Pferd lässt sich fast nicht Zäumen?

7 Antworten

Hi :)

Generell bin ich auch kein Fan von Gebissen, aber da du anscheinend anderer Meinung bist und das auch weiterhin so machen willst, will ich mich da nicht einmischen und dir abgesehen davon trotzdem eine Antwort geben.

Also erstmal musst du natürlich abklären, ob gesundheitlich alles okay ist (auch Trense, Sattel und Gebiss müssen "passen"), denn dein Pferd gibt dir ein ziemlich eindeutiges Zeichen, wenn das von heut auf morgen nicht mehr funktioniert. Meine Stute zum Beispiel ist chronisch krank, manchmal ist es besser, manchmal schlechter. Ich merk das zuerst daran, dass sie mir nicht mehr entgegenläuft wenn ich sie von der Koppel holen will und dass sie ihr Halfter nicht mehr freiwillig "anzieht", dann wird´s wieder schlechter und ich weiß, dass ich mit dem Training langsam machen muss.

Wenn du gesundheitlich allerdings alles ausschließen kannst, kann ich dir nur sagen, falls du glaubst, dass du zu lieb bist, dass ist Quatsch, das glaub ich nicht, so hört sich das nicht an, allerdings würd ich auch, wenn du willst, das dein Pferd gern mit dir arbeitet, ihm das Gebiss auf keinen Fall "reinzwingen".

Wie du dieses Problem lösen kannst und auch willst, kommt vermutlich auf deine Trainingsmethoden und auf Welchen Lerntheorien diese basiert, das kann ich dir natürlich nicht sagen. Eigentlich musst du das so trainieren wie es deinem Training eben entsprechen würde und somit ist es natürlich schwierig dir hier zu sagen was du tun sollst. Am besten können dir also zum Beispiel dein Trainer, Reitlehrer oder einfach irgendwer, der dich und dein Pferd gut kennt (zum Beispiel jemand aus dem Stall) helfen. Da du diese Frage aber hier stellst nehme ich an, dass es einen Grund gibt und auch wenn es sein kann, dass dir das hier vielleicht nicht viel hilft, sag ich dir trotzdem wie ich´s probieren würde und bei Fragen kannst du natürlich auch Bescheid sagen, vielleicht bringt´s dich ja auf ne Idee ;)

Also ich arbeite über positive Verstärkung, also mit Belohnung und das ist schonmal nicht jedermanns Sache, da viele nicht sonderlich gern mit Futter arbeiten. Du hast gesagt, dass du es schon mit Leckeres probiert hast aber wenn die deinem Pferd schmecken und du das richtig gemacht hast, sollte das kein Problem sein (es gibt nämlich sehr viele Arten wie Leute ihre Pferde belohnen, die meisten davon sind leider falsch oder bringen zumindest nichts). Bei richtigem Training, keinen gesundheitlichen Problemen und einem lernwilligen Pferd dauert das über positive Verstärkung vielleicht 20 min (also zwei Trainingseinheiten) dann sollte das mit dem Zäumen wieder funktionieren ;)

Ich sag dir jetzt einfach mal was ich machen würde, aber das muss nicht sein, dass du damit was anfangen kannst.

1. Belohne das Pferd, wenn es das Gebiss mit dem Maul berührt (wenn es das nicht macht, musst du den Schwierigkeitsgrad erniedrigen, dann belohnst du also schon wenn das Pferd seinen Kopf zur Trense bewegt (langsam immer erst belohnen wenn es wieder ein paar Zentimeter näher dran ist), noch einfacher wäre, dass es bloß seinen Blick auf die Trense richtet) Wichtig hierbei ist, dass das Pferd von sich aus das Gebiss berührt oder den Kopf zur Trense vorstreckt, das heißt du bewegst auf keinen Fall die Trense zum Pferd.

2. Klappt Schritt 1 einwandfrei soll das Pferd das Gebiss ein, zwei, drei, vier, fünf Sekunden lang berühren. Das solltest du abwechslungsreich gestalten, also erst eine Sekunde, dann zwei, dann beim ersten berühren, dann wieder zwei, dann eine, drei, wieder eine, zwei, beim ersten Berühren, drei, zwei, vier usw.

