Pferd bleibt beim Reiten stehen und dreht sich beim Longieren rein- was tun?

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5 Antworten

Wenn ich das so lese, beschleicht mich der Eindruck, dass Du recht unsicher bist, und diese Unsicherheit sich blockierend in dem Pferd widerspiegelt.

Aber das kann ich ja nicht mit Bestimmtheit beurteilen - ich kenne dich ja nicht.

Um einen Tipp geben zu können, sollte man wissen, welche Reitweise du hast. Grade beim Lomgieren ist es total unterschiedlich, ob du klassisch, Parelli, Wege- zum - Pferd oder sonst eine Methode anwendest.

Da bringen dich Tipps aus der jeweils anderen Sparte total durcheinander.

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Kommentar von julie1520
04.03.2016, 22:25

Ich reite eher klassisch

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Hey, dass Problem mit dem hereinkommen beim longieren hatte ich auch. Das hat etwas mit Respekt und Rangordnung zu tun. Für dein Pferd ist die Rangordnung noch nicht geklärt, zumindest war es bei mir so. Ich war bei einem Horsemanshipkurs, dann hat es aufgehört. Vielleicht hört das buckeln und stehen bleiben auch auf.

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Naja, also ich kenne mich damit auch nicht so aus aber wenn es beim longieren so reindrängelt und rein will hat das oft was mit unsicherheit oder kein Bock zu tun...bei beidem auf jeden Fall immer konsequent trotzdem wieder raus schicken und versuche schon bevor es wirklich rein kommt das zu unterbinden (an longe wackeln, mit Peitsche auf die schulter usw), also sobald du merkst es fällt nach innen und macht Anzeichen zu kommen-gleich wieder raus. Und damit es nicht so unsicher ist würde ich es mal mit dem circle game von pat parelli probieren. Also allgemein die 7 games (kannst ja mal googlen wenns die nichts sagt), denn da lernt das pferd auch selbstständigkeit und ist vielleicht mal ne gute Abwechslung zum longieren:)

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Ich bin ja nur ein Kerl und kenn mich nich so mit Pferden aus, aber rede vielleicht mit ihr und schenk ihr genug Aufmerksamkeit =D

Erklär ihr, warum ihr raus geht und dass ihr Galopp im Gelände bestimmt mehr Spaß machen würde ....

Naja, lass ihr Zeit?

Bin au schon vom Pferd geflogen, weil es keinen Bock hatte immer die selbe Strecke zu reiten. So war zumindest meine theorie.. Wenn ich so ein Pferd wäre, würde mich das auch langweilen.

Zeig ihr wo sie lang laufen soll, geh den Kreis ab, damit sie weiss dass sie da lang soll?

(bevor hier keine andere Antwort kommt, wollt ich wenigstens schreiben wie ich denke...)

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Hi, zum Longieren: vielleicht versuchst du es zuerst mit einem Joi-Up. Du brauchst einen umzäunten Platz, rund, aber mehr oder weniger quadratisch ist auch gut. Als allererstes (nach dem Aufwärmen natürlich;-)) machst du das Pferd von allem los (Halfter/Zaumzeug, Strick, evtl. auch Gamaschen, etc.).

Dann schickst du sie davon/raus auf den Zirkel. Vielleicht musst du auch einen Strick, den du nach ihr wirfst, sie aber nicht triffst (!) zur Hilfe nehmen. 

Nun jagst du sie im Kreis herum. Mal im Trab, mal etwas im Galopp. Das Tempo varrierst du, indem du auf ihre Vorderhand/ihren Kopf schaust (bremsend) oder auf die Hinterhand (treibend). Die Richtung lässt du sie wechseln, indem du ihr so zu sagen den Weg abschneidest. Natürlich nicht wirklich, du machst nur einen Schritt auf ihren Kopf zu (evtl. schwingst du das Seil in ihre Richtung). 

Nach einiger Zeit sollte sie dir symbolisieren, dass sie zu dir in die Mitte kommen will. Das tut sie, indem sie den Kopf senkt und/oder  zu kauen und lecken beginnt. Dann jagst du sie nicht mehr davon, sondern wendest dich von ihr ab. Dann wird sie langsamer werden und vielleicht schon zu ihr in die Mitte kommen. Falls sie nicht kommt, beginnst du einfach deinen eigenen Weg über den Platz zu gehen. Wenn sie dir dann immer noch nicht folgt, jagst du sie wieder auf den Zirkel zurück und machst das ganze von vorne. 

Das könnte vielleicht auch gegen die Blockaden helfen. 

Wenn sie nicht vorwärts geht beim Reiten und einfach stehen bleibt, könnte es vielleicht sein, das sie etwas gesehen hat, wovor sie sich fürchtet. Ich würde mich einmal genau umsehen.                                                                     Ansonsten würde ich es einmal mit Bodenarbeit versuchen. 

Lg ;-)

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Kommentar von LyciaKarma
02.03.2016, 21:15

Join Up ist vielleicht was für Wildpferde, aber sicher nicht für Hauspferde, bei denen der Besitzer einfach nicht mit seiner Körpersprache umgehen kann.

Warum möchtest du eine Methode für Wildpferde an einem Hauspferd anwenden?  

Und dir ist schon klar, dass sie aus einer Anleitung im Internet nicht die Erfahrung bekommt, wie sein ein langjähriger Trainer hat?  

Wenn das schief geht - und es wird schief gehen, weil man beim Hauspferd keinen Grund hast, sowas zu tun - dann wird dieses Pferd eine lange Zeit keinem Menschen mehr vertrauen. Willst du das?  

Diese Methode sagt dem Pferd "Entweder du ordnest dich mir bedingungslos unter oder du stirbst", denn das Pferd hat keinen Ausweg. Von wegen mit "das Pferd entscheidet selbst, ob es reinkommt", denn der Mensch hört ja nicht auf, wenn das Pferd sich dagegen entscheidet. Er schickt und scheucht so lange, bis es aufgibt.  

In der Natur machen Pferde sowas auch untereinander, das stimmt. Dann kannst du ja naturgetreu versuchen, sowas auf einer großen Weide zu machen. Da wirst du dann schon merken, dass wir keine Pferde sind und dass jedes Pferd einfach weggeht oder dich angreift, wenn du mit so einem Müll ankommst.  

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Kommentar von horzrider
03.03.2016, 12:02

Was LyciaKarma schreibt, hab ich in letzter Zeit schon öfter gehört und ich gebe dir in einem Punkt recht "Bei denen der Besitzer nicht mit seiner Körpersprache umgehen kann" . Aber was soll an Join Up falsch sein? Wenn du dein Pferd longierst, dann treibst du es auch von hinten und machst Druck. Und beim Join Up machst du eben genau das selbe(ausserdem arbeitest du mit Körpersprache, das sehr sinnvoll ist, aber diese lernt man nicht von heute auf morgen, sondern über Jahre)...um es vereinfacht darzustellen. Aber du hast schon recht, wenn so manch selbsternannten Pferdeflüsterer sein Pferd stundenlang durchs Round Pen jagt und die kleinsten Annäherungsversuche seines Pferdes nicht erkennt, ist es pure Tierquälerei.

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