Pferd dressur mäßig arbeiten?

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5 Antworten

Ist natürlich sehr schwierig, ohne euch zu sehen und deine Reitkünste zu kennen. 😕

Mögliche(!)  Fehlerquellen:

- du ziehst am inneren Zügel ruckwärts, statt seitwärts weisend

- du ginbst dem Pferd zu wenig gleichmäßige Anlehnung 

- es fehlt an Graderichtung

- das Tempo ist zu hoch

- die Hinterhand springt zu wenig unter ( das " lange" Pferd kommt schlecht um die Kurve)

- nicht ausbalancierter Sitz; Hüfte einknicken

- innere Körperhälfte des Reiters zu wenig gespannt

- fehlen des Drehsitz, den man fur den Zirkel einfach verstärken sollte, ohne mit der Schulter schräg zu werden

Dies sind mal ein paar mögliche Fehlerquellen. Vielleich bist was dabei, was du mal beachten kannst? 

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Kommentar von Elmo98
07.03.2017, 22:45

Ja ich weiß dass es sehr schwierig ist ohne es zu sehen aber fragen kostet ja nichts und so allgemeine Tipps kann man ja immer mal wieder 'vergessen' oder noch nicht kennen :) also das mit der Anlehnung könnte ein Punkt sein (das vergesse ich auch bei den anderen Pferd gerne mal). Mit der Hinterhand ist er sehr faul also das wird (mindestens) ein kleiner Punkt sein, das hab ich mir auch schon gedacht. Was den Sitz angeht meinte meine trainerin immer, dass er gut sei und da das andere Pferd was da sehr empfindlich ist findet es scheinbar auch ok wie ich sitze, also hätte ich persönlich das mal ausgeschlossen :) aber ich werde in nächster Zeit aufjeden Fall auf alles noch mal genauer aufpassen, danke für die Antwort! :)

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Ich denke, dein Pony ist nicht in der Balance /nicht wirklich gerade gerichtet. Ich glaube nicht, dass es das alles (auch Kreuzgalopp etc.) macht, um dich zu ärgern. 

Ich würde erstmal viel Bodenarbeit machen: (korrektes!!) Longieren (Longenkurs Babette Teschen) - unbedingt auf beiden Seiten, nicht nur an der “schlechteren“ Seite arbeiten. Über - durch Stangen longieren/führen, Kringel um Pylone, Wippe (falls vorhanden), durch Autoreifen steigen, bergauf laufen, etc. Das kann deinem Pony helfen sich zu koordinieren u. auszubalancieren und die dafür notwendigen Muskeln aufzubauen. 

Leider schreibst du nichts über dich, evtl. bist recht groß im Vergleich zur Pferdegröße, da fällt es ihm ohne das richtige Gleichgewicht erst recht schwer, euch beide auszubalancieren. 

Wenn es bisher auch mehr o. weniger, so wie ich das verstanden habe, nur ins Gelände gegangen ist, dann bitte am Anfang jetzt keine Wunder erwarten u. es überfordern (zumal es ja auch kein sooo junger Hüpfer mehr ist...).

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Kommentar von Elmo98
08.03.2017, 08:42

Danke für die Antwort! bodenarbeit mach ich jetzt schon seit ca. 6 Jahren mit ihm und longieren kann leider nur selten da der nötige Platz dazu fehlt, aber wenn wir mal dazu kommen klapp das eigentlich recht gut an der longe. Also zu mir: ich bin ca 165cm groß und wiege um die 60kg, er ist ca 142cm (Gewicht weiß ich leider nicht). Aber da am Feld ja alles super klappt denk ich nicht dass es anders Balance liegen kann oder? Also er ist ja nicht mein Pferd (nur rb) seine Besitzer kommen nur einmal die Woche und gehen eine Stunde lang ausreiten, das wars dann. Ich reite ihn jetzt seit ca 2 1/2 Jahren wieder regelmäßig am reitplatz und da hab ich natürlich auch ganz klein angefangen (zu beginn eigentlich nur Schritt und ganz wenig trab)

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Na, da ist dringend Gymnastizierung, also Dressurarbeit, nötig. Offenbar ist Deine persönliche Ausbildung jetzt auch nicht die beste, denn Du schreibst "18 Jahre alt aber top fit" - MOMENT! Sind wir hier wieder bei der unsinnigen Annahme, ein 18-jähriges Pferd wäre alt? Das ist eine Folge der Ausbildung unserer Zeit, wo möglichst viele Menschen möglichst viele Lektionen lernen sollen in möglichst kurzer Zeit, wo es wirtschaftlich nicht mehr drauf ankommt, ein Pferd mindestens bis ins Alter von 25 bis 30 Jahren nutzen zu können. Für Pferdebesitzer, denen das Pferd ein wichtiger Arbeitspartner (sei es Landwirtschaft, Transport, Militär oder sonstwas) war, wäre es eine Katastrophe gewesen, ein Pferd mit 20 Jahren schon ausmustern zu müssen. Heute werde ich gefragt, ob ich mich nicht endlich mal nach einem jüngeren Pferd umsehen und meins auf die Rentnerweide stellen möchte, weil man weiß, dass mein Wallach 21 ist. Irgendjemand wird Dich dahingehend beeinflusst haben, diesen Gedanken zu bekommen. Hättest Du nur fitte Pferde kennengelernt vorher, die niemals auch nur einen Hauch von Verschleiß gezeigt haben, bevor sie die 25 überschritten hatten und auch da kaum, würdest schreiben "ist je erst 18". Jetzt ist natürlich die Frage, welchen Anteil an dieser wohl dann doch nicht recht gesunden Art der Ausbildung Deine Trainerin hat.

