Pferd läuft sehr schlecht auf unterschiedlichen Böden und stolpert immer?

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6 Antworten

Da das Fohlen erst zwei ist, kann es das Ausbalancieren - mit einem guten Hufpfleger - ja noch lernen. Lass das Fohlen einfach Fohlen sein, das wird schon.

Es sei denn natürlich, es hatte,, ohne dass du es mitgekriegt hattest, einen Unfall und eine Ataxie entwickelt. Aber dann würde es auf der Wiese und auf Sand ja nicht einwandfrei laufen.

Also, sorg dafür, dass die Hufe gut und oft genug barbeitet werden, und lass es ansonsten in Ruhe. Ein zweijähriges Pferd muss noch nicht "arbeiten". Darf noch nicht arbeiten.  Und ein zweijähriges Pferd ist auch kein Spielepferd.

Guck nicht hin, lass es sich die Beine selbst sortieren.

Gegen eine Blutuntersuchung, ob das Pferd auch mit allen nötigen  Mineralien versorgt ist, ist natürlich nichts einzuwenden.


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Mit zwei Jahren ist ein Pferd/ Pony mitunter noch recht unkoordiniert und noch nicht ausbalanciert. Wenn es dann noch ein kleiner Tollpatsch ist, dann kann das schon mal passieren, dass sie stolpern. 

Bist Du Dir aber total unsicher, lass einen Tierarzt drauf gucken und ihn schauen, ob mit der Motorik des Ponys - altersentsprechend- alles in Ordnung ist. 

Ich bin bei ungerittenen, so jungen Pferden/ Ponys immer sehr vorsichtig mit irgendwelchen Vermutungen auf`s Blaue hin, die ich noch nicht mal kenne und noch nie gesehen habe. Ein alter Züchter hat mal gesagt: "Ein Fohlen sollte man sich eigentlich nur frisch geboren, nach 3 Tagen, 3 Wochen, 3 Monaten und dann wieder 3 Jahren anschauen, dazwischen sehen sie mitunter komplett verbaut und auch hässlich aus, dass man sich nicht verunsichern lassen sollte, in dem man sie zu oft kritisch beäugt."

Bestimmt ist da was Wahres dran. Ein Fohlen macht ziemliche Veränderungen durch und muss motorisch damit klar kommen, dass es eben nicht gleichmäßig überall wächst, sondern mal vorne hoch ist, mal hinten und das Ganze immer wieder irgendwie koordinieren muss.

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Kommentar von Dahika
30.09.2016, 11:59

Das hat mir der Züchter meines Arabers auch gesagt.

Als das Fohlen sieben Tage alt war, war es das hübscheste Fohlen, das je auf dem Gestüt geboren worden war. Und das will was heißen, denn es ist eins der renommiertesten Arabergestüte der Welt. Sein Foto ist in manchen Araberprachtbüchern drin.
Als das hübsche Fohlen dann 1 Jahr alt war, hat der Züchter es, wenn er  Besuch hatte, versteckt, weil es so hässlich war.

als es fast vier war, habe ich es gekauft. Es war mittlerweile ein schönes Pferd, aber ein recht hässlicher Araber. Nicht typvoll, trotz der genialen Abstammung. Er sah eher aus wie ein kleiner Trakehner. Darum konnte ich das Pferd auch bezahlen.

Schön wurde er erst wieder im Alter. Aber Schönheit hin oder her, er war ein unglaublich gutes Pferd, unendlich viel besser als meine sehr hübsche Araberstute.

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Letztens klingt nach nicht so lang her. Da war der Huforthopäde sicher noch nicht oft da. Da ein Huforthopäde nicht einfach zurechtschneidet, sondern dem Huf Anreize gibt, korrekt zu wachsen, mag es durchaus sein, dass die Stellungsfehler noch ihre Zeit brauchen, um rauszuwachsen. Auf weichen Böden kann ein Pferd den Huf quasi schräg eingraben, sodass es zu seinen Gelenkachsen passend fußen kann, aber auf harten Böden geht das nicht. Da muss der Huf zu den Achsen passend stehen. Wenn das nicht gestimmt hat, bevor der HO seine Arbeit aufgenommen hat, dauert es einfach seine Zeit.

Stell solche Fragen gerne auch immer Deinem Huforthopäden. Der ist, wenn er die Huforthopädieschulen durchlaufen hat, auch extrem fit bezüglich der kompletten Bewegungsapparats und kann es Dir vor Ort gut erklären, eben auch die Zusammenhänge, die im kompletten Pferd gegeben sind. Und sobald Prognosen zu stellen gehen ohne dass die Gefahr der falschen Prognose zu groß ist, wird er Dir auch erklären, was Du wann zu erwarten hast.

Pferde lernen unterschiedliche Böden auch mit der Nutzungszeit. Wenn man ein bisher beschlagenens erwachsenes Pferd auf Barhuf umstellt, kann man auch gut beobachten, wie es seine Erfahrungen sammelt. Trainiert man die verschiedenen Untergründe oder bietet sie ihnen gar in ihrem Stall an, so merkt man, wie geschickt sie mit Untergründen werden, die sie anfangs meinten gar nicht überwinden zu können.

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Die Frage bzgl. der rissigen Hufe hast du am 23.09. gestellt - vor einer Woche.

Sehr gut, dass inzwischen ein Huforthopäde da war und da nun wohl auch dran ist.

Aber auch der HO kann nicht zaubern, denn eine Korrektur kann immer nur langsam erfolgen. Ein Huf braucht etwa ein Jahr, bis er komplett nachgewachsen ist - d.h. aber auch, dass das Horn, was nachwächst erst gut werden muss.

Dein Pferd ist noch jung - lass den Bearbeiter das machen, lass das Pferd draußen in seiner Herde mit anderen Jungspunden und die Hufe einfach Hufe sein solange. Ein 2jähriger ist sowieso nicht in der Lage, vom Kopf her viel zu machen, daher bringt auch spazieren gehen auf hartem Boden nichts, bzw. würde kontraproduktiv sein.

Du musst dem Huf also schon ein bisschen Zeit geben - erstmal 2-3 Monate), dass sich die Form auch wirklich verändern kann und der HO die Chance hat, etwas zu bewirken - das geht nicht mit einem mal plötzlich weg.

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Hab jetzt noch keine Erfahrung mit Hufschuhen gemacht da meine alle beschlagen sind (außer mein Shetty) aber das wäre vielleicht ne Möglichkeit.
Oder etwas zusatzfutter das die Hufe stärkt bzw härter macht.
Aber ein Reheschub ist es nicht....Oder? Vorsichtshalber mal den Tierarzt kommen lassen.

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Kommentar von Dahika
30.09.2016, 12:03

Hufschuhe sind nichts, was man dauerhaft tragen kann. Und Eisen gehören nicht an Fohlenhufe. Oder höchstens nur im akuten Krankheitsfall.

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Kommentar von Zanora
30.09.2016, 13:13

Da hast allerdings recht das es nicht bei so nem jungen Pferd drauf soll. Deswegen hätte ich eher auf Schuhe tendiert. Aber damit kenne ich mich nicht aus und habe mich noch nicht damit befasst. Meine Pferdls sind schon etwas älter.

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