Pferd in der Zukunft?

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9 Antworten

In fast jedem Beruf kann man sich weiterbilden. Wenn man gut ist in dem, was mas man macht, ehrgeizig und fleissig ist, Sozialkompetenz besitzt  und auch noch einfach Glück hat, kann man es in sehr vielen Berufen zu was bringen. Und wegen der Zeit, dass ist oft eine Sache der Organisation. Für Menschen, die mit gutem Organisationstalent begnadet sind, scheint der Tag immer irgendwie mehr Stunden zu haben als fur andere....

Und es kommt immer mehr auf die Gesamtsituation an. Lebst Du auf dem Lande und hast selber Stall und Wiesen, sieht es ja ganz anders aus als wenn du in der Stadt lebst, wo Du teuren Stall und/oder Zeit und Geld fur Fahrtkosten brauchst. Wie teuer Du selber wohnst - wie Dein. handwerkliches Geschick ist. Wenn du fur jeden tropfenden Wasserhahn und dergleichen eine Firma beauftragen mußt, verbraucht sich dein Lohn schon ganz anders.

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Kommentar von Urlewas
19.04.2017, 22:45

Danke fur den Stern💫

Freut mich, dass meine Antwort dir gefallen hat.

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zeit kann man sich quais generieren. wenn man das wirklich will.

die zeit, die man ins pferd investiert ist hobby. hobby ist keine arbeit. alle arbeit rund ums pferd, wie anstrengend sie teils auch sein mag (von äppel ablesen, nesseln und disteln ausmähen, herbstzeitlose rupfen, ausmisten, stall reparieren, futter organisieren, heu machen...) ist für den pferdehalter abwechslung vom alltag und erholung.

unser pony hat damals etwa 50DM monatlich gekostet.

mein vater hatte einen arbeitstag von rund 12-14 stunden.

inklusive schulweg und hausaufgaben war ich im schnitt etwa 10 stunden am tag belegt (am samstag 6 stunden - wir hatten samstags noch schule!)

die kosten habe ich mir mit meinem vater sozusagen "geteilt". ich habs abgearbeitet (ware etikettieren und einräumen, kunden beliefern, schaufenster dekorieren, schilder malen, bei der inventur helfen...) - oh - und ein bis zweimal die besondere freude - nämlich beim schafe scheren helfen ;-))

heu haben wir per hand selber gemacht: mit der sense mähen,  wenden, harken, häufeln, wieder verteilen, auf einem holzgestell nachtrocknen. nebenher lernt man dabei ziemlich nützliche sachen - auf unserm mini heuboden von wenigen quadratmetern war nämlich nicht viel platz und die hälfte von unserm unterstand-stall brauchten wir fürs stroh (vom bauern nebenan)... also hab ich heu "stopfen" gelernt und ich gehöre zu den (heute sehr seltenen) leuten, die noch eine wetterfeste "heumiete" im freien bauen können.

meinen reitunterricht habe ich mir durch mithilfe im reitstall verdient - dafür war nämlich kein geld mehr da - die eltern legten die priorität auf bildung und die schule auf die ich ging, kostete schulgeld. häufig genug hab ich meine hausaufgaben mittags im stall gemacht, weil der nämlich viel näher an der schule war, als das zuhause. zur schule waren es rund 10km - wann immer das wetter einigermassen war, mit dem rad gefahren - damit war ich flexibler und hab geld gespart.

die 8km zur hufbearbeitung bin ich geritten - geld für die anfahrt gespart. und wir haben bloss 10DM für die bearbeitung bezahlt, weil ich dem schmied immer wenn er am reitstall war die pferde aufgehalten hab. auch bei sowas lernt man nebenher eine menge.

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leute, die pferde haben, haben keine "wartezeiten", denn diese spannen werden mit sinnvollen tätigkeiten gefüllt, die man sonst hintendran hängen müsste.

ich glaube, das erste mal langeweile hatte ich in meinem leben mit mitte 20 XD

in der regel sind diese leute auch improvisationsfähig, handwerklich geschickt und flexibel in ihrer denkweise.

oder sie sind halt reich ;-))

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Kommentar von Crassiella
03.03.2017, 12:47

Es ist sehr lobenswert,was du alles für das (Hobby) gegeben hast in klar ist es nie "langweilig," wenn man ein Pferd hat, aber ich glaube,wenn ich SO VIEL sparen müsste und halt das SO krass ist,würde ich irgendwann den Spaß daran verlieren, dass ist Ja total belastend...

