Pferd möchte immer nur rennen?

7 Antworten

es sieht halt auch so ein bisschen aus wie er unter mir wegrrennt.

Das sieht nicht nur so aus, das ist so. Das Pferd rennt seiner Balance hinterher.Und ist vielleicht vor deinen "Hilfen" auf der Flucht.

Schmeiß deine RL raus, die kann offensichtlich nichts und hat von der Skala der Ausbildung auch noch nichts gehört oder sie vielleicht nie verstanden. Bevor du das Pferd an den Zügel reiten kannst, müssen erst mal Punkt 1 und 2 der Skala erfüllt sein.

Wir haben eine neue Einstellerin im Stall - sehr nett - die es praktisch aufgegeben hatte, ihr Pferd zu reiten, weil es unter ihr nur Sch** baute, raste wie Irrer, dabei auch noch den Kopf schüttelte, so dass man glauben konnte, die Reiterin verliert bald ihre Zähne. Ich habe ihr einmal zugesehen, wie sie das Pferd in der Bahn bei uns ritt... es war grausam. Sie konnte das Pferd nicht auf dem Hufschlag halten, es raste durch die Gegend, stoppte, buckelte, schmiss sich herum, etc... Sie hatte auch eine RL gehabt, die immer sagte: Zügel kürzer nehmen, viel kürzer. "Toll"

Da die Einstellerin angstfrei ist, habe ich ihr angeboten, mit mir und meinem Pferd - fast das ideale Reitbegleitpferd - mal im Schritt auszureiten. Langer Zügel,, nicht stören, einfach nur mit dem Rhythmus des Pferdes mitgehen. Und siehe da, es ging hervorragend! Das Pferd ist nämlich fast scheufrei. Das machten wir einige Tage lang und trabten dann auch. Auch das ging ganz gut, obwohl der Takt noch mangelhaft war. Das alles ließ darauf schließen, dass das Pferd einfach eine gute RL brauchte und sicher keine unfähige RL. Ach so.... das Pferd lebt im Offenstall mit riesiger Weide. Also kein Bewegungsmangel!!
Da meine eigene RL keine Zeit hatte -und ehrlich gesagt, auch mittlerweile Reiter und Pferde auf anderem Niveau - M/S unterrichten möchte, empfahl sie mir ihre Starschülerin, die bis A/L selbst schon unterrichtet und ausbildet.

Es ging super. Das Pferd begriff um ersten Mal in seinem Leben, dass nicht im Maul herumgezogen wurde - gerne am inneren Zügel. In der ersten Stunde wurde nur Schritt geritten, in der zweiten Stunde dann auch vorsichtig der Trab hinzugenommen . Unsere Einstellerin heulte fast, so glücklich war sie. Das Pferd lernt jetzt das erste Mal, dass es nicht vor dem viel zu festgehaltenen Zügel davonrennen muss, und die Einstellerin kann jetzt auch das, was sie mit dem Pferd im Unterricht geübt hatte, in der Zeit bis zur nächsten Stunde weiterüben. Es ist jetzt schon ein anderes Pferd geworden, geht in vernünftigem Tempo brav auf dem Hufschlag und auf dem Zirkel und kann sogar leichte Tempounterschiede gehen.

Man begreift aber bei diesem Pferd, was die Skala der Ausbildung bedeutet. Momentan wird - und kann nur! - am Takt und and der Losgelassenheit gearbeitet werden. Etwas erschwerend kommt hinzu, dass dieses Pferd auch noch ein Traber mit Gangveranlagung ist. Oh je....

Meine Reitlehrerin kann mir nict helfen, sie sagt nur sowas wie 'nimm die Zügel an'

Das merkt man. Natürlich muss man den Zügel annehmen, weil er nicht springen und dem Pferd im Maul herumrucken darf. Aber man macht das Pferd nicht ruhiger, langsamer, indem man die Zügel einfach kurz nimmt.

wenn deine reitlehrerin dir nicht beibringen kann, wie man über den sitz reitet und das pferd am bein hat, dann ist jede reitstunde rausgeschmissenes geld, das du besser in eine patenschaft für ein kind in der dritten welt anlegen könntest, als solche unfähigkeit zu unterstützen.

vergiss

 Ich bekomm ihn nicht schön an den Zügel

du bist noch gar nicht so weit, mit den zügeln überhaupt was anfangen zu können. ich nehme an, der versuch, das pferd an den zügel zu bekommen, besteht im ziehen an den zügeln.

nun... da fängt jedes pferd an zu pullen und kommt ins rennen.

und wenn deine reitlehrerin dir da nicht weiterhelfen kann, reite doch mal in der nächsten stunde im lockeren trab direkt auf sie zu...

