Pferd mit Arthrose worauf lasse ich mich ein?

9 Antworten

So wie CAlimero schreibt, ist es auch mit meinen Senioren:

wenn ich raus komme, weiß ich nicht, was mich erwartet: es gibt gute und schlechte TAge:
Wärme ist eher gut, naßkalte Wetter ist nicht gut,
dann werden die beiden Uralten auch eingedeckt und es tut ihnen gut : draußen zu sein und sich nach eigenem Geschmack zu bewegen im Aktivstll, aber nicht auskühlen zu können.

man kann mit Phytotherapie, Homöopatie, Tens, Einreibungen und belebenden Massagen npoch viel erreichen: meine Stute hat mit Arthrose noch 10 JAhre den Boß gegben und alle aufgemischt; das letzte Halbe JAhr bekam ie Schmerzmittel in steigernder Dosis; irgendwann kann man nicht mehr  helfen, ohne Leber und Niere zu schädigen

DAS muß man vorher wissen

Aber ich hab mir wieder einen solchen Kandidaten geholt: natürlich kein hart-unebenes Geläuf, kein Springen, und immer langsam aufbauen: dafür habe ich ein sanftes Intervaltrainign entwickelt mit viiiel Schritt im wechsel mit kleinen Trabrepriesen auf möglichst gerader Strecke, nach 20-30 Min auch Zirkel und große Bögen
und immer mit "Gefühl" für's Pferd reiten

LAß Dich von der Besitzerin einweisen, die sollte sich am besten auskennen
und hab keine Angst,
auch mit Arthrosepferden kann man viel Freude haben, vor allem auf vielen gemütlichen Ausritten

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Reiten-Haltung-Zucht-Ausbildung n.LTJ u.ä.

Arthrose ist eine degenerative Krankheit der Gelenksknorpel. Bisher gibt es in der Schulmedizin kein Mittel, das die Krankheit vermindert. Hauptsächlich werden Schmerzmittel gegeben.

Heute gibt es die Befeldung mit 150MHz. Das ist m.E. das einzige regenerative Verfahren. Es gibt allerdings noch kaum TÄ, die solch ein Gerät haben. Das Gerät ist als Medizingerät zugelassen für die Humanmedizin.

Bei Arthrose muss die Beweglichkeit gefördert werden. Damit die Gelenksflüssigkeit ausreichend die Schmierung übernehmen kann, braucht es eine längere "Anlaufzeit". D.h. länger warmreiten.

Arthrose ist von Umgebungsbedingungen (ähnlich dem Rheuma) abhängig. Das bedeutet, an manchen Tagen geht nur sehr wenig, an anderen deutlich mehr.

Gute Dressur hält fit und gesund, springen ist bei Arthrose tabu.

LG Calimero

Das kann man pauschal gar nicht beantworten.

Es kommt drauf an wo die Arthrose sitzt und wie stark sie ausgeprägt ist.

Meine Stute hat seit mindestens 15 Jahren Arthrose und wird bis heute ganz normal geritten. Einzig und allein reite ich mindestens 20 Minuten Schritt, im Winter gerne auch 30 Minuten. Springen lassen wir auch sein. Longieren nur ganz selten und in sehr großen Bögen.

Wir können auf dem Platz arbeiten, Stangenarbeit machen und auch mal im Gelände fetzen. Natürlich alles nur wenn sie schön warm ist.

Sie hat seit Jahren keinen Schub gehabt, d.h. nicht gelahmt. Im Winter ist sie schonmal ein wenig steif, das hat sich mit 30 Minuten warm reiten dann aber auch erledigt.

Wir haben wirklich Glück.

Andere Pferde mit Arthrose kann man gar nicht mehr reiten. Sie lahmen ständig und sind nur noch mit Medikamenten schmerzfrei.

Als Reitbeteiligung würde ich so ein Pferd definitiv nehmen. Wenns dann doch nichts ist kann man immer noch nach was anderem suchen.

Meine Stute habe ich sogar mit der Diagnose Arthrose gekauft. Ganz bewusst. Und ich bereue es kein bisschen.

Dass das Pferd viel schonende Bewegung braucht, vor allem zu Beginn eine ausgeprägte Schrittphase,  wurde schon mehrfach erwähnt.

Auch dass man enge Wendungen meiden sollte ist klar.

Was noch wichtig ist: das Pferd ist sehr unterschiedlich in der Tagesform. Wenn man an einigen Tagen nach der ausgiebiegen  Schrittphase nicht merkt, dass das Pferd sich einläuft, hat es einen schlechten Tag, an dem man ihm dann nicht viel abverlangen sollte.

Auch wenn dem Pferd der Boden nicht behagt, sollte man so weit wie möglich darauf Rücksicht nehmen.

Was auch gut ist: das Pferd täglich abtasten. Wenn die anfälligen Körperstellen ( meist am Rücken) sich kälter anfühlen als die umliegende Haut, kann man durch vorbeugende Wärme oft  einen " Hexenschuss" verhindern.

Aber sicher bist du ja dann auch mit Besitzer und Tierarzt im Gespräch.

Pferde mit Arthrose brauchen anfangs eine längere Phase Schritt, bevor man antrabt. Bei feuchtem, kalten Wetter können sie auch mal einen schlechten Tag haben, wo man nicht viel machen kann. Ist die Arthrose weit fortgeschritten, kann das Pferd unreitbar sein.

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