Pferd "rennt" beim reiten immer?

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8 Antworten

Öha, das hat ja schon gefährliche Ausmaße.

Wenn sie übereilen - und das ist es im Allgemeinen - liegt das normal daran, dass sie nicht zu physischer und psychischer Losgelassenheit finden. Dafür muss man die Ursache finden und abstellen. Es hat keinen Wert, es dabei zu belassen, grade wenn es so gefährlich ist und gesund ist es auch nicht, da ein nicht losgelassenes Pferd nicht gesund Gewicht tragen kann.

Aber: Du bist nur eine von mindestens zwei Reitern und hast nicht die Entscheidungsgewalt über das Pferd. So einem Pferd würde ich definitiv keine zwei oder mehr Reiter zumuten, sondern erst mal seine Probleme abstellen. Das wär jetzt für Dich unglücklich, da Du die Beteiligung bist und deshalb diejenige, die sich trennen muss.

Und ich würde nach einem Trainer suchen, der in jeder einzelnen Einheit in der Lage ist, das Problem zu lösen und nicht erst nach und nach. So, dass am Ende der Einheit immer alles gut ist. Wenn ich dabei nicht das Standardprogramm abspulen kann, dann muss es eben ein auf das Problem des Pferdes zugeschnittenes Programm - möglicherweise besteht das aus nur ein paar min Bodenarbeit - sein.

Selbstverständlich gehört natürlich auch durchgecheckt, ob ihn vielleicht gesundheitlich was so plagt, dass er sich nicht loszulassen vermag, wenn er geritten wird. Vielleicht liegt ihm sein Futter im Magen und er fühlt sich unwohl? Vielleicht steht er zu viel? Vielleicht passt ihm seine Ausrüstung nicht so 100%? Vielleicht hat er irgendwo ein kleines gesundheitliches Problem, das so nicht auffällt, es ihm aber richtig schwer macht zu tragen? Vielleicht hat er aber auch mit der "Handschrift" eines oder mehrerer Reiter sein Problem ... es gibt so viele Möglichkeiten, warum das Pferd einfach nicht zu entspannen vermag und das muss einfach mal komplett betrachtet werden. Oft spielen mehrere Sachen mit rein und man meint, man hätte es jetzt abgestellt, nachdem man was gefunden hat und dann geht es wieder los.

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Kommentar von Baroque
02.02.2017, 14:15

Übrigens ist meine Erfahrung dahingehend sehr weiteichend, weil mein Wallach aufgrund seiner Handicaps zwar noch gut gymnastiziert werden kann und auch sollte, um mit den Handicaps besser leben zu können, aber wenn's grade zwickt, kann er sich auch gaaaaar nicht gut loslassen (regt sich dann auch über Dinge auf, die ihm normal nie was ausmachen wie z.B. Grashalme, die der Regen umgedrückt hat) und dann kann es durchaus sein, dass das mein Tages-Arbeitsziel ist, am Ende irgendwie ein zufriedenes Pferd zu haben, das ein paar Meter schön laufen konnte und das hoffentlich die endlich gewonnene Entspannung mit in seinen Alltag nehmen kann, dass das Zwicken sich nicht weiter steigert, sondern wieder gelöst wird.

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Kommentar von Flowerpower002
02.02.2017, 15:08

D.h. dass es auch an gesundheitlichen (also auch Orthopädischen) Problemen liegen kann? Denn eigentlich ist er gesund, doch Orthopädische Beschwerden würde ich bei genauerem Nachdenken eher nicht ausschließen.

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Sofern Zahnschmerzen und sonstige Schmerzen (Beine, Rücken (Blockaden), Halswirbel Hufe etc) ausgeschlossen sind, sollte man ggf. die Ausrüstung des Pferdes mal anschauen lassen vom Sattler, ob da nicht was reibt oder drückt.

Was mir noch in den Sinn kommt, dass das Tier vielleicht verritten ist? Hier kann ein guter Bereiter Abhilfe schaffen, der das Pferd korrigiert und dir sowie der Besitzerin auch erklärt, wie man das zukünftig händelt um das lospreschen wieder in den Griff zu bekommen.

Ich muss ehrlich sagen, dass da m.M.n. schon vorher was schief gelaufen sein muss, wenn sich ein Pferd dermaßen auf den Zügel und auf´s Gebiss legt. Zügel sind (immer noch) nicht zum Bremsen oder Lenken da.

Darf ich fragen, wie du longierst und welche Art der Bodenarbeit du mit ihm machst, wenn er da so brav ist und unterm Sattel eben nicht? 

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ist schon ausgeschlossen worden, daß er Schmerzen hat?

in dem Alter muß immer damit gerechnet werden...Kissing spines, unausgewogene Balance wg dezenter Fehlstellung/Fehlbelastungen wg Arthrose usw - die sich aber erst bei Belastung des Rückens exponentiell steigern

und denen das Pferd einfach nur davonlaufen will !

danach: Massage, TTOUCH; manuelle Therapie, "Richtige" Longenarbeit; ggf besser Langzügelarbeit

bitte alles oin Absprache mit der Besi und ggf anderen Reitern, damit ihr nicht gegeneinander arbeitet.


Viel Erfolg!

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Hallo,

wenn der Wallach deine Reitbeteiligung ist, wäre es schon interessant zu wissen, ob er das bei der Besitzerin des Pferdes auch so macht oder ob sie dieses Problem kennt.

Wenn er schon 20 ist, stellt sich auch die Frage ob er das schon lange (immer) so macht oder erst in letzter Zeit?

