Pferd in Offenstall stellen, stress mit Ex-Besitzerin?

5 Antworten

Hy
Also meine alte RB War auch 22 und wir haben sie in einen offenstall gestellt weil es ihr einfach besser gefallen hatte.
Heute liebt sie es und will gar nicht mehr viel machen sondern nur mir ihren Kumpels auf der koppel stehen.
Also ich persönlich finde offenstall perfekt :)
Und was ich aber nicht ganz verstehe ist... es ist doch dein Pferd es kann ihr doch egal sein wo du mit ihr hin ziehst oder etwa nicht ? O.o
Vorallem wenn sie nur am meckern und belächeln ist würde ich mir gar nichts draus machen was sie dazu sagt ;)

Hallo JuliaHopp,

Ich habe schon öfter geschrieben, daß ein 24-jähriges Pferd eben noch nicht zum alten Eisen gehört. Solange noch Westernreiter bei der WCC (WM) mit 25-jährigen Pferden im Trail antreten-und gewinnen- verliere ich den Glauben noch nicht ganz.

Wenn ein Pferd in diesem Alter vom Training (vor allem Kopftraining) ausgeschlossen wird - dann wird es wirklich alt, verliert Kondition und wird nicht mehr gesunderhaltend gymnastiziert. Also: Weiter so, Du machst es richtig.

Ein Pferd in den Offenstall zu stellen ist etwas wirklich gutes für das Pferd. Das Alter in dem das passiert, spielt keine Rolle. Die "Senioren" bei uns auf dem Hof werden erst in den Offenstall für "Rentner" gestellt, wenn sie größere Probleme mit dem Bewegungsapparat haben. Dort sind sie ausnahmslos zufrieden.

Meine grundsätzliche Erfahrung mit Offenställen ist durchweg positiv. Die Pferde sind besser sozialisiert und klarer im Kopf. Ein kleiner Nachteil gegenüber Boxenhaltung ist der, daß dem Pferd u.U. die Herde wichtiger sein kann als Du (insbesondere in der Rosse), aber auch das läßt sich klären.

Das Problem mit der Vorbesitzerin ist etwas ganz anderes. Leider kann man nicht die ganze Welt retten.... Viele (zu viele) Pferdebesitzer haben Bodenarbeit nie gelernt und können auch nicht nachvollziehen, wie das Pferd und Reiter näherbringen kann.

Auch wenn das Verhältnis zwischen Euch vorher sehr eng war, ist es besser, den Kontakt abzubrechen. Auf Dauer wird sie immer versuchen Dich auf ihre Seite (ihre Ansicht) zu holen. Das wird auf Dauer für Stress sorgen. Dann lieber "ein Ende mit Schrecken" als ein "Schrecken ohne Ende". Da Du bereits Deinen eigenen Weg gehst (und das ist gut so..), solltest Du diesen Weg weiter gehen - auch wenn es persönlich schwerfällt-.

Du solltest das mit der Vorbesitzerin nicht ausdiskutieren. Es reicht, wenn Du ihr sagst, daß Du mit deinem Pferd in einen anderen Stall wechselst. Lasse Dich nicht auf eine Diskussion ein - Du mußt Dich nicht rechtfertigen !

Viel Spass auf dem neuen Hof.

LG Calimero

Sehr schöne und gute Antwort;-) DH!

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Ich kann Dir nur sagen, steh Deine Kündigungsfrist durch und dann bist Du weg. Menschen, die eine eingefahrene, wenn auch unglückliche Meinung haben, werden immer drauf rum reiten, immer schimpfen und motzen und alles versuchen, Dich zu beeinflussen. Aber das Pferd gehört Dir, Du möchtest sein Leben verbessern und die können Dich mal kreuzweise.

Du musst auch bei Kündigung im alten Stall nicht sagen, was Du vorhast. In Deinem Vertrag steht sicher nirgends, dass Du eine Informationspflicht hast, was Du in Deiner Zukunft so machen wirst. Wenn die Stallbesitzer möglicherweise den anderen erzählen, sag ihnen, dass Du Deine Gründe hast, nichts zu sagen und geh, wenn es so weit ist.

Es ist schwierig, aber man muss loslassen können, wenn es nicht mehr passt. Sie war eine Wegbegleiterin und für die Zeit, wo sie es war, was es sicher auch gut so, aber nun ist eine andere Zeit, Du hast Dich weiter entwickelt, sie ist an dem Punkt geblieben, den Du verlassen hast. Es wird neue Wegbegleiter geben. Auch wenn es um jede Freundschaft irgendwo schade ist, überlege Dir gut, was Dich heute an diese Person binden würde, was Dich an ihr eher befremdet und stell Dir so Deine heutige "Beziehung" zu ihr mal genau vor. Heute würdest Du sie dann wohl nicht mehr als Freundin bezeichnen, auch nicht als Mentorin, sondern eher als Bekannte, Einstellerkollegin oder sowas. Das ändert sich eben, so schade es ist.

Geh Deinen Weg, erstmal mit Augen zu und durch und dann wirst Du sehen, Du findest dort auch wunderliche Gesellen und sicher auch nette, umgängliche Menschen. Konzentriere Dich auf sie, lote aus, mit wem Du engere Bekanntschaft bis Freundschaft haben möchtest, bei wem Du es lieber bei Höflichkeitsfloskeln belässt.

Sollte Dich die Vorbesitzerin ausziehen sehen und ansprechen, sag, Du gehst einen neuen Weg. Punkt. Sag ihr so viel, wie Du denkst, dass es für Dich richtig und wichtig ist und versuche nicht, eine Auskunftspflicht zu erfüllen. Die hast Du nicht.

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