Pferd folgt mir nicht von der Weide :/

6 Antworten

Ich würde, wie schon mehrfach geraten, dass Pferd einfach mal so von der Koppel holen, nur putzen und dann einfach wieder zurück auf die Koppel. Und schau dir deine Reiterei an. Bietest du dem Pferd bei der Arbeit genug Abwechslung? Sieht dass Pferd dich als einen 'fairen Chef' an, wenn du was mit ihm tust? Wie bist du sonst im Umgang mit dem Pferd. Akzeptierst du seinen Wohlfühlbereich? Ein guter Horsemen-Trainer kann dir vielleicht helfen, deinen Umgang mit dem Pferd zu reflektieren und zu verbessern.

Das mit den Leckerlie würde ich persönlich nicht tun, schlaue kleine Ponys schaffen es nämlich auch, sich die "Belohnung' zu ergattern ohne dass sie dir danach willig folgen. Das sollten sie nämlich wollen und dazu musst du ihnen einfach vermitteln, dass es eigentlich toll ist,mit dir zusammen zu sein und nicht nur wegen Futtergier. Zudem musst du ersterns wirklich abschätzen können ob es in der Herde nicht vielleicht doch Ärger geben könnte und zweitens wäre zumindest ich aus mehreren Gründen nicht besonders erbaut darüber, wenn jemand meinem Pferd auf der Koppel Leckerlie geben würde.

Danke für die Antwort :) Ja ich werde versuchen die Reiterei abwechslungsreicher zu gestalten... Ich reite mit ihr auch viel aus, das macht ihr eigentlich immer sehr Spaß aber werde dann auch mehr Bodenarbeit versuchen ;) LG

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Ist natürlich wenn sie mit den anderen am Futtertrog steht, dass es schwierig ist wenn noch was Fressbares im Trog ist. Aber Trog und auf der Weide? Oder meinst Du an der Heuraufe?

Versuche Dich in das Pferd zu versetzen. 1. weg von den "Kumpels" 2. kein/wenig Vertrauen zu Deiner Person 3. keine Motivation auf das was es erwartet.

Mit ziehen und zerren erreichst Du nichts. Du solltest hinter der Schulter bleiben und von hinten wenig antreiben. Versuche das Vertrauen des Tieres zu gewinnen. Nicht schimpfen, leise aufmuntern, Leckerlie in Aussicht stellen. Viel Lob wenn es sich von den anderen abwendet und DIR zuwendet. Hier ist richtiges Timing angesagt. Gestalte die Zeit interessant und angenehm für euch beide, ohne Zwang.

Danke :)

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Auf ein Zieh und Zerrspiel würde ich mich nicht einlassen, klar das so ein Pony, dass auch mindestens seine 400kg hat, stärker ist als Du.

Du solltest mal mit der Besitzerin sprechen, ob Du dir mal einen natural Horsemanshiptrainer kommen lassen kannst, der dir den Umgang mit Pferden erklärt und dich auf deine Fehler aufmerksam macht.

Und als erste Hilfemaßnahme für dich - wie gesagt mit ziehen und zerren kommst du nicht weiter, genauso wie beim Reiten bewegt auch beim führen die Hinterhand das Pferd.

Also fang an diese beim Führen an zu kontrollieren.

Bring ihm einfach immer eine leckerei mit auf die wiese (pedock) und leg im stall auch eine bereit. Auch wenn sich anfangs nicht viel tun wird aber sie wird bald merken das du immer was dabei hast und irgentwann wird sie dann zu dir kommen! Das hat bei mir und meinem damaligem pferd auch iregentwann geklappt! Aber nicht übertreiben! Lass euch zeit und mache viel bodenarbeit mit ihr! Das hilft:) Liebe grüsse thehorseloverxx

Problem: Dein Pferd lässt sich auf der Weide nicht einfangen. Es läuft vor dir weg, ist dir immer ein Paar Schritte voraus - nur so viele, dass du ihn nicht anfassen kannst.

Dein Pferd hat gelernt, dass du auf die Weide kommst um es zum Arbeiten abzuholen - wo es doch auf der Weide viel schöner ist. Es hat auch gelernt, dass es sich entziehen kann und du keine Möglichkeit hast, dagegen etwas zu unternehmen.

Ich kenne zwei Methoden, die ganz gut funktionieren (du wirst dabei 2-3 Tage nicht zum Reiten kommen!).

Wichtig bei beiden Methoden: Werde niemals böse, sei nicht enttäuscht, schimpfe nicht, belohne dein Pferd, wenn du es gefangen hast!

  1. Methode (wenn die Pferdeherde nicht allzu groß ist): Du gehst auf die Weide und hast die Taschen voller Leckerlis. Nun machst du dich daran, die Pferde auf der Weide zu füttern. Alle - bis auf deins. Es wird nicht lange dauern, und dein Pferd wird ebenfalls neugierig ankommen und sehen wollen, warum um alles in der Welt du dich nicht um ihn, sondern um die anderen Tiere kümmerst, die dich doch nichts angehen!

