Pferd hat angst vor Gewitter?

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6 Antworten

Im neuen Weideverband hat Dein Pferd wohl noch nicht so Fuß gefasst, dass es sich zu einem Kumpel "retten" würde. Das kommt hoffentlich noch. 

In jedem Fall musst Du Deinem Pferd beim nächsten Gewitter fern bleiben. deine Angst überträgt sich auf das Pferd und zeigt ihm, dass es ganz Recht hat Angst zu haben und panisch zu sein.

Pferde sind Fluchttiere. Es ist ganz normal, dass es bei Angst bockend davon galoppiert in der Hoffnung, der gefährlichen Situation zu entkommen. Und dabei kann schon mal ein Eisen flöten gehen. Passiert. Dann ruft man den Schmied an und lässt ein neues drunter machen, wenn das Pferd tatsächlich Eisen benötigt (Korrekturbeschlag/ Entlastungsbeschlag, oder ähnliches)

Du mit Deiner Angst kannst dann gar nichts tun außer weg zu bleiben. In Watte packen kannst Du Dein Pferd so oder so nicht - egal wie sehr Du es auch liebst. Auch wenn er nur ein Auge hat - damit kommt er allem Anschein nach zurecht, auch wenn er vielleicht dadurch schreckhafter ist als hätte er zwei Augen.

Theoretisch kannst Du Deinem Pferd Bachblüten geben, bevor ein Gewitter kommt. Da gibt es diese Rescue-Tropfen oder sogar Bonbons in der Apotheke. Nimm am besten vorher selber auch eine Dosis und dann lass das Pferd Pferd sein. 

Passieren kann immer was - auch ohne Gewitter. Da braucht es nur eine Fehlzündung bei einem Auto in der Ferne, die Pferde erschrecken sich, rennen und bocken und ganz schnell ist auch da mal was passiert. Da kann man nichts gegen machen. Wie gesagt, Pferde sind Fluchttiere und reagieren mit wegrennen, wenn sie etwas ängstigt. Ein Risiko ist immer da.

Auch bei uns Menschen. Wir brauchen nur eine Straße bei grün zu überqueren und sind dennoch in Lebensgefahr, weil ein Autofahrer sein rot missachtet. 

Entspann ein wenig. Das Pferd ist 21 und hat in seinem Leben bisher alle Gewitter überlebt. Und es wird auch lernen, Gewitter auf der Weide zu überstehen. 

So ist er garnicht schreckhaft können böller o.ä. neben ihm explodiereb da guckt er nur mal kurz mehr aber nicht er hat sich das Eisen komplett rausgerissen :/ hufschmied kommt gleich

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@SandMaxFlo

Das mit dem Eisen passiert. Ist blöd, aber kein Weltuntergang. Hat meiner letztens auch beim Bocken auf der Weide geschafft, einfach so, aus lauter Übermut. Mach Dir nicht so viele Sorgen, Dein alter Herr hat es bis ins Seniorenalter geschafft  zusammen schafft ihr beide sicherlich noch ein paar schöne Jahre;-)

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Warst Du bei ihm beim Gewitter oder war er alleine und hat sich verletzt? Bei ersterem kannst durchaus Du selbst Deine Angst übertragen haben, denn normalerweise haben Pferde keine Angst vor Gewitter, sie sind sich der Gefahr nicht bewusst. Allerdings könnte der Sehsinn natürlich auch die Angst auslösen. Dann hilft nur reinstellen. Bei einer Paddockbox kann man es vielleicht so einrichten, dass er den Außenbereich bei Gewitter nicht benutzen kann durch schließen einer Tür oder Spannen von Litze, obwohl letzteres auch nicht ungefährlich ist, wenn das Pferd nicht richtig sieht.

Dann versucht er durch die Boxentür ich war erst nicht dabei bis ich es gesehen habe dann war er kurz ruhig ich konnte das Eisen aus der box holen dann gings wieder los

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Als Mensch weg bleiben. Was sagen den die anderen Pferde dazu? Normalerweise orientieren sich die Pferde an den anderen Pferden und wenn die nichts zum Gewitter zu sagen haben, dann müsste deiner das auch so sehen.

Hat dein Pferd womöglich noch keinen Kumpel in der Herde?

In drei Monaten Offenstall sollte er schon gelernt haben, was ein Gewitter ist, weil ja auch bei Boxenhaltung die Pferde ein Gewitter hören und evtl. sogar sehen.

Ein Pferd das viele Jahre unnatürlich in der Box gehalten wurde muß erst mal lange lernen, was "normal" eigendlich bedeutet. Das kann locker bis zu einem Jahr dauern.

Mach die Eisen runter, dann kann er sie auch nicht mehr abdappen.

Ich fürchte, es gibt keine Herde. Sie schreibt zwar Offenstall, aber meint wohl damit eine Paddockbox, also quasi wo die Tür zwischen Box und Paddock "offen" ist.

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Du sagst ja schon, dass ihr euch gegenseitig aufregt- dann fang doch mal bei Dir an! Wie soll das arme Tier denn die Angsr verlieren, wenn " der Boss" schon Panik schiebt. Der Menshc ist ein vernunftbegabtes Wesen; Du solltest dich selber in den Griff bekommen, so dass du eine beruhigende Ausstrahlumg bekommst. 

Sonst kannst du das Problem wohl nur mit Beruhigungsmitteln kaschieren oder das Pferd wieder in der altgewohnten Boxenhaltung  unterbringen. Nicht jedes Pférd wirklich ist dankbar, " artgerecht " gehalten zu werden.

Nicht jedes Pférd wirklich ist dankbar, " artgerecht " gehalten zu werden.

Doch - sie kennen es nur nicht. Wissen deshalb nichts damit anzufangen. Pferde die aber ein Jahr intensiv umgeschult wurden -gehen freiwillig in keine Box zurück.

Wenn du dein Leben lang in einem kleinen Zimmer gelebt hättest und plötzlich kommst du raus und alles ist anders, dann wärst du auch lieber wieder in deinem kleinen sicheren Zimmer.

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doch er liebt es den ganzen tag draußen bei seiner freundin zu stehen

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Pferde spiegeln deine Gefühle und dein Verhalten wieder !

Reiter ängstlich = Pferd ängstlich

Reiter unsicher = Pferd unsicher

Reiter wütend = Pferd wütend

Reiter ruhig = Pferd ruhig

Um das Problem zu neheben musst du erstmal DICH unter Kontrolle bekommen. Sonst hat das Pferd ja garkeine Bezugsperson an der es sich orientieren kann.

er war unruhig dann bin ich zu ihm um ohn zu beruhigen wurd aber nicht besser

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Jetzt in der Gewitter Zeit rein holen das ist doch Unverantwortlich dein Pferd draußen zu lassen!

Man kann ihn nocht rein holen da es eine Paddockbox ist und man kann ihn auch nicht umstellen da er dann garnicht mehr klar kommem wird da er auf dem Auge kaum noch was sieht und sich an seiner besten freundin orientiert.

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Warum sollte es unverantwortlich sein - in der Natur gibt es auch kein "drinnen". Pferde sind keine Höhlenbewohner.

Bei einem Offenstall gibt es auch immer Unterstände - die Pferde können sich also unterstellen wenn sie es möchten. Unsere Pferde stehen bei Gewitter mitten im Offenstall und lassen es einfach über sich ergehen. Beim folgenden Regen stehen sie alle mit Hintern in  die Windrichtung und schützen so ihren Kopf. (Obwohl sie eine riesige Halle zum unterstehen hätten)

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