Pferd behalten oder besseren besitzer suchen?

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16 Antworten

Hallo, 

es kommt drauf an was du nun willst. Willst du ihn behalten oder nicht? Die Chemie müsste doch passen, schließlich hast du ihn dir ja auch ausgesucht. Oder war es eine voreilige Aktion nach dem Motto hauptsache-Pferd? Nein das soll kein Angriff sein, ich sehe es nur leider grade bei Jugendlichen sehr oft. 

Was hast du denn bisher alles mit ihm getan, damit dieses Angst-Problem besser wird? 

Etwas als ein halbes Jahr erscheint mir als Eingewöhnung, Vertrauensaufbau usw. als recht wenig Zeit. Die meisten brauchen ein oder sogar zwei Jahre bis da ein geregelter Alltag da ist und Probleme von beiden Seiten beseitigt sind. Das macht deine "Angst" nicht sehr viel besser. Unter diesen Umständen würde das auch mit einem anderem Pferd nicht besser werden. Wenn man ein Pferd führen möchte, dann muss man ihm auch die nötige Sicherheit vermitteln. Pferde haben ein ziemlich feines Empathiegespür, deine Angst merkt er und verhält sich als Fluchttier entsprechend.

Lass das Reiten erstmal sein und mache jetzt überwiegend Bodenarbeit. Speziell Führtraining und Horsemanship, hier werden die meisten Missverständnisse zwischen Pferd und Mensch geklärt. Am besten du suchst dir einen guten Trainer dazu. Den erkennst du daran indem er dir versucht zu vermitteln, dass du und dein Pferd sich verbünden. Wenn er dir was von Boss, durchsetzen, Join Up erzählt, dann weitersuchen.

Parallel kann es helfen, wenn du Reitunterricht auf einem anderem Pferd nimmst. Einfach damit du das erstmal von deinem eigenem Pferd trennst und ihn mit anderen Augen sehen kannst. Ich vermute nämlich das deine Angst durch die Pubertät kommt, da ist man schließlich immer mal unsicher. Dieses Problem haben viele junge Reiterinnen. 

Das wäre mein Vorschlag. Was du letztlich tust, entscheidest du. Solltest du ihn verkaufen, dann aber mein Tipp: Hol dir erst wieder ein Pferd wenn du dein eigenes Geld verdienst. Bis dahin reicht auch eine RB oder PB. 

Ich wünsche euch viel Glück und hoffe, dass das mit euch noch was wird! 

Mit freundlichen Grüßen

VanyVeggie

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Kommentar von Urlewas
17.07.2017, 08:10

Wieso sollte sie denn das Reiten sein lassen? Das Reiten macht doch anscheinend keine Schwierigkeiten. Ich habe auch schon mal so ein Pferd geritten - am Putzplatz schwierig, beim Führen unberechenbar ( wohl oft ein Problem mit sehr großen Pferden), aber unterm Sattel stets gut händelbar.

Von einem guten Trainer angeleitete Bodenarbeit ist da natürlich ne gute Sache; aber nicht statt, sondern zusätzlich zum Reiten.

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Das ist keine dumme Frage, das ist ein Risiko und suchst nur Hilfe.
Nur es wäre in Deinem Fall praktische Hilfe notwendiger als Theoretische.

Klar können Dir hier Leute Tips und Ratschläge geben, aber Du bist auch noch relativ Jung also fehlt Dir wahrscheinlich auch die nötige Erfahrung mit einem Problempferd umzugehen. Da braucht man nämlich mehr Erfahrung als ein paar Jahre Unterricht!

Ich persönlich würde erstmal drüber nachdenken, wie war das Pferd als ich es bekommen habe!

-Wann fiengen die Probleme an, bzw was für ein Ereignis hat es gegeben das er einen Grund hat um so schreckhaft zu werden (es kann auch an der eigenen Unsicherheit liegen, dies überträgt sich ganz schnell auf's Pferd)

-Es gibt auch ein Vertrauensproblem bei euch. Warum gibt es das! War Dir die Größe evtl eigentlich schon beim Kauf zu groß und habt das Pferd zu schnell gekauft also mit dem Motto "der Wunsch ist groß, also so schnell wie möglich ein Pferd her" Zu wenig Zeit beim Pferdekauf genommen!

-Ist die Ausrüstung okay und gesundheitlich alles gut, oder kann es sein das ihn in bestimmten Stellungen beim reiten auf einmal etwas zwickt was ihn dazu bringt zu erschrecken!

-nach einem Jahr solltest Du seine Charaktereigenschaften kennen. Was fällt ihm schwer, was nicht. Erwartest Du evtl etwas zu viel von ihm und er ist zu überfordert damit. Meine Erfahrung ist, wenn Eltern ihren Kind ein Pferd kaufen und selbst keine Ahnung von so etwas haben, werden oft Pferde gekauft die günstig sind aber noch keine richtige Ausbildung haben. Ein Reiter vor allem bei Deinem Alter konzentriert sich mehr darauf das er sein eigenes können steigert dies aber auch vom Pferd erwartet. Was falsch ist. Ich kann niemand auf ein Pferd setzen der lernen möchte aber das Pferd dies nicht beherrscht!

