Pferd geht nicht in Anlehnung??

7 Antworten

Es kommt darauf an, wie das Pferd ausgebildet ist, was das Pferd selbst an Vorbildung mitbringt. Wenn du es im Unterricht erst lernen musst, was an deiner Frage ablesbar ist, und wenn das Pferd es auch nicht kann, dann dauert es. Lange.

Was die Leute, die hier fragen, immer vergessen, ist der Faktor ZEIT. Die meinen ständig, wenn man die richtige Technik beherrscht, dann klappt das schon  sofort. Aber um die richtige Technik zu erlernen - und dazu gehört nicht nur die Technik zu, sondern das Gefühl, wann und wie man sie anwendet - braucht man ZEIT. Und um in Anlehnung gehen zu können, muss das Pferd auch die nötigen Muskeln haben. Und auch die brauchen ZEIT, um sich zu entwickeln.

Eine Bekannte von mir, hat auf ihrem alten Pferd lange Zeit ohne Unterricht vor sich hingejuckelt - das sah man ihr auch an - kaufte sich nach dem Tod des alten Pferdes ein nettes neues Pferd, das aber nicht in Anlehnung ging, weil es das nicht gelernt hatte. Es war ja nur angeritten.

Natürlich konnte die Besitzerin das Pferd nicht in Anlehnung reiten, auch nicht mit Unterricht, denn beide konnten es ja nicht. Ihr Reiten wurde besser, ohne Frage, aber auch nach einem Jahr war von Anlehnung nichts zu merken.

Sie hat dann die Reitlehrerin gebeten, das Pferd zusätzlich zu bereiten. Und dann GANZ LANGSAM ging es besser. Weil das Pferd endlich kapierte, was es tun sollte. Die Besitzerin reitet das Pferd nun seit ca 8 Jahren.

Unter der RL, dem reellen Reiten verpflichtet,  geht das Pferd mittlerweile  natürlich sicher und konstant in der Anlehnung. Bei ihr, der Besitzerin,  immer noch nicht konstant. Es kommt immer öfter vor, es wird immer besser, aber von konstanter Anlehnung bei der Besitzerin  ist das Pferd  immer noch entfernt.

Ich gebe allerdings zu, dass die Bekannte das Talent auch nicht gepachtet hat. Aber sie ist geduldig, investiert Geld in Unterricht und Beritt. Mehr als hinreichend gute Freizeitreiterin will sie auch nicht werden.  Mittlerweile sieht es nett aus, was sie da reitet. Eine A-Dressur würde sie aber immer noch nicht gewinnen können. Nicht mal plaziert werden, denke ich mal.

An die Fragestellerin: lass das Pferd doch mal eine Zeitlang bereiten. Oder lass zumindest mal den/die RL auf das Pferd,um eine Diagnose zu stellen. Die kann dann sagen, ob das Pferd generell in Anlehnung gehen kann, ob nur du es bist, die es nicht kann oder ob ihr beide es seid.

Als ich meine Stute ritt, konnte ich sie auch nicht in Anlehnung reiten. Ich konnte es nicht, mein Pferd, unausgebildet, konnte es aber auch nicht. Und wenn beide es nicht können, hat man als Normalreiterin ganz schlechte Karten. Ich habe damals zu meiner jetzigen RL gewechselt, weil die vorherige RL Araber nicht mochte. Und die hat mein Pferd erst mal geritten. Sie hat mir dann erzählt, dass mein Pferd nicht verritten sei - uff - aber ungymnastiziert und schief wie der Turm von Pisa. Sie hat dann das Pferd eine Weile beritten und mir auch noch Unterricht gegeben. Und von da an wurde es besser und besser.

Es gibt aber keinen "geheimen Zaubertipp" (abgesehen von dem Ratschlag vernünftigen Reitunterricht zu nehmen), der den Reiter befähigt, das Pferd "einfach so" von jetzt auf gleich in Anlehnung zu reiten. So funktioniert reiten nun mal nicht. Es ist nicht nur eine Frage der "Technik", sondern es ist das Zusammenspiel von Mensch und Tier, das funktionieren muss.

Ohne zu sehen, wie das aussieht bei dir, wenn du reitest, kann dir auch keiner sagen, was du machen sollst. Deshalb: Reitunterricht !

Was anderes funktioniert nicht !

Auch keine detaillierte Beschreibung, wie man ein Pferd in Anlehnung reitet, denn es geht nicht nur darum, dass der Reiter diese "Anleitung" zu 1000% korrekt umsetzt, sondern eher darum, zu 1000% korrekt auf die Reaktion des Pferdes zu reagieren. Und das lässt sich schriftlich kaum als "Anleitung" verfassen.

so ist es. Die reine Technik hat man schnell drauf. Inneres Bein treibt gegen den äußeren Zügel, innerer Zügel stellt. Nachgeben, wenn das Pferd nachgibt. Und stets im korrekten Tempo reiten. Nicht zu schnell schrubben, nicht untertourig reiten. Das ist schwer genug, aber das ist ja höchstens 5 % der Reitkunst. Es kommt auf das Gefühl an, wann und wie gibt man nach, wann und wie stark treibt man nach, etc...

Und da fängt leider das Talent an. Meine RL sagte, dass man als RL das Fühlen kaum unterrichten könne. Klar, sie kann sagen: "Nachgeben, gib nach" oder Sitzkorrekturen geben, aber letztlich muss der Reitschüler das Fühlen selbst lernen.

Ich bin mir darum nicht sicher, ob ich z.B. ein fremdes Pferd reiten könnte. Bei meinem Pferd, nach viel Beritt und Unterricht, kann ich es weitgehend fühlen. Na ja. so einigermaßen. Meinen Mangel an Gefühl merke ich immer an der ständig verpatzten Ganzen Parade. Irgendwas stimmt da fast nie. Aber ein fremdes Pferd zu reiten.. ich glaub, das könnte ich nicht.


Na gut, wenn ich so gut fühlen könnte, wäre ich vielleicht bei Olympia. ;-)  (oder gerade auch nicht.)

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@Dahika

Was ähnliches wie deine RL sagt meiner auch immer von wegen "Fühlen", das könne er einem leider nicht beibringen, das Gefühl müsse man eben selber bekommen. Und da geht's ja dann auch schon weiter mit den "Problemen". Richtig auf das "Gefühl" zu reagieren und dann auf die drauffolgende Reaktion des Pferdes. Und die ist ja auch nicht immer jeden Tag gleich ....

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Vielleicht ist das Pferd verspannt, oder hat vom Körperbau her Defizite, die es ihm erschweren? Oder Du bist einfach noch nicht so weit, dass Du das erarbeiten kannst? Oder Dein Reitlehrer ist selber nicht so weit ausgebildet, dass er dir das beibringen kann?

Vom Prinzip her fängt jedenfals alles mit einem schmeichelnden Sitz an. Ohne zu wissen, ob Du das Pferd mit einem solchen zu beglücken verstehst, kann man kaum weiterhelfen.

Oft steht der Reiter sich grade mit seinem Perfektionismus selber im Weg - weil er sich nicht die Zeit nimmt, richtig ( nicht in eine Form gepresst, sondern angenehm fürs Pferd) sitzen zu lernen.

Auch dazu gibt es un ähnlichen Fragen viele Tipps.

Versuch es doch mal damit! 😃

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