Pferd ist beim Reiten unmotiviert?

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5 Antworten

Vllt übertreibst du? Im wahrsten Sinne des Wortes? Viele triebige Pferde werden durch ständiges Schenkel ran noch stumpfer, da hilft die Gerte (natürlich nicht schlagen, aber ruhig mal anstippen). Dafür würde auch sprechen, dass es an der Longe besser klappt. 

Es kann auch einfach sein, dass dein Pferd auf Halle bzw. reiten in der Halle 0 Bock hat - gerade, wenn es sonst gut läuft. Vllt muss es immer das gleiche abspulen? 

Und selbst wenn alles passt - wie du schreibst, Sattel, Hilfen,... - liegt es bei sehr vielen Reitern am Sitz. Beine ran und steif im Rücken, evtl. auch noch Hohlkreuz, machen das Pferd zu. Der Brustkorb kommt nicht ans Schwingen, somit auch nicht der Rücken. Dazu evtl. noch unpassende Zügelführung - schon ist es für Pferdchen eher unlustig. 

Arbeite mit jemandem, der deinen Sitz korrigiert bzw. lass dich mal filmen, dabei siehst du evtl. direkt selbst, wo bzw. ob es da irgendwo hakt.

Erstmal danke für deine Antwort. Ich habe eine sehr sehr sehr gute Trainerin, bei der ich einmal die Woche Unterricht nehme. Andere Pferde kann ich auch problemlos reiten, aber er ist so bei JEDEM, der sich draufsetzt, deshalb weiß ich ja nicht, woran es liegt

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Für mich klingt es auch, als ob dieses Problem reitergemacht ist,

An der Longe kann er sich am longenführer orientieren, im Gelände sind die meisten Pferde frischer. 

Was ich sehr sehr bedenklich finde ist, dass auch Hilfen wie galopphilfen nicht angenommen werden. Da liegt schon etwas drastisch im Argen, was ja quasi nicht mehr unter einfaches 'rittigkeitsproblem' fällt denke ich.

Du sagst ihr arbeitet an der Anlehnung, auch wenn er so läuft? Ohne dass du ihn von hinten nach vorne reiten kannst? Sicher dass er wirklich in Anlehnung ist und dass du nicht vorne viel zu viel machst, die Hinterhand weit weit hinterherläuft, und du ihn so auch blockierst? Meiner Meinung nach solltest du ersteinmal das motivations und allgemeine vorwärts-Problem lösen ehe du anfängst an der Anlehnung zu arbeiten.

Wer beurteilt ob du alles korrekt machst? Wer leitet dich an?

Ohne das Pferd und dich zu sehen würde ich da jetzt keinen Rat zum ausprobieren geben, zu drastisch sind die Probleme beim reiten. Lasse dir von jemandem professionellen zuschauen und raten, schonmal probiert einen bereiter draufzusetzen? Einen dressurtrainer dazugeholt? 

Was sagt dein jetziger Trainer?

Erstmal danke für deine Antwort. Ich habe eine sehr sehr sehr gute Trainerin, bei der ich einmal die Woche Unterricht nehme. Andere Pferde kann ich auch problemlos reiten, aber er ist so bei JEDEM, der sich draufsetzt, deshalb weiß ich ja nicht, woran es liegt :/

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@GERequestrian

Hat es denn überhaupt mal funktioniert? 

Hat das Pferd eine genügende Ausbildung um das so umzusetzen was verlangt wird? Klappen die Sachen im Gelände? 

Hast du dir trotzdem mal eine zweite Meinung eines anderen guten Trainers eingeholt? ZB auf einem Lehrgang. Vlt passt der Ansatz deiner Trainerin nich auf dein Pferd. Das kann vorkommen, 

Hast du andere Reiter mal so für einmal draufgesetzt oder auch mal dein Pferd für eine längere Zeit in beritt geschickt?( Zu jemandem professionellen)

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Also wie gesagt er macht das immer. Er hat Spaß an der Arbeit, das merkt man trotzdem irgendwie, einfach komisch zu beschreiben :D Aber wenn wir etwas neues ausprobieren, ist er eifrig dabei und macht toll mit, nur das Tempo ist einfach zu langsam... Er kommt aus schlechter Haltung, wir haben vermuten, dass das daher kommt. Daher hat er auch ein Dominanzproblem, was wir aber vom Boden aus gut in den Griff bekommen haben.

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Vielleicht habe ich das oben auch etwas zu dramatisch formiert. Es ist keine Katastrophe, aber ich würde mir einfach ein bisschen weniger triebig wünschen :-)

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-Pferde haben genauso Neigungen wie wir Menschen. Der eine mag schon in der Schule nicht lesen, der andere haßt Mathe, der nächste findet Chemie gräßlich. Genauso gibr es Pferde, die gerne Springen, welche, die Super im Gelände sind und andere, die im Viereck gern mitmachen - und andere eben genau das  nicht !

