Pferd mit Senkrücken, was tun?

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4 Antworten

Also ich versuche jetzt einfach mal ein bisschen alles in Allem zu beantworten.

Wenn das Pferd aufgrund eines Unfalls einen Senkrücken hat, ist das ein schwieriges Ding, was man aus der Ferne schlecht einschätzen kann. Aber Übungen kann ich empfehlen: Seitengänge an der Hand z.B., Schulterherein, Vorhandpiriouetten (wichtig: alles in ganz langsamen Tempo). Das gymnastiziert den Rücken und lockert das ganze Pferd. Dann was wirklich hilft ist, nach jedem Training das Pferd am ganzen Körper zu massieren bzw. Muskeln ausstreichen. Das kann man gut nach Gefühl machen aber es ist sicher auch gut wenn man sich durch ein paar Bücher schlau macht. Für ein Pferd mit solchen Problemen ist es auch wichtig das es nahezu jeden Tag in kurzen Intervallen und schonend "trainiert" und bewegt wird. Mit einer Doppellonge kann man das Pferd z-B. auch gut dazu bringen aufwärts, abwärts zu laufen, was bei Rückenproblemen gut ist. Allerdings sollte man dafür eine sehr feine Hand haben und wissen wie man ein Pferd richtig longiert. (Bücher oder evtl. vorhandenes Wissen)

Nur ich bin mir nicht sicher ob man so ein Pferd mit derartigem Unfallschaden wieder reitbar machen kann. Ich denke aber an erster Stelle steht das Wohl des Pferdes und nicht das man es wieder Reiten kann. Also sind diese Übungen für das Allgemeinbefinden des Pferdes fördernd und gut. Sie könnten sich auch an einen Pferdeosteopathen oder an einen Heilpraktiker wenden. Naturheilmittel bewirken Wunder, sind nicht so teuer und können dem Pferd nie schaden. Seriöse Osteopathen schaffen es das Pferd komplett zu lösen was im Training hilft. So können die Muskeln (indem Fall im Rücken) nämlich bei regelmäßigen Terminen richtig aufgebaut werden.

Ich hoffe ich habe sie jetzt nicht verwirrt und konnte ihnen erstmal helfen. Bei Fragen können Sie gerne fragen ; )

p.s. falls man ihn irgendwann wieder reiten kann, ist ein baumloser Sattel unbedingt zu empfehlen!! Daqs passt auf jedes Pferd und schont die Belastung auf dem Wiederist!!

Hurra14 13.08.2011, 01:38
  • ...und verringert die Belastung auf dem Widerrist

; )

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Dieses Problem hast nicht nur du! Eine gute Therapie für das Tier wäre Schwimmen. Hast du einen schönen flach auslaufenden See und das Tier vertrauen zu dir, kannst du ihn langsam an das Wasser gewöhnen und mit ihm Schwimmen gehen! Das ist gut für seinen Senkrücken, da die Wirbel entlastet werden, macht Spaß und bindet euch noch mehr aneinander! Einige Tipps kannst du dir auch auf dieser Seite holen:

http://www.mein-pferdeforum.de/thema-95-senkrueckenwastun.html

Gute Besserung für deinen Schatz, Chiliheadz.

Ninischatz 12.08.2011, 22:38

sicher, wer hat denn keinen schönen flach auslaufenden see im garten ?

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Hurra14 14.08.2011, 00:06
@Ninischatz

Warum nicht? Kann doch sein das in der Nähe ein Schwimmsee ist?!

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  1. Vorwärts-abwärts, Stangenarbeit, bergauf führen (in denem Fall, ansonsten auch reiten), Seitengänge (!!), Rückwärtsrichten, ...

  2. einen Kappzaum, eine Longe, eine Pitsche. siehe hier: www.wege-zum-pferd.de

  3. Uff. Bleib erstmal bei einer Sache - d.h. Rücken aufbauen!

4 bzw. 1.: Ja, wenn keine bleibenden Schäden entstanden sind, sicher. Hierzu sollte man das aber mit dem Tierarzt besprechen.

  1. bzw. 2: hier ebenso -> Tierarzt. Wir können das so ohne Bild, ohne weitere Angaben hier überhaupt nicht sagen - aber: natürlich dann nicht zu schwer ;)

  2. bzw. 3: einer, der passt. Hierzu solltest du dich an einen kompetenten Sattler wenden. Aber mach erstmal das Rückentraining. Kannst dich ja in der Zeit schonmal im Internet über Sattler erkundigen, wer die meisten positiven Rückmeldungen bekommt und da solltest du dann auch hingehen. In der Regel haben die auch gebrauchte Sättel da.

Alternative: Wenn du nur gemütliche Schrittausritte machen willst, kannst du ihn doch erstmal viel spazieren führen. Das macht fast genauso viel Spaß wie im Schritt ausreiten^^ Aber ich finde es gut, dass du etwas gegen den Senkrücken tun willst und nicht direkt nur reiten. Sehr positiv! DH für die Frage.

5jährig, Senkrücken, roh - ehrlich, den würde ich nicht reiten und einen Sattel brauchst Du dann nicht zu kaufen. Egal wie leicht der Reiter ist, das Pferd hat keine Rückenmuskulatur (woher auch).

Einfahren kann man den. Aber vorher würde ich so ein Pferd erst einmal mindestens ein halbes Jahr vorwärts-abwärts locker ausgebunden longieren, damit der überhaupt ein paar Muskeln aufbaut und lernt den Rücken ein wenig aufzuwölben.

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