Ich würde Dir raten, eben einen anderen Trainer zu buchen, wenn auf die "Stammtrainerin" kein Zugriff ist, denn Deine Arbeit jetzt am Galopp bringt Dir null. Erst mal Quer- und Längsbalance herstellen, dann wird das Pferd auch sauber galoppieren ohne dass Du Dich abmühen musst. Es jetzt irgendwie zum Galoppieren bringen, bringt der Geraderichtung null, eher im Gegenteil. Im Trab und Galopp erntet man, was man in guter Schrittarbeit sät heißt eine goldene Regel, die seit mehreren hundert Jahren funktioniert. Klar, wenn ein Pferd mal laufen dürfen muss, um sich auch psychisch loslassen zu können, dann nimmt man auch Trab und Galopp mit in die lösende Arbeit, eben im leichten Sitz und einfach mal "gehen lassen". Aber saubere, gymnastizierende Arbeit, die das Pferd und die Reiterei weiter bringt, macht man so lange im Schritt, bis man im Trab die erste Ernte einfährt, dann sieht man, was man schon mitnehmen kann in den Trab und je nach erreichter Geraderichtung nimmt man den Galopp dazu. Das sieht nur, wer neben dem Pferd steht, weshalb auch ein Profi einen Trainer dazu nimmt, der mal schaut.

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Kommentar von Elmo98
08.03.2017, 08:56

Danke für deine Antwort! Das hab ich nur geschrieben damit eben niemand schreibt "mit 18 ist er ja sowieso schon alt" oder ähnliches, wir haben auch Pferde im Stall die sind 27 und sind auch alles andere als "verbraucht". Aber ja du hast recht, ich kenne einige pferde die nur für den reinen Sport gekauft wurden und mit 16-18 schon auf der Rentnerwiese stehen und nicht mehr geritten können werden weil sie irgendwas haben (stehen nicht bei uns im stall). Ich hab mich schon lange um einen Trainer umgesehen... Wir sind sozusagen am arsch der Welt und die meisten sagen, dass ihnen das zu weit ist (vorallem wenn sie dann nur 1 Stunde hier haben). Alle die kommen werden verlangen so viel anfahrtsgeld, dass ich es mir als Schülerin nicht leisten kann. So alle 1-2 Monate kommt eine bekannte mit mir mit die schon früher als trainerin gearbeitet hat und unterstützt mich ein wenig, aber klar das is zuwenig. Und im Schritt und trab klappt ja alles wunderbar...

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Arbeite ihn mehr auf der rechten Hand (schulterherein, Volten) so das er locker wird und sich gut biegen lässt. Achte natürlich auch einen aufgewölbten rücken und Hals, das er ordentlich versammelt ist, ect.....
Und probiere dann mal aus einer Volten anzugalloppieren jeder neuer Gallopp Schritt ist ein Erfolg, dich achte auch dann drauf das er ordentlich geht und nicht rast oder in eine kreuzgallopp springt dann sofort wieder durch parieren.

Eine gute Vorbereitung ist alles!

Natürlich kann ich jetzt nicht viel sagen weil ich euch nixht gesehn habe ...

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Kommentar von Elmo98
07.03.2017, 22:33

im Trab geht das alles total gut (auch rechts), lässt sich gut biegen und ist locker. Aus der volte hab ich es noch nie versucht, werde ich nächstes mal versuchen :) ja kreuzgalopp ist schon immer sein Problem und schon langsam denk ich er macht es absichtlich :D danke für die Tipps!

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Kommentar von Jodchi1810
08.03.2017, 19:14

Kannst auch mal Probieren aus dem Schulterherein anzugalloppieren...

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Das gleiche Problem hate ich auch mit Pönsch. Ich hatte keinen Trainer und nichts und musste es mir komplett alleine erarbeiten. Und da hat einfach nur Training geholfen. Ich habe longiert(mit Kappzaun!) und habe es zuerst vom Boden aus Stück für Stück erarbeitet. Dann beim Reiten habe ich mit volten angefangen(Schritt), und habe ihn auf dem Zirkel im Schritt GEFÜHRT. Nach und nach hat das geklappt und wir sind mittlerweile so weit, dass wir bald piaffieren können:)  

(Das muss man natürlich aufs Pferd anpassen und nicht alles, was bei mir klappt, muss auch bei dir klappen)

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Kommentar von Elmo98
08.03.2017, 08:45

tolle Leistung! Ich bin ja auch nur 1x die Woche bei ihn also ist piaffe usw ja gar kein Ziel für uns. Beim longieren, am Feld (reiten) und wenn ich neben ihn laufe da macht er alles was ich will, das ist ja das "komische" Danke für die Antwort! :)

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