Pferd geht durch, was kann ich tun?

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6 Antworten

Wie Dir selber schon klar ist: 

-ruhig bleiben, bzw sich schnell wieder beruhigen. 

-Dazu hilft es, auf die eigene Atmung zu achten ( Bauchatmung, beim Einatmen schwer machen), 

- und sich zu sagen: ist ja letztes mal nix passiert, das Pferd wird schon irgendwann anhalten. 

-Und wenn es ausrutschen sollte, passiert meist auch nichts schlimmes. Dann liegt man eben und steht  wieder auf. Das Pferd fällt normal nicht auf den Reiter,  weil die größere Körpermasse nach aussen gleitet.

Und ich muss sagen: wenn ein Pferd so abgeht, hat es so viel Adrenalin im Blut, dass es recht schmerzunempfindlich ist. Da würde ich dann auch ungeniert weniger feinfühlig mit den Zügeln umgehen wie sonst. 

- versuchen abzuwenden und zurück zureiten oder Zirkel verkleinern

-Lass dir mal eine Zügelbrücke zeigen. 

-eine Hand aufsetzen und mit der anderen" rupfen"

- zur allergrößten (!!!!) Not Hintern aus dem Sattel, beide Füße in den Bügeln nach vorn strecken, sich mit dem ganzen Gewicht in die Zügel hängen und riegeln. Aber nur ehe man unterm Lastwagen landet oder einen Kinderwagen über den Haufen rennt...

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Urlewas 06.08.2017, 11:31

Freut mich, dass du mit den Lösungsvorschlägen etwas anfangen kannst und wünsche Dir viel Erfolg dabei! Danke für den Stern! 💫

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Viel mehr als das was du sowieso schon versucht hast kann man da nicht machen.

Wie schon beschrieben wurde kannst du es noch mit dem "Nothalt" probieren, in dem du eine Hand am Mähnenkamm aufstützt und mit der anderen impulsartig zu bremsen. Das kann man z.B. auch im Reitunterricht in der Bahn üben und dem Pferd lernen. Ob das allerdings in einer Paniksituation hilft und das Pferd reagiert weiß man vorher natürlich nie.

Um Dich selbst zu beruhigen hilft nur ruhig atmen und sich möglichst ausbalanciert hinsetzen um bei einem Ausrutschen oder auf unebenem Boden nicht den Halt zu verlieren.

Falls sich das Pony noch einigermaßen lenken lässt kann man noch versuchen den nächsten Berg anzupeilen in der Hoffnung dass es dem Pony irgendwann zu anstrengend wird wenn es steiler bergauf rennen muss.

Insgesamt sollte man halt immer versuchen an der Ursache des Problems zu arbeiten. Das ist aber ja nicht deine Aufgabe sondern die der RL. Hoffentlich arbeitet diese nun mit dem Pferd an dem Problem, damit sowas nicht zur Gewohnheit wird. Aber schön dass nichts passiert ist :)

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Ich bin zeitweise ein Problempferd geritten das immer durchgegangen ist, in der Halle wie auf dem Platz.
Mir wurde etwas beigebracht, das nicht ganz ungefährlich ist...
Ich sollte einen Zügel (in der Halle und auf dem Platz selbstverständlich den inneren)so weit ich konnte nach innen ziehen.
Ich weiß das es nicht die sanfteste Methode ist :/
Aber das Pferd hatte sich dann so gebogen das es nicht weiter rennen KONNTE.
Das Gleichgewicht war durch den eng nach innen gezogenen Kopf so schwer zu halten für das Pferd das es langsamer werden muss oder es fällt hin.
War mir immer sehr unangenehm das zu tun, aber in Notsituationen (durchgehendes Pferd im Gelände) hat es mir schon oft geholfen.
Es ist nur riskant da sich das Pferd mit einem 'hinlegen' könnte...

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Hey;)

Bei meiner Stute ist es so dass sie sich auch oft nicht zurückhalten lässt wenn wir galoppierern. Das wichtigste ist aber dass du dich davon nicht beeinflussen lässt, denn das Pferd spürt es wenn du aufgeregt bist. Also schon bevor du losreitest erstmal ruhe bewaren. Sollte es dann trotzdem soweit (wieder) kommen, könnte ich dir da noch einen Tipp geben: an einem zügel zupfen. Das ist zwar nicht immer angenehm im Maul für das Pferd aber wenn du mit normaler Wassertrense reitest, ist das eigentlich auch kein Problem. :) Bei mir hilft das so gut wie immer! Ich hoffe ich konnte helfen;)

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Du hast meiner Meinung nach für dein Können alles richtig gemacht und hättest auch nichts anderes machen können.

Wie wärs wenn du die Reitschule wechselst?

Liebe Grüße!

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Miau2121 02.08.2017, 21:26

An sich liegt es nicht an der Reitschule. Der Reitunterricht dort ist lehrreich und die Schulpferde werden artgerecht Gehalten, so das sie normalerweise ausgeglichen sind. Nur der Isländer ist halt etwas übereifrig und meine Reitlehrerin nimmt ihn die nächsten Male als Handpferd mit, damit so etwas nicht mehr passiert.

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Heklamari 03.08.2017, 14:35
@Miau2121

meinje isistute ist auch so ne Rakete, -also tpobe ich sie erstmal auf dem Platz 15 min fleißig ab...

vielleicht hatte er am Vortag nix getan, dann geht meine Süße auch ab wie Schmidts Katz, wenn ich nicht vorbeuge....

probiert es mal

da Handpferdetraining ist auch ne gute SAche, würde bei meiner aber NUR helfen, wenn sie das genau vorher ne Stunde macht !

Isländer sollen eben "leichtrittig" sein ;-))

ich fühle mit dir - neulich hat meine Maus bis zum Auto/Hoftor rasanten und unbremsbaren Tölt angelegt...

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Oft hilft es nicht mit beiden zügeln sondern nur mit einem zu arbeiten. Also einen Zügel ruckartig und sehr stark nach hinten anziehen als wolltest du dir ein Messer in den Bauch rammen. Immer wieder nachgeben und erneut fest anziehen bis das Pferd im Kreis läuft und gezwungen ist anzuhalten


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Urlewas 02.08.2017, 22:49

Kleine Ergänzung: die andere" unbenutze" Hand fest auf dem Mähnenkamm aufsetzen.

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