Pferd koppt, weben, Herdenintegration

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Das Koppen ist eine Verhaltensstörung, die man dem Pferd nicht unbedingt abgewöhnen muss/soll . Es ist der Ausdruck einer inneren Anspannung. Untersuchungen haben gezeigt, daß durch das Koppen die Anspannung im Pferd nachläßt. Deshalb auch der Rat, es nicht abzugewöhnen, da es gesundheitlich keine Nachteile bringt.

Das Weben bekommt man zumeist durch eine andere Haltungsform (vorübergehend) weg. In der Regel ist das Weben ein Ausdruck zu geringer Dauerbewegung.

Die Eingliederung kommt in den meisten Fällen von alleine. Da muß man einfach Geduld haben.

LG Calimero

Gut, dass du das mit dem Koppen sagst. Aber ist das nicht Gesundheitsschädlich? Kann man, wenn man das Koppen nicht abgewöhnt, herausfinden woher die inneren Anspannungen kommen, und an diesen arbeiten? Und wie? lässt das koppen dann nach?

Die Eingliederung dauert allerdings ungewöhnlich lange, alle anderen neuen sind schon nach einigen Wochen toleriert worden, den kopper stoßen sie ... äh, kp wie lang, aber schon seit Ewigkeiten ab, und nur, wenn der Leitwallach (xD) dabei ist.

??? Danke für deine Antwort :)

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@Annisoli

Woher, oder welcher Art die innere Anspannung der Kopper begründet ist, konnte in den bisherigen Studien nicht ermittelt werden. Damit läßt sich das auch nicht verhaltenstherapieren. Es gibt im Handel Kopphalfter zu kaufen, die das Problem dadurch lösen sollen, daß die Anspannung der Halsmuskulatur unangenehm gemacht wird. Dadurch soll das Meideverhalten der Pferde aktiviert werden. Die Ergebnisse sind allerdings nicht eindeutig.

Wenn die Eingliederung nicht nach vier Wochen durch ist, kann auch ein ein Fall von "Dich kann nicht riechen" seitens des Leitwallachs sein. Das gibt sich in der Regel dann auch nicht mehr. Nennt sich ´Spontanabneigung´ .

LG Calimero

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@Annisoli

Hallo koppen ist nur schädlich wenn er dabei seine zähne beim aufsetzen zu sehr abnutzt oder zuviel luft dabei geschluckt wird den etwas anderes ist das koppen nicht.bei frei koppern kannst du nur eine ausgeglichene umgebung schaffen und hoffen. den leitwalach raus zu nehmen bringt meist nicht : der nächste despot rückt meist nach .also müßte der gejagte eine andere gruppe finden. lg

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So, vielen Dank noch mal! Er ist gut eingegliedert, steht inzwischen mit einem anderen Wallach in einer großen Außenbox, koppt nur noch, wenn jemand in der Nähe ist und er Aufmerksamkeit will. Ich habe ihn soweit erzogen, dass er stehen bleibt, ohne dass ich ihn anbinde. Er ist noch ziemlich mager (aber schon sehr viel besser!), aber es ist besser. Er webt gar nicht mehr (jedenfalls so, wie ich das mit kriege), aber seine Ausdauer ist immer noch am Nordpol versteckt. Er kann keine ganze Springstunde mitgehen, auch nicht über Cavalettis. Über eins geht er gerne mal, aber nicht mehr. Das schafft er nicht.. Manchmal ist er so übermütig, dass ich ihn eine Runde ganze Bahn galoppieren muss, bevor er mit sich arbeiten lässt, an anderen Tagen schläft er fast ein, und lässt sich gerade mal zu einem zuckelnden Trab überreden, bei dem ich das Gefühl habe, er bricht gleich unter mir zusammen, weil er so überanstrengt ist. Leider soll diese lieb gewonnene verkuschelte Fellkugel von Pony bald wieder verkauft werden, da er nicht das 1A Turnierpony ist, dass die Besitzer sich erträumt haben. Ich hab ihn ziemlich lieb, gerade weil er so verkuschelt geworden ist. Ohne Führstrick läuft er mir über den ganzen Hof hinterher, er lässt sich von mir ohne Sattel reiten, ich habe ihm beigebracht, nicht mehr so viel zu scharren und auf Kommando zu stehen oder zu mir zu kommen.

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Beides sind Verhaltensstörungen die durch Haltung kommen können.

Beim Köppen wird luft geschluckt .Koppen kann bei Pferden gesundheitliche Probleme hervorrufen. Die geschluckte Luft verursacht im Magen- und Darmtrakt des Pferdes eine Gasansammlung, die zu Koliken und Verdauungsstörungen führen kann.

Köppen kann abgeschaut werden. Aber viel wahrscheinlicher ist es dass das Pferd es aus Langeweile macht.

Wichtig ist genügend raufutter gabe und genügend Beschäftigung. Und mit Beschäftigung meine ich andere Pferde. 24 Stunden . Also am besten ein offenstall.

Bei koppern gibt es auch eine Operation oder einen koppriemen .

Weben ist eine Verhaltensstörung die durch schlechte Haltung kommt. Das Pferd muss! 24 Stunden mit anderen Pferden zusammen stehen.( du kannst es natürlich reiten. Damit meine ich nur keine Boxenhaltung.) nur so kann es weg gehen.

Weben ist schlecht für die Gelenke

Ich finde die drei Pferde sind nicht unbedingt etwas für den typischen reitschulbetrieb.

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