Pferd hat Angst vor bekannten Sachen?

...komplette Frage anzeigen Es sind in etwa solche Gamaschen, also keine richtigen Hartschalengamaschen - (Angst, Pferde, Vertrauen)

3 Antworten

Gibt es denn keine Ausweichkoppel oder wenigstens ein Stück abgeteilte Wiese, wo die Pferde drauf und sich bewegen können? Das ist ja fast schon Tierschutzwidrig, wenns denn tatsächlich so wäre, grad für das Bewegungstier Pferd.

Ein dämpfiges Pferd braucht Sauerstoff und Bewegung, letzteres in Maßen und nicht stundenlang an der Longe im Trab oder Galopp.

Hat die Stute etwas bekommen, was die Bronchien erweitert?

Das Problem ist nicht das selbstgebastelte Knotenhalfter, hier spielen mehrere Faktoren zusammen: Neues Stallmitglied, null Bewegung (drückt bei reiner Boxenhaltung unheimlich auf die Psyche des Tieres) und das Gefühl ersticken zu müssen/ wenig Luft zu bekommen.

Ordentliche Ausrüstung gehört auf alle Fälle dazu, um wenigstens mal vernünftig spazieren zu gehen, also: her mit dem Schlüssel zur Sattelkammer. 

Auch die Idee mit Bodenarbeit und Longieren finde ich grundsätzlich gut, besonders letzeres muss aber gekonnt sein, sonst macht man mehr kaputt, als es Nutzen und Taug hat, Stichwort hier zentrifugieren.

Gamaschen und Bandagen kannst getrost im Spint lassen, braucht kein Pferd zum reiten oder longieren. Sie bieten weder Schutz noch Stabilität und sollte sich ein Pferd dauerhaft selbst treten, müsste man ggf. einen Orthopäden/Ostheopaten zu Rate ziehen um die tieferliegende Ursache ausfindig zu machen und um sie zu beheben. Alles, was um´s Bein gewickelt wird, lässt die Muskeln dort dank Überhitzung (Eiweis gerinnt ab 40°C) verkleben, was wiederum Muskelfaserrisse u.a. begünstigt.

Auch Longieren am Knoti ist nicht der Königsweg meiner Meinung nach, hier sollte ein gut gearbeiteter Kappzaum oder wenigstens ein schweres Cavecon verwendet werden und dann natürlich ohne Ausbinder, Dreieckszügeln und so Zeug, damit die Stute sich praktisch von selbst korrekt an die Longe stellt. Näheres zum Longieren findest du zb hier 

www.wege-zum-pferd.de

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Aus deinem Text heraus lese ich, dass das Pferd grad im Moment eine ziemlich harte Phase durchmachen muss. Das aller erste was geändert werden muss, ist die Bewegung des Tieres und dass sie sich mal wieder richtig ausspinnen und frei bewegen kann, um wieder einen klaren Kopf zu bekommen, das ist das A und O um hier eine Basis zu schaffen. Alles andere ist schier nicht machbar sonst, auch wenn du es noch so gut meinst 

Desweiteren bietet sich Vertrauensarbeit an, also sprich über Raschelplanen führen, auf- und wieder absatteln, durch Wasser gehen, evtl. sogar in den Hänger rein und wieder raus, unter Flatterbänder durchgehen, das Pferd mit dem Schlauch waschen, Cavalettistangen-Training vor- und rückwärts gehen etc pp.

Wie ist sie denn beim Führen? Ist sie derzeit dann eher triebig oder geht sie einfach brav mit? Auch Spaziergänge bieten sich an (wenn es denn geht), um den Sauerstoffgehalt im Blut zu erhöhen und auch, um die Muskulatur zu unterstützen.

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Lass doch die Gamaschen einfach weg, was sollen die denn auch bringen? Zudem solltest du vllt ein bissl runter vom Gas und Schritt für Schritt vorgehen. Obwohl sich das Pferd von dir noch nicht mal vernünftig halftern lässt, machst du dir bereits Gedanken ums Reiten - soweit seit ihr wohl noch lange nicht.

Auf die Ferne natürlich schwierig, aber klar ist, dass es (noch) keine Vertrauensbasis zw. euch gibt. Daran solltest du zuerst arbeiten. Verbring Zeit bei dem Pferd, beobachte das Pferd, gib dem Pferd die Chance, auf dich zu zukommen. So erkennst du auch, ob es da außer dem Husten evtl. noch andere Baustellen gibt. 

Übe das Halftern am besten mit einem richtigen Halfter (welches du für kleines Geld gebraucht kaufen kannst, auch wenn das Pferd eines hat - an welches du aber offensichtlich nicht rankommst?) Der Pferdekopf ist empfindlich, evtl. tut ihr das Strick-Dingens ja auch einfach weh?! 

Zur Vertrauensbildung beitragen kann ausführliches Putzen, Spaziergänge, TTouch (falls du dich damit auskennst), Bodenarbeit wie z. B. Wippe, durch Reifen steigen, über eine Plane (Teppich, ...) gehen, Klappersack (s. Babette Teschen), etc.

Und wenn das alles gut klappt u. ihr euch  kennengelernt habt, dann ist das Longieren vor dem Reiten tatsächlich eine gute Idee - vorausgesetzt, man kann es und schleudert das Pferd nicht nur völlig sinnbefreit im Kreis...

Das wichtigste: Zeit lassen! Bitte überfordere euch beide nicht. Auch u. besonders wenn es dann ans Reiten geht.

Und Gamaschen sind bei euch frei zugänglich, ein Halfter aber nicht??? Bleibt nur zu hoffen, dass du es nicht wirklich brauchst - z.B. Pferd verletzt sich u. TA muss kommen... 

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Habe deine anderen Fragen nicht gelesen. 

Das kommt vermutlich durch die Boxen. Sie sieht einfach zu wenig und ihr fehlt die Routine, denke ich. 

Wenn du dich drum kümmerst, solltest du auch einen Schlüssel für das ganze Zeug bekommen, sonst hast du auch keine ordentliche Ausrüstung, was sehr gefährlich werden kann! 

Und einfach anderer Leute Sachen nehmen geht auch nicht. 

Einfach alles mit Ruhe und Geduld angehen. 

Wenn sie vor irgendwas Angst hat, immer den selben Abstand zum Pferd damit halten, bis sie sich beruhigt. Dann wegnehmen und loben. So lernt sie, dass sie ruhig bleiben muss, damit "böse" Dinge verschwinden und auch, dass die nicht böse sind.

Bitte nur "ordentliche" Ausrüstung verwenden, nichts Selbstgebautes. Und Gamaschen braucht es auch nicht. 

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