-Möglicherweise hat das Pferd auch körperliche Beschwerden, die nicht so ausgeprägt sind, dass der Tierarzt was findet. Diese machen sich im Gelände nicht bemerkbar, und an der Longe werden  sie vom Pferd kompensiert, weil es da kaum eine Chance hat, sich zu entziehen.

-Noch eine Möglichkeit ist, dass das Pferd in der Bahn mal sauergeritten wurde und dann kriegt man das nur sehr schwer wieder hin.

- Vielleicht könnte es auch sein, dass dem Pferd der Boden im Viereck. Icht behagt.

- Anlehnung ohne Hinterhandaktivität? Hört sich nach einer ungünstigen Reitweise an. Mal krass ausgedrückt " vorne ziehen und hinten treten". Möglicherweise hast du einen Reitlehrer, der da zu wenig acht  gibt - was vielen anderen nichts ausmacht, aber dies Pferd möchte korrekt geritten werden. Wechsle doch probehalber mal den Trainer.

Also wie gesagt er macht das immer. Er hat Spaß an der Arbeit, das merkt man trotzdem irgendwie, einfach komisch zu beschreiben :D Aber wenn wir etwas neues ausprobieren, ist er eifrig dabei und macht toll mit, nur das Tempo ist einfach zu langsam... Er kommt aus schlechter Haltung, wir vermuten, dass das daher kommt. Daher hat er auch ein Dominanzproblem, was wir aber vom Boden aus gut in den Griff bekommen haben

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Vielleicht habe ich das oben auch etwas zu dramatisch formiert. Es ist keine Katastrophe, aber ich würde mir einfach ein bisschen weniger triebig wünschen :-)

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@GERequestrian

Perfekt sitzen, " schmeichelnder Sitz, atmender Schenkel, flüsternder Zügel". Sicherstellen, dass man das Pferd niemals stört. Und nd dann hochkonzentriert imulsreiten. Immer sofort nachlassen,wenn das Pferd lauft, und sofort 

Impuls geben, wenn es auch nur eine Spur langsamer wird.

Und ganz viele Übergänge reiten, und viele Wechsel zwischen grade und Bogen.

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Das mit dem Impulsreiten und so mache ich mit meiner Trainerin sehr intensiv im Unterricht, da achtet sie sehr stark drauf, was ich auch mehr als gut finde :) Übergänge und Linienwechsel sind gute Ideen, werde ich morgen gleich mal ausprobieren :) Ja... ich brauche immer mal solche Denkanstöße ... :D

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Danke!

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@GERequestrian

Heklamari hat hier kürzlich ( bei einer Frage zum Soringen) ein entsprechendes Programm vorgestellt.Ich erlaube mir mal den Versuch, es auszugsweise wiederzugeben:

Schritt- am We Punkt antraben, zügig durch die ganze Bahn wechseln, am We wieder Schritt, das gleiche nochmal andersrum.

Große Volte im Schritt in der Ecke, daraus antraben...

Das Prinzip ist klar? Kurze Reprisen, immer wieder aus Wendungen heraus antraben, sehr viel Abwechslung, damit das Pferd hellwach sein muss und, weil jeden Moment was kommt.

Dies aber nach Plan, damit du dich nicht selber ausbremst durch die Überlegung, was du als nächstes machen willst.

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Ok, vielen Dank. Das Prinzip habe ich verstanden und werde es heute mal umsetzen :-)

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 das Reiten wird dadurch leider richtig anstrengend

Weil du so viel treiben musst?   
Genau das solltest du bei deinem Pferd lassen. Ein mal deutlich treiben und dann über den grünen Klee loben, sobald es auch nur minimal reagiert und gleichzeitig komplett alle treibenden Hilfen einstellen! 

Nur so gibst du dem Pferd die Möglichkeit, überhaupt auf den Gedanken "Das ist total gut, wenn ich darauf so reagiere" zu kommen. 

 wir arbeiten auch an der Anlehnung und das klappt schon alles sehr, sehr gut. 

Wie definierst du Anlehnung? Wenn Takt und Losgelassenheit noch nicht da sind, kann es auch keine Anlehnung geben.

Ansonsten klingt es schwer danach, dass der Reiter selbst das Problem ist, denn ohne scheint es zu klappen. 

Erstmal danke für die Antwort :) Ich lerne bei meiner sehr guten Trainerin genau dieses Prinzip mit dem Impulstreiben, jedoch zeigt er wenig Reaktion dabei :/ Er kommt aus schlechter Haltung und wir denken, dass es daher kommt. Sein Dominanzproblem haben wir aber schon vom Boden aus in den Griff bekommen und jetzt erhoffe ich mir ein paar Tipps, wie ich ihn ein bisschen "in Schwung" bringen kann. Allgemein hat er Spaß an der Arbeit, nur das Tempo fehlt eben ein bisschen. Es ist jetzt aber auch keine Katastrophe, vielleicht kam das oben auch zu dramatisch rüber. Ich möchte nur, dass er ein bisschen weniger triebig ist :)

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Mach mal Stangenarbeit. Galoppier mal eine Länge der Halle und geh dann in den Trab. Lass ihn laufen

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