Pferd richtig nach innen stellen

3 Antworten

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Na, bevor ich mir unter der falschen Antwort, die Du schon hast die Finger wund kommentiere, schreib ich lieber eine neue:

Stellen hat nichts mit biegen zu tun, lediglich im Genick wird das Pferd so viel abgestellt, dass man ganz leicht das innere (also der Stellung entsprechend innere, bei Außenstellung ist das äußere Auge das Stellungsinnere) Auge blitzen sieht. Ist das Pferd völlig gerade in sich, sieht man seine beiden Augen nicht, in dem Moment, wo man das innere reflektieren sieht, ist das Pferd genug gestellt. Mehr wäre ungesund. Die restliche Wirbelsäule bleibt in sich absolut grade.

Das heißt für den Reiter, wenn er geradeaus reitet: Seine Hüftachse bleibt rechtwinklig zur Bewegungsrichtung, dreht sich nicht. Die Reiterschulter bleibt exakt genauso grade rechtwinklig zur Bewegungsrichtung. Die Schenkel bleiben beide vorwärtstreibend am Gurt und begleiten beide sanft passiv in Losgelassenheit, die Hände bleiben ruhig getragen mit lockerer Faust und reagieren nur, wenn es etwas zu korrigieren gibt. Nun möchte man dieses Geradeaus mit Stellung versehen: Die äußere Hand drückt die Faust zu und lässt sie zu (zähe Parade), bis die Stellung erreicht ist, bei Erreichen der Stellung gibt sie sofort nach, um dem Pferd zu sagen "Top! Das ist genau das, was ich wollte!" Die innere Hand drückt in dem Moment, wo das Pferd das innere (Stellungsinnere!) Vorderbein vor nimmt, den Ringfinger zu und lässt sofort wieder nach, wie ein kurzes Kneten mit dem Ringfinger (Ringfingerparade). Dies wird wiederholt, bis das Pferd die Stellung einnimmt und dann ist auch hier wieder Ruhe, damit das Pferd weiß "Aha, jetzt ist alles so, wie es sein soll, zumindest kommen keine Anweisungen, jetzt etwas zu ändern". Unterstützen kann möglicherweise der innere Schenkel, indem er nicht nur passiv begleitet, sondern, wenn er vom Rumpf abgeholt wird, noch ein bisschen länger den Druck bestehen lässt. Vorsicht aber hier, dass man das Pferd nicht gleich in die Biegung drängt damit. Dann ist es zu viel. Geht die Stellung zu früh wieder verloren, fängt man einfach neu damit an. Die Hilfen erhalten, damit sie nicht verloren geht, wäre kontraproduktiv, man würde sich langfristig immer hilfenabhängiger machen anstatt zu feinen Reiten zu kommen.

... aber DAS sollte eine Reitlehrerin, wenn sie irgendeine Berechtigung hat, sich Reitlehrerin zu nennen, so eingehend erklärt haben, dass die Schüler das auswendig wissen, BEVOR sie das reiten sollen. Denn die Motorik ist schwierig genug zu erlernen, da sollte das Wissen darum, WAS man sich hier motorisch erschließen möchte, schon sehr verinnerlicht sein. Ich wundere mich immer, welche Fragen bei den Schülern auftauchen. Unser Lehrer hätte uns noch lange nicht auf's Pferd gelassen, wenn wir ihm sowas nicht schon im Schlaf beantworten hätten können.

Das ist mal wieder eine Top-Antwort, aber natürlich auf sehr hohem Niveau! ;-)

Für eine Reiterin, die sich schwer tut, die Hilfengebung zu verstehen, ist vielleicht auch noch nicht ganz klar, was eine Stellung überhaupt im Grunde ist: Sag deiner Freundin, sie soll sich vorstellen, sie sitzt grade und entspannt auf einem Stuhl und dreht dann ganz leicht den Kopf nach rechts oder links, um in diese Richtung zu schauen. Nichts anderes soll das Pferd auch tun, wenn man es stellen möchte. Und darum bittet man es einfach durch eine feine Zügelhilfe, so wie Baroque sie beschrieben hat (die anderen beiden Antworten sind tatsächlich falsch).

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@little0cookie

Danke für die zusätzliche Vorstellungshilfe, little0cookie, aber so komplex muss es nunmal sein, wir sprechen ja über die gemeinsame Bewegung von wievielen (?) Einzelknochen im Pferdekörper. Deshalb sollte dem ersten Reiten zwingend eine gesunde Portion Biomechanikunterricht vorangehen, sonst hat der Reiter eine Chance, irgendwie rauszukriegen, was er da oben eigentlich tut und warum.

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der äußere Zügel wirs angenommen, das äußere Bein geht nach hinten um die Hinterhand herumzubiegen. der innere Zügel stellt und das innere bein treibt. ❤︝ hoffe ich konnte dir helfen LG Jacky

danke für deine schnelle Antwort. weißt du auch wie ich das pferd nach innen stelle wenn es gerade gehen soll. das muss man ja beispielsweise beim galoppieren.

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Kann so nicht funktionieren, wird mindestens eine isolierte Halsbiegung, die man beim Reiten gar nicht will, aber vermutlich auch eine Rumpfbiegung.

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Ohne Stellung keine Biegung! Äußere Hand leicht vor und bisschen höher rechts annehmen gg.nachgeben , inneres Bein treibend ,äußeres Bein verwahrend : TADDAAA

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