Pferd kaufen trotz arbeit?

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10 Antworten

Ich gehe 40 bis 44 Stunden in der Woche arbeiten. Ich gehe um 7 Uhr aus dem Haus, fahre am Stall vorbei und sehe nach ob alles in Ordnung ist. Gegebenenfalls packe ich Decke drauf oder mache sie ab (meine Stute hat Arthrose und ist sehr schwerfuttrig), öffne die Wiese oder ähnliches. Dann arbeite ich bis 17 Uhr. Meist habe ich Stallkleidung am Stall sodass ich direkt nach der Arbeit zum Stall kann. Dann äpple ich ab, miste, fülle das Heu auf, hole meine Stute, putze sie, arbeite sie, füttere sie. Dann darf sie wieder auf den Paddock. Ich bin zwischen 18 und 21 Uhr dann zu Hause. Je nachdem was ich alles am Stall machen muss. Dann muss ich noch Hausarbeit machen ;)

Am Wochenende habe ich natürlich mehr Zeit.

Ja, es ist manchmal anstrengend aber ich liebe mein Leben so wie es ist. Für mich ist ein Tag ohne Stall und Pferd kein Tag. Dann fehlt mir etwas.

Für Leute die gerne mehr "Luft" hätten gibt es ja auch noch Vollpensionsställe. Ich habe meine Stute in Eigenregie.

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Ich kenne eigentlich keinen Pferdebesitzer, der nicht arbeiten geht - irgendwo muss ja schließlich das Geld für das Tier herkommen :-)

Am wichtigsten ist für mich ein Stall, wo ich mein Pferd gut versorgt weiß. Der Stallbesitzer erkennt Kranhkeiten oder Anzeichen für ein mangelndes Wohlbefinden meines Pferdes und kümmert sich SOFORT darum, hat einen guten Draht zu Tierärzten, die im Bedarfsfall auch SOFORT kommen, kennt sich mit Fütterung etc. aus und das Pferd bekommt immer das, was es braucht in ausreichender Menge.

Ist mir deshalb so wichtig, weil alles schon anders erlebt - Stallbesitzer, die einem im Krankheitsfall eine SMS schreiben, anstatt direkt anzurufen, die nur einen Tierarzt an der Hand haben, der extrem unzuverlässig ist und erst nach Stunden kommt (über die Gründe kann man ja leider auch nur spekulieren etc.).

Mein Pferd stand wegen besonderer Umstände auch mal in einem Stall, wo ich nur am Wochenende hinkonnte. Da ich aber vorher Jahrelang jeden Tag beim Pferd war, hat dies unserem Vertrauensverhältnis keinen Abbruch getan, das Pferd wurde jeden Tag optimal versorgt und hatte ausreichend Bewegung (es war noch in der Ausbildung und wurde dementsprechend von einem guten Reiter bewegt). Jetzt habe ich meinen Wohnort geändert, sodass ich auch wieder unter Woche zum Pferd kann (mal eben 350 km vom früheren Wohnort weggezogen).

Reitbeteiligung käme für mich nicht in Frage. Mein Pferd ist so untergebracht, dass es mich nicht für sein "Glück" braucht.

Dann klappt es auch mit der Arbeit. Man muss sich halt auch darüber im klaren sein, dass man andere private Termine leichter absagt, wenn sie einem nicht wirklich wichtig sind, und auch die Familie es nicht so gut aufnimmt, wenn man ständig nur beim Pferd hockt. Hat man ein gutes Verhältnis zur Familie, wird sich ein Gleichgewicht finden. Wichtig ist, finde ich, auch die finanzielle Unabhängigkeit, dass man sich eben auch wirklich so ums Pferd kümmern kann, wie man das möchte, ohne Abstriche machen zu müssen oder - wenn man finanziell auf Hilfe angewiesen wäre - hier noch mal zwischen "Finanzier" und Pferd "pendeln" zu müssen....

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Ich gehe jeden Tag arbeiten und zwar nicht nur 38,5 Stunden in der Woche. Ich kenne auch nur voll arbeitende Pferdebesitzer. Die nicht arbeitenden Ehefrauen reicher Männer sind selten gesäht.

Natürlich geht das, man muss sich halt organisieren. Natürlich kann man nicht alles haben. Man kann also nicht zum Pferd gehen, dann noch ausgehen, shoppen, ins Kino, andere Sportarten treiben, ins Fitnesstudio. Man muss schon Prioritäten setzen. Äh ja, und die Wohnung sieht auch selten so aus, dass man am offenen Herzen in ihr operieren kann.

Wenn man das nicht kann oder will, dann sollte man sich kein Pferd halten. So einfach ist das. Mein Pferd steht nicht in einem VP Stall, wo einem der Allerwerteste hinterhergetragen wird. Ich muss täglich auch noch selbst misten, Weide abäppeln, Futter bereitstellen. Wenn ich Gas gebe und nicht nebenbei noch schwatze, dann brauche ich für diese Arbeiten ca 45 Minuten. Und dann kommt noch das Reiten des Pferdes.