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Kommentar von hikaru7
19.04.2017, 22:47

vielen Dank^^es war wirklich interessant das durchzulesen und  vor allem sehr informativ . durch deine erfahrungen die du sehr gut beschrieben hast kann ich mir jetzt besser vorstellen wie es war ein eigenes pferd zu haben.
ob das immer noch so ist? klingt auf jedenfall nach sehr viel arbeit .

LG hikaru7

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Verzicht, Verzicht, Verzicht.

Du musst lernen sparsam zu sein und diszipliniert. Kommt halt sehr drauf an welche Prioritäten man so hat. Naja und Zeit.... die meisten Freizeitreiter sind doch grade 2- mal die Woche beim Pferd. Viele haben noch eine RB oder mehrere und dann läppert sich das eben. Die Leute die ich so kenne sin im Allgemeinen Therapeuten, Angestellte, Erzieher oder Krankenschwester/ Pfleger. Also keine Oberärzte etc

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Jeder Beruf, bei dem man etwa 500€ mehr hat, als man zum Leben braucht. 

Zeit hat man bei fast jedem Beruf.

Allerdings müssen sowohl was Zeit als auch Geld angeht andere Dinge kürzer kommen - kein teures Auto, ein Urlaub pro Jahr weniger, nicht ständig essen gehen usw - dann geht das auch mit einem "Durchschnittsjob". 

Normalerweise arbeitet man 8 Stunden pro Tag. Danach kann man an den Stall fahren. Ist kein Hexenwerk, versprochen. 

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Kommentar von AnonymTiger
02.03.2017, 22:15

Ja, mich regt immer total auf, dass alle immer fragen, ob wir reich sind, nur weil ich reite und in nach dem Abi ein Pferd bekomme. Ich meine, mann muss sein Pferd ja nicht in einem Stall mit Solarium, Aquamariner usw. unterstellen, man braucht auch nicht tausend Müslis und zusatzfutter, bloß Heu, Weiden, Mineralfutter, und im Winter Hafer. Außerdem einen Stall, da gibt es auch welche mit 200€ Miete, Heu und Gras inkl

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Viele teilen sich die Arbeit und die Kosten, die die Haltung eines Pferdes mit sich bringt. Reiter und die Lenker von Pferdekutschen tun, ähnlich wie die Eigentümer von Fahrzeugveteranen, ALLES um ihr Hobby so lang und so oft wie nur möglich, auskosten zu können

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Kommentar von Urlewas
03.03.2017, 12:55

Sollte man meinen...

Nur funktioniert das bei Reitern leider kaum. Sich ein Pferd zu teilen, funktioniert schon unter Geschwistern kaum,  und unter Fremden gar nicht. Ein wenig von den Kosten aufzufangen, wird zwar manchmal über Reitbeteiligungen versucht. Aber wer keine Eigentumsrechte hat, ist natürlich auch nicht bereit, wirklich Verantwortung zu tragen.

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Das kommt immer darauf an und wo dass Pferd eingestellt werden kann. Ich kenne Leute die verdienen durchschnittlich. Jobben nebenbei, verzichten auf Urlaubsreisen, billiges kleines Auto, einfachste Bekleidung, keine sonstigen Hobbys, nicht auswärts essen gehen. Also Verzicht auf sämtlichen Ebenen um sich ihr Pferd leisten können.

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Kommentar von Urlewas
02.03.2017, 22:56

Genau so lebe ich, um mir Reitstunden leisten zu können. Von einem eigenen Pferd bin ich damit noch weit entfernt. 

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Ich habe Mathematik studiert und arbeite Vollzeit in der klinischen Forschung, mein Mann arbeitet in der Automobilbranche. Wir haben 2 Ponys, mit denen ich Kutsche fahre, und einen Trakehner, den mein Mann reitet. Das geht trotz Vollzeitjob, man muss es nur wollen und nicht gerade einen Beruf haben, wo man viel reisen muss.

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Es ist ein intensives Hobby. Geld ist grad gar nicht so schlimm, aber Zeit braucht es. 

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Kommentar von Urlewas
03.03.2017, 13:14

Wie, Geld ist grad nicht so schlimm?

Na dann her damit 🤑!

Ein paat hundert Euro jeden Monat, kein Problem? Fur wen?

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Vieeelen dank für eure Antworten :) ich hab mir alles durchgelesen. Ihr habt mir wirklich geholfen und es ist schwer die "hilfreichste antwort" zu bestimmen. es ist auch interessant was ihr für erfahrungen gemacht habt. also nochmal danke^^

LG hikaru7

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