Pferd in Rente noch bewegen?

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9 Antworten

Was ist für dich ein Renter?

Also für mich bedeutet das, ein Pferd kann aufgrund einer Krankheit und hohem Alter nicht mehr geritten werden. Dann kann man (je nachdem was für eine Krankheit es ist) eigentlich alles am Boden machen. Einfachere Zirkuslektionen, spazieren gehen, korrekt longieren,...

Nur weil ein Pferd alt ist, muss man nicht aufhören es zu reiten. Klar muss darauf geachtet werden, dass man dem Pferd nicht zu viel zumutet. Meine Reitlehrerin hat ein 26 Jahre altes Pferd mit dem sie genauso Sachen macht wie mit ihrem 9 Jährigen.

Wie gesagt, solange keine Gesundheitlichen Einschränkungen da sind kann ein Pferd in jedem Alter geritten werden. Je nach Krankheit muss dann das Training natürlich angepasst werden, aber da wird dann (hoffentlich) der Tierarzt auch was dazu sagen.

MontyReiter

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Kommentar von Cookie5309
01.02.2016, 18:28

Ich frag nur, weil jemand aus meinem Stall meinte, sie wolle ihre Stute mit 25 in Rente schicken, obwohl sie super mit ist, meinen würde ich noch lange nicht in Rente schicken

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Kommentar von MontyReiter
01.02.2016, 20:40

Ein noch gesundes Pferd in Rente zu schicken finde ich Schwachsinn aber soll jeder selbst wissen.

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mir ist ein pony bekannt, das ist um die 34 und "schleicht" sich allein mit auf den trailer - das will mit und hält gar nichts von rente.

aus einer glaubwürdigen quelle weiss ich von einem pony, das ist 48 jahre alt geworden - es ist bis an sein lebensende im betrieb gegangen. wenns nicht mit einem kind auf dem rücken den weg auf und ab zockeln durfte, war es unglücklich - oder hat sich losgemacht und ist einfach mitgegangen.

die ältesten mir bekannten "voll berufstägigen" schulpferde waren ein norweger und ein fjordpony - beide weit in den 30ern.

mein eigenes pony hat nach einer fast tödlichen vergiftungsrehe (fremdfütterung mit eiweisspellets) von einem auf den andern tag das gnadenbrot bekommen. er konnte fast nicht mehr laufen, ist oft gestolpert und gefallen. durch einen nervenschnitt hatte er wenigstens keine schmerzen in den beinen. da war er erst 15.

es gibt pferde, die sind "rüstige" rentner und es gibt pferde, da geht fast nichts mehr. den rüstigen rentner fordert und fördert man im rahmen seiner fähgikeiten mit vernunft. bei krankheits- und verletzungsbedingter rente muss man abwägen: hat das pferd noch lebensqualität oder ist seine zeit gekommen?

jedes pferd ist ein individuum. 

allerdings: ein rentnerpferd würde ich nicht mehr ohne sattel reiten und auch nicht mehr schwer ziehen lassen, egal, wie "fit" es noch wirkt.

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Na ja, Pferde sind ja nicht von heute auf morgen alt und gehen in Rente. Sie werden langsam älter und gebrechlicher, haben ihre Wehwechen.

Da passt man das Arbeitspensum im Laufe der Zeit eh an. Solange sie im Training sind und regelmäßig bewegt werden, macht man das, was man immer macht, aber auf die "gemütliche" Tour.

Manche Pferde freuen sich auch noch über einen gemütlichen Ausritt, der sicher auch mal Galopp beinhalten darf. Es kommt darauf an, wie ihre Tagesverfassung ist.

Das ist wie mit einem alten Menschen. An manchen Tagen kann er noch gut gehen, an anderen Tagen braucht er einen Stock oder den Rollator.

Gar nichts mehr machen würde ich mit Pferden, die schon eine Weile auf dem Altenteil stehen, sich an ihr Leben mit anderen Rentnern gewöhnt haben.

Diese Aussagen treffen für Pferde zu, die allmählich älter und gebrechlicher werden. Bekommt ein Pferd im Alter Arthrose, dann geht das Meiste nicht mehr. Spazieren gehen ist dann vielleicht noch o.k. Ich wäre sogar mit dem Longieren vorsichtig, weil sie einfach unkontrolliert stolpern und fallen können. Auch Zirkuslektionen würde ich ihnen nicht mehr beibringen wollen. Das setzt allerdings eine artgerechte Unterbringung voraus. Artgerecht heißt in diesem Fall artgerecht für ein Arthrosekrankes Pferd mit viel Bewegungsmöglichkeit (am liebsten 24 Stunden am Tag).