Was immer auch passiert: Dein Pferd schickst du weg! Du beachtest ihn gar nicht. Du musst warten, bis er förmlich darum bettelt, bei dir sein zu dürfen. Wenn die Leckerlis aufgebraucht sind, gehst du weg. Würdige dein Pferd keines Blickes!

Am nächsten Tag wiederholst du das. Sollte dein Pferd nun wieder neugierig ankommen, kannst du versuchen, ihm ein Halfter aufzulegen und es mitzunehmen. Füttere ihn nicht!!! Dann gehst du mit ihm zum Weide- oder Paddocktor. Dort bekommt er ein Leckerli und viele Streicheleinheiten. Dann machst du das Halfter wieder ab (bzw. den Strick los) und entlässt ihn in die Freiheit. Dein Pferd lernt: O.k. ich muss nicht immer arbeiten, wenn Frauchen kommt!

Glaube mir, du wirst nur wenige Male brauchen, bis dein Pferd sein Verhalten ablegt. Wenn du unsicher bist, ob du das Halfter auflegen kannst, stelle ihn während der Übungsphase mit Halfter auf die Weide, damit du den Führstrick leicht dranmachen kannst. Dein Pferd lernt nun, dass es sehr wohl zu dir kommen kann, weil ja nichts Schlimmes (aus Pferdesicht) passiert.

Wichtig bei alledem: Du musst dich für dein Pferd interessant machen. Es muss von selbst zu dir kommen wollen. Das geschieht eben dadurch, dass du dich mit allen anderen Tieren beschäftigst.

Und: Versuche mal, wie ein Pferd zu denken, wie dein Pferd: Was mag in ihm vorgehen, wenn er sich dir gegenüber so rüde verhält? Was würdest du gerne haben, wie sollte sich dein Besitzer verhalten? Vielleicht bringt dir auch das eine Lösung...

Die oben genannte Methode funktioniert nur, wenn die anderen Pferde auf der Weide anständig erzogen sind. Pass auf, dass sie dich nicht alle über den Haufen rennen, um ein Leckerli zu bekommen. Es kann hilfreich sein, eine Gerte dabei zu haben, damit du deine Sicherheitszone verteidigen kannst.

Zweiter Weg (hierbei ist eine kleinere Weide hilfreich): Den kannst du wählen, wenn du dich nicht mit Leckerlis zwischen die ganzen Pferde traust oder aber die Pferdeherde zu groß ist: Der Weg ist einfach, aber anstrengend.

Du hältst das Halfter mit dem Führstrick gut sichtbar in der Hand. Dann gehst du gemächlich zu deinem Pferd. Es wendet sich wie erwartet von dir ab. Was machst du? Du gehst hinterher. Egal, wohin dein Pferd geht: Du folgst ihm. Es wird ein paar Meter weit weglaufen, dann wieder grasen. Und schon bist du da, störst es beim Grasen. Es wird weiterziehen, du auch.

Wenn du Pech hast, latschst du drei Stunden hinter ihm her! Hauptsache, du hast den längeren Atem. Irgendwann wird es entnervt stehen bleiben. Dann halfterst du es auf, bringst es zum Ausgang, gibst ihm ein Leckerli - und lässt es wieder frei. Vermutlich hast du die Endlos-Lauferei nur einmal. Am zweiten Tag wird das Pferd deutlich weniger lang weglaufen. Nach ein paar Tagen ist das Problem gelöst!

Wenn du dein Pferd am Halfter nicht wegführen kannst, dann besorg dir ein gutes Knotenhalfter. Nimm einen LANGEN Führstrick. Du darfst nicht permanent ziehen, höchstens mal zuppeln.

Dein Pferd hat nicht gelernt, dir zu folgen - am LANGEN Führstrick. Das ist schade, und du solltest das auf dem Hof außerhalb der Weide üben. Du solltest üben, dass das Pferd immer neben dir (Kopf auf Höhe deiner Schulter) geht. Wenn es dir nicht folgt, dann hast du eine Gerte dabei und treibst das Pferd von hinten an, damit es neben dir bleibt.

Es führt zu weit, hier alles zu beschreiben. Schön wäre es, wenn du mal einen Horsemanshipkurs besuchtest. Wenigstens als Zuschauer. Da würdest du eine Menge lernen, dein Pferd natürlich auch.

So, wie du das Problem im Moment angehst, wird es nicht besser werden - ganz im Gegenteil...

Danke für due guten Tipps ;)

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das ist mal ein SEHR guter tipp. wichtig wäre auch: das pferd mal von der weide holen, irgendwas mit ihm machen,was es liebt (zb geputzt werden) und es dann wieder rauslassen, ohne dass es arbeiten muss.

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