Pferd hat Angst vor allem, was tun?

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5 Antworten

Kann das sein, dass er so ängstlich ist (weil er immer hinten gelaufen ist)

Es kann auch sein, daß er hinten eingespannt wurde, weil er vor allem Angst hat. Ein Gespann muß nämlich immer nach den jeweiligen Pferden zusammengestellt werden.

Grundsätzlich möchte ich sagen, das Pferd hat nicht viel von der Menschen-Welt kennengelernt und ist auch nicht an all die, für ihn, "gruseligen" Dinge herangeführt worden.

Das kann man trainieren.

Als erstes musst Du dich für das Pferd als kompetenter Führer und Beschützer darstellen. Das geht am besten, indem Du Bodenarbeit machst. Beginnend mit "schlichtem" Führtraining. Hierbei ist das Wichtigste, dass Du ständig präsent bist und das Pferd sofort korrigierst, wenn es sich auch nur 5-10 cm von der gewünschten Position entfernt. Die richtige Position ist übrigens die, daß Du aus den Augenwinkeln gerade noch die Ohren erkennen kannst.

- Be strict -. Das ist wohl der schwierigste Teil, denn eigentlich brauchst Du dafür einen kompetenten Trainer, der Dich schult. Deine Befehle an das Pferd müssen kurz, präzise und Deine Reaktionen schnell sein. Das kann man leider nicht über das Internet schulen / lernen, genauso wenig, wie die richtige Körperhaltung und die innere Einstellung. 

Als nächstes musst Du lernen dein Pferd zu lesen. Wann beginnt es sich aufzuregen? Wie erkenne ich den Moment, kurz bevor das Pferd sagt "ich bin dann mal weg"

Erst, wenn das Pferd sich auf Dich einlässt, kannst Du beginnen dem Pferd all die "gruseligen" Dinge zu zeigen. Dafür musst Du immer zwischen dem Pferd und dem "gruseligen" Objekt stehen (niemals das Pferd in die Richtung zerren). Das erfordert Anfangs seeeehhhr viel Geduld. Du musst warten, bis das Pferd bemerkt "Du wirst nicht gefressen, also kann es nicht so furchtbar sein". Du musst immer der Erste sein, der die gruseligen Dinge berührt.

Dann warte ab, bis das Pferd sich dafür interessiert. Beginne mit Dingen, bei denen das Pferd zwar scheut, aber noch nicht in Panik gerät. Erst später kannst Du dich dann auch an die "richtig gruseligen" Dinge herantrauen. Dann hat das Pferd aber bereits bemerkt, dass Du die Kompetenz hast die Dinge einzuschätzen.

Das alles ist schon dann ein langwieriger Prozess, wenn man bereits genau weiß, was man zu tun hat....

LG Calimero

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nur mal so eine idee, die schon mehr als einem ehemaligen kutschpferd geholfen hat, sein selbstvertrauen unter dem reiter wiederzufinden.

scheuklappen.

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Kommentar von ponyfliege
17.02.2016, 12:07

vorübergehend - strecken mit scheuklappen üben. nach und nach weglassen.

das pferd hat mit ziemlicher wahrscheinlichkeit probleme mit der reizüberflutung. die scheuklappen verschaffen ihm zunächst die gewohnte sicherheit dadurch, dass ein teil der reize zunächst "blockiert" werden.

mit zunehmender sicherheit kann man dann - zunächst z.b. auf der "hofrunde" die scheuklappen weglassen und so das pferd langsam an die verarbeitung der sehreize heranführen. und zwar in erster linie, wenn du mit ihm allein unterwegs bist.

die scheuklappen wirken bei dem ross ähnlich, als wenn du als mensch einen gehörschutz aufsetzt. du kriegst so ziemlich alles mit - aber die besonders "aggressiven" reize werden gedämpft.

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Dein Pferd hat nie gerlernt für sich selbst zu sorgen. Da es immer hinten lief hat es sich auf die einschätzungen der vorderen verlassen, die durch ihre position die rolle der leittiere übernommen haben. 

kann mir gut vorstellen ,dass dein tier generell rangniedrig ist. was du nun tun kannst ,ist dafür zu sorgen dass dein kleines lernt, sich mit solchen ungewohnten situationen auseinander zu setzen. ich kann dir professionelle longen arbeit ans herz legen. 

damit meine ich werder im kreis rennen noch irgend einen kappzaum mist. ich rede davon dass du deinem pferd einen pacurs aufbaust. alles was gruselig und ungewohnt ist.

schau dir videos zu horsmanship an um eine idee davon zu bekommen.

baue vertauen zu deinem pferd auf. gehe mit ihm am halfter spazieren damit er merkt dass du die leitstute bist. und damit er merkt dass da wo du bist kein stress ist.

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Hat er mal schlechte Erfahrungen gemacht früher? Muss nichtmal unbedingt vor der Kutsche sein. Aber du musst halt geduldig sein und dein Pferd langsam an die Sachen in der Natur gewöhnen, sonst könnt ihr ja auch nie allein mal ausreiten.

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Kommentar von xpferdesimx
16.02.2016, 22:32

Es ist nie was schlimmes passiert. Ich bin auch schon dutzend-Male die Wege mit ihm und einem anderen Pferd gelaufen (spaziert) und im Schritt... sobald ich aber antraben bzw. angaloppieren möchte geht gar nichts mehr. Aber nicht weil er keine Lust hat, er ist sehr fleissig und mag Bewegung! Faul ist er überhaupt nicht. 

Aber danke für die Antwort

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Es könnte daran liegen, dass er im Vierspänner mit Scheuklappen gelaufen ist. Ein von Natur aus unsicheres Pferd fühlt sich auch im Schutz der Herde wohler, während seine dominanteren Kollegen auch gerne mal vorne laufen.

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