Meine Trakehner Stute wurde 34 und stand wegen starker Arthrose 15 Jahre auf einem Gnadenhof auf riesigen Weiden. Die habe ich nicht mehr bewegt, das tat sie ja dort täglich selbst. Da hätte ich auch keinen Sinn darin gesehen.

Sie sollte sich dort wo sie war wohl fühlen, an die Menschen binden, die sie täglich versorgt haben und noch ein schönes Leben haben. Das hat funktioniert.

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Hallöchen,

also ich denke als "Rentner" kannst du ihn immer noch bewegen. Ich denke es ist gut das Pferd noch zu bewegen. Damit sich seine Muskeln nicht versteifen. Wenn es noch fit genug ist, und Lust hat kannst du doch auch etwas spielerisches machen. Bewegung tut gut👍

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Kommentar von Cookie5309
01.02.2016, 21:15

Das dachte ich mir auch :) Danke 😊

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Ich war einmal bei einem Reiterhof und da waren die Schulpferde auch schon 20+ und sind noch fit gewesen.

Hängt eigentlich von der Muskulatur ab. Du müsstest eigentlich ca. selbst einchätzen können was dein Pferd noch aushält und was nicht. Aber nachdem dein Pferd 20Jahre alt ist, müsste es eigentlich noch nicht in Rente gehen, aber es kommt immer darauf an. Bodenarbeit,Kunststücke,Longieren,spielen, gemeinsam abhängen, dir stehen eigentlich trotzdem sehr viele Möglichkeiten zur Verfügung.

Beim Reiten ohne Sattel ist es wichtig, es nicht zu übertreiben, da ein Punkt vom Rücken stark belasstet wird. Der Sattel gleicht den Druck aus, aber wenn es nicht jeden Tag 4Stunden oder so passiert müsste es ganz gut klappen. ;) Aber das war ja nicht die Frage.

Ich hoffe ich konnte dir und deinem treuen Gefährten irgendwie helfen.
 Viel Spaß noch ;)

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Kommentar von Cookie5309
01.02.2016, 18:25

Achso, nee ich wollte ihn noch lange nicht in Rente schicken, dazu ist er Viiiel zu fit 😊 Danke für die liebe Antwort :)

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es gibt auch da noch fitte rentner . unsere conny war immerhin schon 32 und  es sind immer noch kinder mit ihr  geritten - schon langsam , aber bewegung tut ihnen gut, wenn sie nicht wirklich schmerzen haben.

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Kommentar von Cookie5309
01.02.2016, 17:14

Das ist ja schön, ein tolles Alter 😊 meiner ist jetzt 20, auch top fit. Ich hoffe er wird auch so alt :) Danke für deine Antwort :)

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Rente ist nicht gleich Rente. Das kommt darauf an in welche körperlichen Verfassung das Pferd ist.

Ich habe auch einen Opi, der seit ein paar Jahren auch in "Rente" ist. Bis vor kurzem bin ich ihn aber noch fast jeden Tag geritten, vor allem ins Gelände. Schritt, Trab und Galopp auch ab und an Ausritte von 2-3 Stunden. Das obwohl er Athrose hat und mittlerweile schon 28 ist. Wichtig ist immer auf die Tageform zu achten, an machen Tagen merkt man ihnen schon an das man lieber langsam machen sollte.

Leider hatte er im Herbst 2015 eine schwere Verletzung und ist seitdem im Trab und Galopp nicht mehr hunderprozentig lahm frei. Seit dem stehen vor allem Spaziergänge auf dem Programm, das braucht er auch denn der Kopf will noch nicht einsehen das der Körper nicht mehr so kann.

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Mein Pferd ist 20 und spielt mit anderen auf der Weide, wälzt sich täglich, wird 4-5x geritten mit einem Lammfell Pad, springt 20cm alle 14 Tagen mal 20min, wird longiert 1x die Woche mit 3min Richtung Wechsel für 20-25 min, geht 1x die Woche ausreiten mit mir. Er braucht das damit er locker bleibt und weil er früher 3-4 Stunden am Tag im schulbetrieb gelaufen ist. Wenn man als Mensch immer sportlich war, soll man es treiben auch im Alter. Bodenarbeit oder führen liebt er auch.

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Kommentar von Cookie5309
04.02.2016, 22:42

Mach ich mit meinem auch alles :)

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Ich habe eine 25 jährige pb die Arthrose hat und nicht mehr reitbar ist , aber ich mache alles (am boden) mit ihr:)

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