Es geht sehr wohl. Aber nicht zusätzlich um Fitnesstudio, Disco, Kino, und was man sonst noch alles machen könnte.

Ein Pferd zu haben ist durchaus eine Lebensentscheidung. Das vergessen viele Leute.

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Morgens aufstehen - Frühstücken - zur Arbeit.

Dann Arbeit - den ganzen Tag bis 16 - 17.00 Uhr dann entweder direkt zum Pferd (meistens) oder erst nach Hause und um 18.00 Uhr zum Pferd.

Putzen, Satteln, Reiten, Putzen, Füttern - auf Koppel entlassen - normal 2 Stunden. 18, 19 oder 20 Uhr nach Hause.

Wohnung aufräumen, nebenher kochen - essen - 20 Min. Fernsehen und ab ins Bett.

Wochenende - oder Freie Tage - gleich Morgens in Stall und das lange - 4 bis 5 Stunden. Mittags Wohnung und Wäsche.

So war es bei mir, als ich gearbeitet hab. Pferd war in Offenstallhaltung mit Vollversorgung. Also wenn ein Tag nicht ging - dann eben nicht zum Pferd.

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Reitbeteilgung wäre ich auch immer vorsichtig..wer sich dadrauf wirklich verlässt, ist verlassen ;)

Zwar spare ich mir den Weg von Arbeit/Zuhause zum Stall, weil ich dort eh arbeite, aber meinen Kram muss ich eben außerhalb meiner Arbeit machen, daher bleibts sich wohl fast gleich..aber ehrlich gesagt, wie jemand, der um 16 Uhr Feierabend hat, sich jeden Tag mit Freude ums Pferd kümmern kann, weiß  ich auch nicht. Es ist ja immer ein Muss, ebenso verpflichtend beinahe, wie man morgens zur Arbeit gefahren ist. Man kommt da nicht drumrum, außer man bezahlt ein paar Mal die Woche das Personal dafür, wenn man wirklich ein paar Tage komplett frei machen will. Aber die meisten, die ich kenne und die sich komplett selber jeden Tag kümmern, haben tatsächlich zum Tag sonstig verzieren nicht viel Zeit. Fahren nach der Arbeit nur kurz heim oder direkt zum Stall, sind dann mind. 1,5 Std da...danach schnell die Dinge, die so gemacht werden müssen, wie einkaufen, Wohnung fertigmachen usw., und danach sind sie froh, wenn sie den Tag nicht weiter verzieren sondern die Füße hochlegen können. Muss man halt gut überlegen, ob man das will. Wer da Zeit sparen will, der kann die Zeit nur sparen, indem er eben mal nicht reitet oder so, aber dafür hat man ja eigentlich kein Pferd. Wer in Vollpension steht, der kann eigentlich auch  mal nen Tag blau machen, das Pferd wird ja grundversorgt.

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Du mußt entweder Zeit und Kraft oder Geld haben, um ein Pferd zu halten.

Wenn du es in einem vertrauenswürdigen Stall einstellen kannst, mußt Du reich sein. Wenn nicht, mußt du Dir überlegen, ob du jeden Tag 3 Stunden Zeit übrig hast für das Pferd. ( und Anfahrtswege mit bedenken - es passiert oft, dass der nächste Stall sich als unpassend zeigt und man das Pferd dann doch weiter weg stellen muss)

Dazwischen gibt es noch Varianten, wo das Pferd zum Teil mitversorgt wird. Alles , was ein anderer zuverlässig macht, mußt du eben zahlen...

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Kommentar von friesennarr
01.06.2016, 09:14

Mein Stall ist super und günstig, auch das gibt es.

Meine Pferde sind in Vollversorgung im Offenstall - ob ich komm oder nicht interessiert die nicht sonderlich, die sind rund um Happy und da hat immer jemand ein Auge drauf.

Ich gehe auch nicht jeden Tag - gerade deshalb weil ich weis, das es meinem Pferd auch ohne mich gut geht.

Wir haben auch Wochenendpferdehalten. Die kommen ein mal unter der Woche vorbei und reiten nur am WE - in einem Offenstall, wo die 24 Stunden Bewegung haben - gar kein Thema.

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Ich arbeite momentan im Hauptjob ca 50h/Woche und nebenher auch nochmal 5-10h, das schwankt immer... auch wenn ich ein extremer Morgenmuffel bin (es wär so super wenn das ganze öffentliche Leben erst um 10 losginge...), steh ich möglichst früh auf, damit ich dann auch recht bald wieder aus der Arbeit kann. Meist fahr ich unterwegs zum Pferd, oft geht sich nur ein kurzes Hallo und Füttern aus, aber so 2-3x pro Woche schaffen wir es dann doch auch auf den Platz oder ins Gelände. Im Sommer natürlich öfter als im Winter, einfach weil es länger hell ist ;-) Dann heim, was kochen, essen, auf der Couch einschlafen und irgendwann ins Bett fallen...

