige wenn zur Strohraufe 24 Stunden an die Heuraufe mit dem Fressbremsnetz darf, nimmt er zu. Deshalb darf er da zweimal täglich für je 4 Stunden hin und bekommt ansonsten 280 min Heu ungebremst.

Und ich könnte mir vorstellen, dass bei Euch der Unterschied zwischen den Pferden ähnlich ist. Das eine muss fressen, so viel geht, das andere darf quasi nur so viel abbekommen, dass es nicht hungert. Das ist immer schwierig, wenn man keine Fütterungssysteme hat. Da hilft dann nur zeitweise abteilen.

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Lele28Helli24 10.01.2016, 08:57

Wir können sie aber nicht in einen der Ställe stellen. Dort würde sie nach ein paar Minuten ausrasten und gegen die Wände treten. Ich möchte nicht noch mehr Verletzungen riskieren. Und an unserem Stall hat sie schon den Luxus in dem einzigen Stall mit Paddock zu stehen.

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Baroque 10.01.2016, 11:00
@Lele28Helli24

Nein, Du sollst sie ganz gewiss nicht in eine Box stellen. Boxenhaltung mit dem vielen stehen wäre ihr Todesurteil, wenn dann der Stoffwechsel darunter auch noch leidet. Auch die engen Drehungen wären zu belastend für ein Pferd, das kurz vor der Rehe steht. Das ist die Notmaßnahme, wenns noch enger wird: leere Box und abgezählt Heuhalme da hin bringen.

Aber irgendwie ... wie groß ist das Paddock, auf dem die beiden laufen? Kann man da mal für eine Stunde mit einem Band sie wegsperren, wenn das andere Pferd frisst? Und das vielleicht dreimal täglich? Wenn man es geschickt macht, laufen sie sich in der Zeit viele Pfunde runter, weil sie vom einen Ende ihrer Absperrung zum anderen weit haben. Das ist zwar Stress, aber ich fürchte, alles, was sie nicht stresst, wäre im Moment nicht beschränkend genug.

Ideal wäre natürlich eine Aktivstallhaltung mit Futterdosierern, aber ich weiß ja nicht, ob es sowas in Eurer Gegend überhaupt gibt und dann ist die Frage, was aus dem anderen Pferd wird.

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In dem Fall würde ich das Heu streng rationieren und aus (möglichst mehreren, verteilten) engmaschigen Netzen füttern. Möhren weglassen. Wenn Du zwingend ein Krippenfutter brauchst gib ihr eine Handvoll Heucobs. Zum Beschäftigen kannst Du auch Obstbaumzweige oder Weidenzweige geben.

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abtrainieren gar nicht, das das Pferd nicht arbeiten darf. Da hilft nur Diät. WEnn das im Offenstall nicht möglich ist, dann muss es abgetrennt werden.

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Lele28Helli24 09.01.2016, 23:43

Mehr Diät geht aber nicht! Die bekommt seit drei Jahren kein Kraftfutter und musste jetzt dieses Zusatzfutter bekommen. Soll ich das Pferd in einen Stall auf Spähne stellen wo es sich die Beine beim Treten gegen die Wand schlussendlich kaputt haut? Das macht die, wenn sie in einem geschlossenen Stall steht!

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little0cookie 10.01.2016, 02:54
@Lele28Helli24

Könntet ihr dann nicht vielleicht einen Teil vom Paddock abtrennen? Wenn du von nur zwei Pferden schreibst, klingt das eher klein und privat, da könnte das vielleicht gehen...

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Lele28Helli24 10.01.2016, 09:01

Du musst dir unsere Anlage so vorstellen:

Der Reitverein mit viel zu kleinen Boxen und drei kleinen Wiesen umringt von wunderschönen Plätzen und einer Halle.

Dann ein kurzer Weg zwischen den riesigen Wiesen unseres Stalls hindurch.

Du bist auf dem Privathof angekommen, wo mein Pony steht. Hier stehen die Pferde in großen Boxen und haben täglichen Weidegang. Daneben steht ein kleines Häuschen indem ein Stall für zwei Ponys ist mit Paddock dran.

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Ich würde lieber den Tierarzt nach einem individuelle Plan fragen . Hier können wir dir 10000 Antworten geben , allerdings ist das so ne Sache ....

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