Ich bin keine Expertin für durchgehende Pferde, aber ich frage mich schon, warum du bei diesem Pferd bleiben willst. Ich finde so ein Verhalten, vor allem im Gelände sehr gefährlich. Er ist ja nicht dein Pferd und da hast du auch nur begrenzte Einflussmöglichkeiten.

Daher wäre mein Rat, such dir eine andere, sichere Reitbeteiligung.

Wenn du sehr an ihm hängst und bleiben willst, rate ich dir zu einem Gespräch mit der Besitzerin. Außerdem rate ich zu weiterem Reitunterricht und erstmal nur Reiten am Platz. Du kannst ja im Gelände erstmal spazieren gehen oder falls das möglich ist, mit ihm Schrittausritte unternehmen. Erst wenn es auf dem Platz gut klappt, würde ich Trab und dann Galopp wieder im Gelände einbauen.

Alles Gute!

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Kommentar von Flowerpower002
02.02.2017, 15:21

Ich hatte die Besi schon mal gefragt und sie meinte, dass er das früher schon einmal hatte und das jetzt sozusagen "zurück gekommen" ist. (Sie reitet ihn aus gesundheitlichen Gründen ihrerseits nicht mehr)

Ich möchte mir aber auch nicht einfach etwas anderes suchen, da ich nicht eine von diesen Leuten bin, die ein Pferd nur zum reiten haben will. Ich möchte eine Freundschaft aufbauen und das tue ich mit diesem Pferd. Außerdem hätte er dann mit jemand anderem diese Probleme und viele Menschen gehen falsch mit so etwas um (Gerte, Sporen, Gewalt...). Ich will außerdem auf keinen Fall aufgeben, denn es gibt immer einen Grund dafür wenn sich ein Pferd anders verhält. Deshalb will ich ihn nicht einfach weg werfen, sondern will herausfinden wieso er sich so verhält.

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Das Pferd rennt nicht ohne Grund davon. Pferde sind Flucht (Beute)tiere und ihre Antwort auf Angst ist davonrennen. Es hat ein großes emotionales Problem, ausgelöst von evtl. körperlichen Schmerzen, schlechter Ausrüstung und was ich als sehr wahrscheinlich sehe: es hat nie gelernt dem Menschen zu vertrauen. Es hat nie verstanden, was der Mensch von ihm will. Es hat wohl schon immer mit weglaufen geantwortet und hat dann noch zusätzlich Schmerzen mit dem Gebiss erfahren, das ihn zurückhalten wollte. Das hat die ganze Sache verstärkt.

Die Lösung ist zuerst an der Basis zu arbeiten, denn da fehlt es. Das heißt am Boden. Suche Dir einen Trainer, am besten jemanden der Natural Horsemanship macht. Achte darauf, dass dieser auch wirklich gut ist und nachweisbar Erfolge im Beziehungsaufbau mit Pferden hat. Denn auch in diesem Bereich gibt es viele, die Halbwissen haben und die Sache eher schlimmer als besser machen. Hast Du einen guten Trainer brauchst Du Geduld, da ein älteres Pferd einfach länger braucht als ein junges. Diese Geduld zahlt sich dann aus und das Pferd wird viel glücklicher mit Dir werden.

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Ist es nur bei dir so oder auch bei anderen Reitern?

Vielleicht machst du etwas falsch. Gerade bei Trensen mit Gebiss gibt es sehr scharfe Varianten, die dem Pferd echt weh tun. Vielleicht bist du zu grob? (Kein Vorwürfe, nur Fragen!)

Ansonsten würde ich den Wallach mal 15 Minuten lang vor dem Reiten longieren, damit er sich abregt.

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Kommentar von Baroque
02.02.2017, 14:19

;-)

Würde ich nicht, also "longieren zum abregen":

1. Sollte ein verspanntes Pferd keine Bögen laufen, damit überlastet es sich nur.

2. Wenn ein Pferd körperlich so unfit ist, dass man es damit so auspowern kann, dass es danach ruhiger ist, dann muss es ihm schon richtig dreckig geben. Bei einem halbwegs gesunden Pferd sind 15 min - oder auch 45 bis 60 min knackig bewegen eher dazu da, dem Pferd Lust auf mehr zu machen ... und noch mehr vorwärts wollen ist hier eher kontraproduktiv.

GUTES Longieren ja, als gymnastizierende Einheit, um möglicherweise Verspannungen zu lösen, aber das können von 100 mir bekannten Reitern grade mal 2 gut genug und dafür brauch ich auch Platz, grade am Anfang am Kappzaum auf der langen Linie arbeiten zu können, also idealerweise ein freies 60er Viereck oder einen richtig großen Platz, auf dem ich auch gut zu Fuß bin - wer hat das schon immer? Die, die eins haben, haben es oft in so frequentiert, dass es absolute Seltenheit ist, es so nutzen zu können.

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Kommentar von Flowerpower002
02.02.2017, 15:05

Naja, seine Besi reitet nicht mehr und sonst ist da nur noch ein anderes Mädchen dass ab und zu mit ihm arbeitet und sie hat die gleichen Probleme.

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Es könnte sein dass der Sattel drückt. So war es bei mir. :)

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Lasst ihn und die Ausrüstung mal durch checken

Ausreiten und springen würde ich ihn solange et nicht unter Kontrolle ist garnicht

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Kommentar von Purzelmaus99
02.02.2017, 13:33

oh hatte überlesen dass er "nur " deine rb ist dann sprechen am besten mal mit dem Besitzer dein Problem ab

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