Woher ich das weiß:Beruf – Sachgerechter Umgang ist aktiver Tierschutz!

1) Tierarzt/ Osteopathen kommen lassen zur rückenkontrolle

2) kraftfuttet absetzen, auf heu und Stroh und Möhren umstellen,

3)täglich mind 8 std weidegang mit Kumpels bzw in den großen paddock mit Kumpels und rauhfutter stellen.

4) ggf 2mal täglich 30 min führanlage

5) vor dem reiten: Freilauf im roundpenn,

6) lerne TTOUCH und wende ihn vor dem satteln an.

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Reiten-Haltung-Zucht-Ausbildung n.LTJ u.ä.

Die Gründe für das Verhalten des Pferdes können so unterschiedlich sein, ebenso die richtige Vorgehensweise.

Reiten gehört meines Erachtens definitiv nicht zu etwas, was man so ohne weiteres Tipps per Internet "korrigieren" kann, denn um einen effektiven Tipp geben zu können, sollte der "Tippgeber" SEHEN können, was sich zwischen Pferd und Reiter abspielt, um dann - in der Regel sehr häufig erforderlich - die Umsetzung der erteilten Ratschläge noch korrigieren zu können. Wenn du jetzt versuchst, irgendwelche ins Blaue hineingegebene Tipps aus dem Internet versuchst, umzusetzen und es aber nicht richtig umsetzt (oder dein Pferd einfach anders als vom Tippgeber erwartet reagiert), nutzt die korrekteste Antwort nicht viel.

Wären Pferde und Menschen Maschinen, die immer gleich reagieren würden, die Bewegungen immer exakt und identisch ausführen könnten, wäre die Problemlösung über Internet sicherlich (einfacher) möglich, so ist es einfach nur ein "Try and Error"-Verhalten, was am Ende noch größere Probleme verursachen könnte.

Wenn du also wissen willst, was du machen kannst, frag die RL und frag sie doch dann auch mal, warum ihr Tipp nicht funktioniert, wenn du das Gefühl hast.

Wenn dir die RL diese Frage auch nicht zu deiner Zufriedenheit beantworten kann, ist es vielleicht doch an der Zeit über einen RL-Wechsel nachzudenken, denn wozu Geld für etwas zahlen, was einem nichts bringt ?

Ich weiß schon, dass das vermutlich nicht gerade die Antwort ist, die du hören möchtest, aber ich hoffe, sie bringt dich ein wenig zum Nachdenken über die Funktionsweise solcher Tipps. Auch was das angeht, was bei dem einen geholfen hat, beim anderen noch lange nicht helfen braucht.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Hallo!

Wie lange reitest du das Pferd schon? Vielleicht hast du Sitzfehler, die dem Pferd Angst machen? Z.b. rennen manche Pferd vor klemmenden Ober- oder Unterschenkeln.

Vielleicht passt das Futter/Arbeitsverhältnis nicht? Wenn man mal sieht, was manche Freizeit Hotties reingedrückt bekommen....Braucht es unbedingt die Menge an Kraftfutter, die es bekommt?

Wie wird es gehalten? Kann es sich auf Koppel/Paddock/was auch immer genug austoben?

Verlangst du zu viel beim Reiten, was das Pferd nicht bieten kann, und somit versucht sich der Arbeit zu entziehen?

Macht es das bei anderen Reitern auch?

Wie du siehst, man müsste dich vor Ort beurteilen. Wenn du einfach nur den Zügel annimmst, bringt dir das meist rein gar nichts. Beschäftige dein Pferd doch. Wendungen, biegen, stellen, etc.

Bevor meine RB seine 180° Wendung gemacht hat, waren "Renneinlagen" immer mal wieder dabei. Ich habe immer in dem Takt gelobt, in dem ich ihn haben wollte. Und das Pferd hat sich dann danach gerichtet.

Und seitdem es dabei einmal einen richtigen Abteilungscrash gab, habe ich immer von der ersten Minute mit arbeiten begonnen. Anhalten, losreiten, durchparieren am Punkt, rückwärts, Schenkelweichen, etc.

Also arbeite dein Pferd von Anfang an. Und eventuell könntest du dir mal eine andere RL anhören, wie die mit den Problemen umgeht.

LG Kates

Danke!! :))

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