3. Nun kannst du das Pferd immer dann belohnen, wenn du mit deiner Hand oder deinem Finger sanft seitlich am Maul entlang streichst, du kannst auch streicheln, manchmal reicht sogar berühren und es das Maul öffnet. Sollte es das nicht sofort tun, reicht auch die Tendenz in Richtung Öffnen, du kannst dann wieder steigern.

4. Nun langsam das Gebiss dazu nehmen, bis dieses am Maul des Pferdes liegt, das Pferd dieses aber trotzdem öffnet. Jetzt ist es wichtig der Versuchung zu widerstehen das Gebiss einfach ins Maul zu schieben und fertig, sonst kannst du beim nächsten Mal von vorne anfangen. Diesen Schritt musst du ein paar Mal üben.

5. Nun kannst du das Gebiss auch mal ins Maul schieben, belohn das und nimm es anschließend sofort wieder hinaus. Diesen Schritt wiederum ein paar Mal üben. Dann Kannst du es wieder steigern, also dass dein Pferd das Gebiss mehrere Sekunden im Maul behält.

6. Danach bist du allerdings noch nicht ganz fertig, dein Pferd hat zwar nun das Gebiss im Maul, du darfst aber trotzdem nicht die Trense sofort über die Ohren ziehen, die Riemen zu machen und fertig, denn auch das könnte das Erlernte wieder zunichte machen. Also auch hier das Selbe Spiel: langsam und in kleinen Schritten.

So, ich würde auch noch weiterhin jedes Mal wenn das Pferd das Gebiss im Maul hat oder auch wenn du die Trense über die Ohren gezogen hast (bevor du die Riemen schließt) das Pferd belohnen (ein bis zwei Leckerlies reichen völlig) denn sonst kann es passieren, dass du nach ein paar Tagen wieder das selbe Problem hast.

Generell ist wichtig, dass dein Pferd am besten kein einziges Mal zurückweicht oder sonstiges macht, denn dann ist es überfordert und du warst zu schnell. Sollte dein Pferd dennoch mal überfordert sein und nicht das tun was es soll also zum Beispiel wenn es erneut zurückweicht, ist der Schritt zu schwer und du darfst nicht so schnell steigern, du musst also wieder einen Schritt zurückgehen und die Übung langsamer aufbauen. Sollte dein Pferd etwas nicht so machen, wie du es willst, darf es bei dieser Methode auf keinen Fall in dem Sinn bestraft werde, dass man es schlägt (das wär jetzt der Extremfall, wovon ich mal nicht ausgehen will), ihm einen Klaps gibt irgendwo an Strick oder Trense zieht oder anders Druck ausübt, auch ein lautes "Nein" oder sonstige tadelnde Worte sind hier nicht erlaubt, da sonst diese Methode lerntheoretisch nicht mehr funktioniert und somit auch nichts bringt! Arbeitet man über positive Verstärkung, so arbeitet man über negative Strafe, also dem Pferd wird kein Druck oder etwas Unangenehmes zugefügt sondern etwas positives weggenommen, es bekommt also keine Belohnung, das Verhalten wird ignoriert und du beginnst nochmal bei dem nächst niedrigeren Schritt. Das ist wichtig sonst funktioniert das Training nicht wirklich.

Dies ist wie gesagt nur mein Vorschlag. 

Noch viel Erfolg!

LG cRaZyyy6743

Wenn gesundheitlich alles ausgeschlossen wurde, empfehle ich dir, das Halfter am Strick um den Hals zu legen, so kann dein Pferd schon mal nicht allzu weit nach hinten ausbrechen. Vorher einige Male immer ohne Trense in der Hand annähern und den Kopf festhalten. Gebiss mit Leckerchen zusammen ins Maul, falls du das noch nicht probiert hast. Und ganz wichtig dabei ist ruhig bleiben und nicht die Nerven verlieren, dann entspannen sich die meisten Pferde. Plane mehr Zeit ein und lass dich nicht wild machen. 

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