Pferd kratzt sich immer am Sattelgurt auf was soll ich tun?

6 Antworten

Ich selber habe keine Isländer-Erfahrungen und vermute mal, dass es ähnlich sein wird wie bei Ponys und Großpferden - je nach Körperbau braucht es da schon mal andere Gurte. Kaum ein Sattelgurt übt an jeder Auflagestelle gleichmäßige physikalische Kräfte aus. Je nach Bauart und Anatomie des Pferdes drückt’s mal hier, mal da etwas mehr.

Es gibt verschiedene Gurteten, die für verschiedene Pferdetypen gedacht sein sollten:

- Der gerade Gurt ist für Pferde mit ebenmäßigem Körperbau, im Brustbereich breit, eine tiefe Brust, und einen seitlichen Rippenverlauf ohne viel Wölbung direkt nach dem Ellbogen. Mit genügend Widerrist, um den Sattel am Vorrutschen zu hindern. Hier wird der Gurt in aller Regel im guten Abstand zum Ellbogengelenk zu liegen kommen, wenn der Sattel generell richtig sitzt.

- Der anatomische Gurt: Passt natürlich immer, wo ein gerader Gurt passt. Gibt aber dann eben doch mehr Ellbogenfreiheit. Er ist ideal für Pferde mit etwas mehr Körperwölbung nach unten und/oder mehr Rippenwölbung.

- Der asymmetrische Gurt: Passt natürlich auch immer, wo der gerade und der anatomische Gurt passt. Für Pferde mit tiefem Bauch und weiter Rippenwölbung, wenn der Rückschnitt des anatomischen Gurtes im Ellbogenbereich nicht ausreicht und der Gurt dann zu weit nach vorne geschoben wird. Mit extra tiefem Ellbogenausschnitt.


Der Mondgurt, bzw. Geschweifte Gurt: Speziell geeignet für vorne sehr eng stehende Pferde, mit starker Rippenwölbung ganz knapp hinter den Ellbogen. Oft bei kurzrückigen Pferden vorkommend (Typisch dafür sind Araber-Stuten), bei denen andere Gurtformen nicht mehr ausreichen. Der Mondgurt erweitert sich durch seinen Zuschnitt nach hinten im seitlich unteren Rippenbereich, um die weit nach vorne reichende Wölbung aufzunehmen.

Vielleicht hat Dein Pferd zugenommen - entweder Muskulatur oder Speck, oder stark abgenommen, dann kann es durchaus sein, dass der Gurt mit einem Mal deutlich anders sitzt und plötzlich scheuert. Mitunter ist das Material auch abgenutzt, wenn es ein alter Gurt ist. Dann kann ein simpler Austausch helfen. 

Lammfell ist auf jede Fall eine Option. Scheuert es dann immer noch, liegt es an der Lage des Gurtes, musst Du mehr verändern.

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Vielen dank

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Besser kann man das nicht erklären! :-)

Und lammfell ist tatsächlich die erste Idee.

Dann die beschriebenen speziellen gurte.

Zudem gibt es auch noch gurte mit Gummizug. Hat bei mir geholfen.

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Hallo, 

vielleicht hat das Pferd Sattelzwang.  

Wann wurde der Sattel das letzte Mal vom Sattler angepasst? Sollte alle 3-6 Monate korrigiert werden. Vielleicht knallst du den Sattel auf den Pferderücken - merken viele nicht. Oder du machst den Sattelgurt zu fest zu und/oder zwickst was ein. 

Wenn der Sattler da war und den Sattel angepasst hat, dann legt es sich vielleicht. Wenn nicht, dann muss man daran mit viel Empathie und Geduld arbeiten. Bei manchen reicht es schon alles langsam und vorsichtig anzugehen - rede mit deinem Pferd wenn der Sattel kommt und achte darauf, dass du ihn behutsam auf den Rücken auflegst und gurte vorsichtig zu. Lobe dabei jeden Fortschritt. 

Gibt allerdings auch Pferde bei denen funktioniert das nicht und man muss das Satteln erstmal über Bodenarbeit durchführen. Dabei wird während der Bodenarbeit Schritt für Schritt gesattelt. Nach den ersten paar Minuten kommt die Schabracke, dann der Sattel - erst leicht zu gurten und dann nochmal behutsam nachgurten. 

Wichtig ist, dass du das Pferd dabei nicht überrumpelst, sondern alles langsam angehst. 

Mit freundlichen Grüßen

VanyVeggie

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Hallo ich danke dir für deine Antwort, aber sie kratzt sich ja nicht selbst sonder beim trab reibt der gurt immer und der Sattler war auch erst neulich da :)

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Lammfell hilft, wenn er über die Schnallen geht. Ansonsten kauf dir einen Gurt, der unter den Schnallen noch eine Lage hat.

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Okay vielen dank :)

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du kann auch künstliches Lammfell kaufen, ist billiger und gut waschbar. an den Enden so einschneiden, dass eine Art Zunge entsteht, diese dann unter die Schnallen legen. gut kontrollieren, dass sich keine Falten bilden

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