Warum legt sich das Pferd stark auf den linken Zügel, ohne die "Hohle-Seite-Symptome" zu zeigen?

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5 Antworten

Dass keiner perfekt ist beim Reiten, wissen wir ja alle, daher wirst Du meine erste Idee hoffentlich nicht als Beleidigung empfinden.

Die Art deiner Erklärungen zur Frage nährt bei mir den Eindruck, dass Da bei Euch etwas grundsätzliches schief läuft. Ich finde es aber schon mal sehr gut, dass Du den Versuch, das Problem mit Hilfszügeln  zu lösen, aufgegeben hast - obwohl ich nicht grundsätzlich gegen solche bin. 

Aber dass jemand Dreieckszügel oder gar ein Martingal einsetzen möchte, um ein Pferd zu biegen, irritiert doch etwas. Dreickszügel können meiner Meinung nach u. U. hilfreich sein, einem Pferd den Weg in die Tiefe zu weisen, nicht aber  zur Seite. Ein Martingal hat bei  der Gymnastizierung des Pferdes absolut gar nichts zu suchen.

Mir will es scheinen, als könne Dein Trainer Dir nicht wirklich vermitteln, wie Du das Pferd graderichtest. Das ist aber auch sehr schwierig, wenn man mit einem Pferd etwas lernen soll, was weder Pferd noch Reiter  beherrscht...

Über das Herantreiben an den äußeren Zügel und Paraden wurde schon viel geschrieben, das spare ich mir an dieser Stelle.

Möglicherweise bist Du aber selber körperlich ( noch ) nicht fähig, das richtig auszuführen, weil wir alle ja selber auch schief sind und manchmal nicht merken, dass wir einseitig stärkere Hilfen geben?

Jedoch kann das Pferd aber auch unter einem ganz anderen Problem leiden. Dass es sich immer weniger biegen kann, weil es irgendwo Schmerzen  hat, und da sich die Möglichkeiten sehr vielfältig. 

Das kann dann angefangen von einem Zahn, einer Blockade in der Wirbelsäule über den Sattel bis hin zu einer überlasteten Sehne alles mögliche sein.

Auf jeden Fall solltest Du das Pferd nicht versuchen, mit aller Gewalt zu biegen - denn das wäre das gleiche, als würde man einen unsportlichen Mensch ein mit Gewalt in den Spagat drücken! Wer gelenkig ist, biegt sich gerne!

Die Wahre Ursache zu finden, kann eine langwierige Aufgabe sein. Bis dahin würde ich lieber zum Ausgleich, damit es nicht noch schiefer wird, das ganze Programm erst mal runter fahren, indem ich auf der besseren Seite nicht mehr mache, als auf der schlechten gut geht.

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Kommentar von itsahorsegirl
12.03.2016, 12:51

Nein, natürlich nicht, ich bin da nicht so empfindlich ;)

Inzwischen arbeite ich viel mehr auf der linken Hand. Das Martingal hat mein Trainer eher als mentale Hilfe für mich eigesetzt, hat nicht viel genutzt. Ich reite momentan viel v-a, um den Rücken zu stärken und gehe kleine Cavaletti-Reihen, wo sie zwar flott unterwegs ist, das aber ganz gerne macht. Mein Trainer hat gesagt, ich soll viel Zirkel verkleinern/vergrößern in allen Gangarten machen. Für nächste Woche habe ich gerade den Osteo bestellt.. Ansonsten können es keine schwerwiegenden gesundheitlichen Schäden sein, der TA hat erst vor drei Wochen alles durchgecheckt. Danke für die Antwort, hat mich auf jeden Fall auf ein paar neue Ideen gebracht!

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In der Tat es sowas etwas schwierig durch Beschreibung zu erklären und zu verstehen aber: Es klingt mehr sehr nach einer zu starken und unabgestimmten Zügelführung und zu wenig treibenden Hilfen. Möglicherweise macht dein Pferd eh Probleme beim Abwenden und macht sich dann fest sobald der Zügel zu stark wird. Ich würde es mal mit Übungen wie Schenkelweichen probieren um die Reaktion auf (beide) Schenkel zu fördern und ggf. durch vorwärts reiten die Durchlässigkeit insgesamt zu verbessern. Kurzfristig kann ein außen nachgeben helfen um die Stellung einfacher herbeizuführen - aber ich würde an der Stelle auf jeden Fall einen Trainer dazu nehmen und das Problem genauer verfolgen... Es kann halt vieles verschiedenes sein. Insgesamt klingt das für mich aber eher nach einem Problem der rechten (äußeren) Hilfen und weniger nach einem Problem der linken (inneren) Hilfen...

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Kommentar von itsahorsegirl
12.03.2016, 08:43

Danke, das hilft schon einmal ;) Einen Trainer habe ich zwei bis vier mal die Woche, der die ganze Zeit sagt dann soll ich vorgeben und die Zügelverbindung neu aufbauen - hilft aber irgendwie nix :D

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Das kann sehr viele Ursachen haben.

Mir scheint,  das Pferd hat irgendein gesundheitliches Problem, welches sowohl durch Reiterfehler verursacht worden sein kann,  oder aber auch ganz wo anders herrührt.

Ausführlicher schreibe ich später in Etappen, weil vorhin mein ganzer Text einem Server - Fehler zum Opfer fiel. 😐

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Wenn Du das Pferd erst seit drei Monaten hast, kannst Du genau sagen, wie es vorher geritten wurde ?? Manchmal sind es auch die Fehler der Vorbesitzer, die man ausbaden muss.

Letztens hatte ich eine Fall, bei dem die Reiterin auf der linken Seite alles richtig gemacht hat. aber auf der rechten Seite das Pferd nicht mit dem äußeren Zügel begrenzt hat, sondern an dem inneren Zügel das Pferd um die Kurve gezogen hat.... (sie hat das mit dem Umdenken :wann ist welcher der äußere Zügel, einfach nicht wirklich verstanden).

Als Vorarbeit solltest Du vom Boden aus arbeiten. Ist das Pferd in der Lage sich eine Möhre seitlich neben dem Bauch abzuholen? Und das auf beiden Seiten etwa gleich? Wenn Ja, liegt ein Verständnisproblem vor, wenn nein, ein körperliches.

LG Calimero

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Kommentar von itsahorsegirl
13.03.2016, 14:56

Vorher kaum geritten, nur mit extrem scharfen Gebissen, weil sie oft sehr rennt, wenn sie überfordert ist . Ich habe mit ganz normalem doppelt gebrochenem bisher die besten Erfahrungen gemacht. Möhren holt sie sich gut ab, ist aber nicht in der Lage, Kompliment zu machen, da nimmt sie hinten überhaupt keine Last auf und geht nicht in die 'Dehnung'..

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Das schreit nach folgendem:

Pferdezahnarzt, Osteopath/Physiotherapeut und Sattler!

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Kommentar von itsahorsegirl
13.03.2016, 14:52

Mein Osteo kommt nächste Woche, der auch Zähne machen kann/wird. Die Sattlerin war vor zwei Monaten erst da..

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