Pferd kneift Auge zusammen und tränt?

2 Antworten

Wenn es besser wird, kann er ja auch einfach mal was drin gehabt haben, was ausgetränt wurde, das hat ja eine Funktion. Klar sollte man mit Auge nichts verschlampen, weil es da auch gefährlichere Dinge gibt, die nicht immer gefährlich aussehen, aber wenn sich das bessert und auch schnell genug, dass man weiß, es ist bald vorbei, würde ich jetzt auch nicht notfallmäßig den Tierarzt her sprengen, sondern beobachten, wie es sich entwickelt.

Mehr Gedanken würde ich mir darum machen, ob putzen in der Box nicht langfristig gesundheitlich zu belastend ist. Es ist ja schon jede Stunde, die das Pferd darin verbringt, ohne dass jemand Staub aufwirbelt, extrem belastend und dann noch Fell striegeln etc. ... ich würd's nicht machen. Ganz zu schweigen davon, dass da Unfälle passieren, wo man vom Versicherer schonmal gefragt wird, warum man denn bewusst überhaupt so ein hohes Risiko eingeht.

Das war nur eine Ausnahme diesesmal das Putzen in der Box- ich mach das eh nicht gerne

! Vielen Dank für deine Antwort...

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Sonst binde ich ihn immer an!( da leider am Putzplatz kein Platz mehr war und der unabhängig von heute bei schlechtem Wetter keine Möglichkeit zum Anbinden bittet, war das heute nicht möglich_das ist auch ein Grund wieso ich den Stall wechseln möchte= einer der vielen Gründe, wie unter anderem kleine Boxen, nicht genug Heu über die Nacht, wenig bis gar keine Sozialkontakte, sehr wenig bis gar keinen Koppelgang im Winter, im Sommer keine Weide vorhanden e.t.c) Ich habe vor in einen Stall mit großen 16m2 Boxen und min. 50m2 angechlossenem Paddock zu stellen.( habe zu dem Thema eine weitere Frage gestellt!)

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@Horselover137

Wenn Du schon wechselst, würde ich über Offenstall nachdenken. Ernsthaft. Weil 16 qm und Paddock heißt immer noch, 4 m Breite, d.h. in aller Regel wird viel, viel, viel auf der Stelle gedreht. Trabtritte sind kaum drin, Galoppsprünge erst recht nicht. Beim Sozialkontakt in der Box ist das Problem, dass sie das mit dem Weichen nicht verstehen. Wenn ein ranghöheres Pferd ein rangniedrigeres schickt, kann dies nur begrenzt gehen - eben bis zur nächsten Wand. Wenn es das andere gerne bei sich hätte, auch nur begrenzt kommen - bis zur Zwischenwand. Das ranghohe Pferd ärgert sich drüber und das rangniedrige würde gerne dem nachkommen, was von ihm verlangt wird, geht aber auch nicht. Dass das für beide Pferde ein Ärgernis darstellt, ist neben dem Bewegungsmangel und der Portionenfütterung (wie will man im Boxenstall das Futter auf mehr kleinere Portionen verteilen?) sowie eben manchmal auch der Auswahl der Futtermittel und Stress außerhalb der Haltung der Hauptgrund für Magengeschwüre bei Boxenpferden, bei denen die einfach viel häufiger vorkommen.

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@Baroque

Ja ich habe mich schon wegen Offenställen in der Umgebung umgeschaut- leider gibt es bei uns in der Nähe sehr sehr wenig und wenn dann nur ohne sämtlicher Trainingsmöglichkeiten und da wir beide nicht besonders gerne ausreiten gehen kommt das nicht in Frage...und länger als 30km kann ich als Schülerin nicht täglich fahren. So ist der Stall eine gute Alternative...sie kommen wann immer es die Bodenverhältnisse zulassen auf eine große Wiese mit anderen Pferden ... den ganzen Tag... falls das nicht der Fall sein sollte verbringen sie den ganzen Tag auf mindestens 50m2 großen, drainagierten Sandpaddocks, die breiter als die Boxen sind um den Stress zu vermeiden. Ein Offenstall wäre natürlich ein Traum nur ist das Fehlen von geeigneten Ställen und dass mein Wallach öfters auch ziemlich zickig werden kann und ich nicht weiß, ob das vielleicht in einer Herde ein Problem darstellen würde, ein Problem. Falls es dich weiter interessiert, kannst du gerne bei meinem anderen Beitrag kommentieren ;)

lg

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@Horselover137

Ja, das ist natürlich eine blöde Situation, wenn's im Umkreis nichts gibt. Aber es werden immer mehr. Entsprechend wird hoffentlich auch Deine Region mal besser versorgt.

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Der Augenspezialist Dr. Neumann, Chef der Augenabteilung von Hochmoor, schreibt auf seiner Homepage, dass man Augengeschichten IMMER ernst nehmen soll. IMMER. Wenn das Auge also morgen nicht 100% symptomfrei ist, solltest du einen Tierarzt holen. Der kann das Pferd mit der Spaltlampe untersuchen und dann weitere Maßnahmen vorschlagen. Schlimmstenfalls bedeutet das die Hinzuziehung eines Augenspezialisten - der normale TA kann schwierigere Augensachen nicht behandeln. Das kann auch bedeuten, dass ihr das Pferd zu diesem Spezialisten hinfahren müsst. Es gibt nur wenige Spezialisten in Deutschland.

Was man nicht machen sollte, ist, das Pferd mit rezeptfreien Salben oder Globulis behandeln. Erst kommt die Diagnose und die kann bei deinem Pferd von der harmlosen leichten Bindehautentzündung bis hin zur period. Augenentzündung, Herpes, Glaukom gehen. Das sind jetzt schwere Augenerkrankungen, aber die können sich im Anfangsstadium mit Minisymptomen bemerkbar machen.

Augensachen sind IMMER sehr ernst zu nehmen. IMMER!

Mein eigenes Pferd war im Oktober/November sechs Wochen in Hochmoor, ist zweimal operiert worden und stand zweimal auf der OP Liste für die Entfernung des Auges. Gott sei Dank konnte Dr. Neumann das Auge retten.

Das Anfangssymptom war harmlos. Es war minimal kleiner als das andere Auge und sah "müde" aus. DAs war´s.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

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