Aber: Es stimmt schon, mein Privatleben besteht zu 70% aus Pferd und wenn nicht-Pferde-Leute was von mir wollen müssen sie sich rechtzeitig ankündigen :) Spontane Besuche sind bei mir eher nicht drin weil ich wenig zuhause bin. Allerdings hab ich Freunde, die das akzeptieren und wissen, wo das Pferd wohnt, dann trinken wir eben Kaffee während wir auf der Raufe sitzen.

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Es ist schon hart - aber wenn ich dann so Momente mit meinem Pony habe, wie heute, dann weiß ich genau, dass es sich lohnt.

Zugegeben - ich bin auch nicht jeden Tag da. Ich habe sogar 2 RBs - eine kommt aber nur 1x die Woche und ich bin dann auch oft noch da. 

Es ist anstrengend, gerade wenn man von einem stressigen Arbeitstag kommt.. Aber dann gehe ich halt ausreiten und galoppiere mir die Seele frei ;) Oder ich schaue im Prinzip nur, ob alles in Ordnung ist und lasse ihn laufen. 

Mir persönlich wäre die Arbeit im Schichtdienst lieber, mich hats ins Büro verschlagen - thats life. So ist das ganze dann halt doch etwas eintönig... bis 17 Uhr arbeiten, ab nach Hause, umziehen, los zum Pony und was machen. Im Schichtdienst ist man da meiner Sicht etwas flexibler ;) 

Machbar ist es auf jeden Fall, sonst gäbe es auch nicht so viele Pferdehalter - denn: Pferde sind teuer und das Geld muss ja irgendwo her kommen. 

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Kommentar von Luckydanger
01.06.2016, 00:33

Kann man pauschal sagen wie oft man im minimum zum stall muss ?

Dass hört sich bestimmt was blöd an ,aber eine andere frage stellung fällt mir dazu nicht ein ..

ich würde aufjedenfall am wochende in den stall gehen..

und auch mindestens 3 mal in der woche ..

Dann wären da aber noch die 2 anderen tage...

Sucht man sich dann für die tage eine reitbeteilligung oder wäre es auch eine möglichkeit dass es dann mal einen tag bei gutem wetter aufs paddock kommt?

ich möchte mir dass alles ganz genau überlegen,damit mein zukünftiger liebling ,es natürlich gut bei mir hat

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Mal ganz ehrlich: Wenn ich schon im Vorfeld weiß, dass ich keine Zeit für ein Tier habe, dann lege ich mir gar keins erst zu. Für mich persönlich ist das ein no-go, mein Pferd die ganze Woche  von  jemandem anderes versorgen zu lassen. Wie soll das Pferd denn zu Dir vertrauen aufbauen,  wenn Du dich nur am Wochenende im Stall sehen lässt?

Belasse es bei Freizeitreiterei und suche Dir einen Hof,  wo du am WE reiten gehen kannst.

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Kommentar von Luckydanger
01.06.2016, 09:22

Ich bin die Woche 2 mal Reiten und manchmal am wochenende.

ich habe zeit ich wollte einfach mal wissen wie andere dass Meistern..

WEIL MAN SICH KEIN TIER ZULEGT WENN MAN KEINE ZEIT.

dass hast du richtig erkanntt,ich stehe hinter deiner aussage.

Dass im Sommer wenn es knapp 35 grad beträgt ich mein Pferd in der Prallen Mittagssonne mit Gallop arbeiten durchlässig schuften lassen würde ,ist unsinnig,daher meiner Aussage ,mit dem Paddock benutzen ( natürlich wenn dasss wetter nicht zu schlecht ist ebenfalls )

wenn du auf die aussage paddock deine Antwort gegeben hast...

Ich könnte es mir aber so vorstellen dass WENN ich mir ein pferd zu lege ,ich probieren würde so gut wie jeden Tag zu ihm zu gehen,da eine Reitbeteilligung ,sachen hinter dem rücken der anderen machen kann,die vielleicht den Pferdebesitzer ärgern würden,kann man meiner Meinung dazu auch nicht sagen ob eine Reitbeteilligung als so gut wäre ,mal abgesehen davon dass meine Reitbeteilligung wenn sie nicht so gut wäre eventuell dass pferd Verreiten würde..

es ist schwer eine gute ,zuverlässige ,und ehrliche Reitbeteiligung zu finden.

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Du könntest dir auch eine Reitbeteiligung nehmen, die dich dann etwas entlastet☺
Lg. Titus112

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Kommentar von Viowow
31.05.2016, 22:42

mit einer reitbeteiligung rechnen funktioniert nicht. man kann sich natürlich eine nehmen, aber man sollte es auch allein packen.

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Kommentar von Luckydanger
31.05.2016, 22:50

Das man dass kann ist mir klar.

Ich möchte aber gerne wissen wie andere dass Meistern trotz Arbeit 

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