Es gibt so viele Fragen die man sich erstmal selbst "ehrlich" beantworten muß. Auch wenn man gewisse Dinge eigentlich nicht eingestehen möchte. Man kann sich die Fragen ja selbst beantworten und muß dies niemand erzählen.
Nur entscheidet man sich für den Weg, einen Trainer zu holen bzw jemand der echt Ahnung von sowas hat, muß man mit ihm ehrlich darüber sprechen. Der Trainer weis dann wo er anfangen muß. Was in bestimmten Situationen passieren kann.
Das ist auch von Vorteil für den Trainer das er sich drauf vorbereiten kann. Ein guter Trainer lässt das dem Pferd aber nicht anmerken, da Sicherheit und selbstbewusstes Handeln dem Pferd gegenüber wichtig ist.

Dies ist auch ein Grund warum ich dagegen bin so jungen Mädl's ein Pferd zu kaufen. Ich möchte Dich damit nicht angreifen, aber die Naivität bei der Mehrzahl so jungen Leuten ist hoch. Ihr Motto ist oft, gutes Pferd das Pferd begleitet mich und sind der Meinung das Pferd sei schuld.
95% aller Problem Pferde, bauen nicht das Problem von sich aus auf, sondern durch eigenverschuldung des Besitzers!
Dies geben nur die meisten nicht zu!

Deine Möglichkeiten sind, entweder Du verkaufst das Pferd, weil damit tut ihr euch keinen Gefallen. Angst ist ein absolutes no go vor allem bei solchen Pferden.
Oder Du suchst Dir jemand mit Herz und Erfahrung der euch beide in eurem Tun begleitet und Anweisung gibt.

Aber wichtig, suche erstmal nach Deinen Fehlern. Sei ehrlich mit Dir selbst und entscheide Dich ob es wirklich das richtige Pferd für Dich ist. Ob es möglich ist eine gute Verbindung auszubauen.

Es geht nicht nur Dir so, es geht vielen anderen auch so. Versaut ist ein Pferd ganz schnell, nur das wieder in Ordnung zu bringen dauert lange und es ist sehr viel Geduld gefragt!

Ich wünsche euch beide viel Erfolg! Aber ich denke das Du den einfacheren Weg gehst und ihn weg gibst.

Es waren jetzt vielleicht keine großen Tips oder Ratschläge. Kann ich auch nicht geben da ich das Pferd weder kenne noch gesehen habe. Ich brauche auch die Mimik und Gesten eines Pferdes dazu um mir ein Bild zu machen. Bevor ich entscheide wie ich anfange nehme ich das Pferd ganz genau unter die Lupe. Das fängt schon beim Hänger ausladen an!
Aber vielleicht konnt ich doch etwas helfen. Das sind nur wenige Faktoren.

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Kommentar von MomoCharly
18.07.2017, 00:12

Seh ich genauso. Such dir einen guten Trainer der dich im Umgang und in deiner Körpersprache trainiert 

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Weitermachen geht meiner Meinung nach nur, wenn du jemanden vor Ort hast, der dir hilft, deine Angst zu überwinden. Alleine würde ich das nicht machen. Ich denke mal, du müsstest vielleicht erstmal ergründen, worin deine Angst besteht. Worin besteht deine Überforderung? Durch das Verhalten des Pferdes ? Ist es wirklich so schlimm oder bist du bereits so eingeschüchtert, dass relativ "normales" Verhalten dich bereits ängstigt.

Gab es denn irgendwelche Vorfälle, die Grund für deine Angst sind ? 

Ich kenne das so ein bisschen, dass man irgendwelchen Situationen,  in denen man das Pferd nicht so wirklich im Griff hatte, nicht vergessen kann und demzufolge in jeder ähnlichen Situation befürchtet, es könnte erneut passieren. Da braucht teilweise noch nicht mal wirklich was schlimmes passiert sein. Manche Leute können das locker wegstecken, manche lassen sich ewig davon beeinflussen.

Bist du grundsätzlich ein eher ängstlicher / vorsichtiger Mensch ? Neigst du generell zu Ängsten. Ich denke, all diese Dinge müsste man berücksichtigen, bevor man eine Entscheidung trifft, wie man speziell in dieser Situation umgeht. 

Vielleicht gibts in deiner Gegend auch mal Kurse für "Angstreiter". Vielleicht kann dir hier jemand weiterhelfen, wie du "professionell" mit deinen Gefühlen umgehen könntest. 

Was sagen denn deine Eltern dazu ? 

Ich würde auch überlegen, was die Gründen dafür waren, ausgerechnet dieses Pferd zu kaufen ? War er schon immer so ? 

Und wie gesagt, würde ich mir wirklich Hilfe vor Ort suchen, einen Trainer, der vielleicht - falls es nötig ist - auch noch ein bißchen "Erziehungsarbeit" an dem Pferd leistet und dir im Umgang zu Seite steht, als "Sicherheitsnetz" quasi. 

Geht das alles gar nicht, ist es auch keine "Schande", sich von einem Pferd zu trennen. Bevor aus deiner Angst heraus wirklich noch mal etwas schlimmeres passiert. Deine Unsicherheit macht es für das Pferd ja auch nicht besser. 

Alles Gute für deine Entscheidung! Lass dir von niemandem ein schlechtes Gewissen einreden. Im Zweifelsfall geht die Sicherheit vor und wie gesagt, für das Pferd ist es auch besser, wenn es einen Menschen hat, der ihm gerecht werden kann.

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Kommentar von Urlewas
17.07.2017, 13:13

Sehr schöne Antwort. Ermutigen ist besser, als erhobener Zeigefinger...

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Gib das Pferd ab, aber mach dir die Mühe, einen guten neuen Platz für ihn zu finden. Das ist nichts Ehrenrühriges, sondern völlig in Ordnung.

Aber dann, bevor du dir ein anderes Pferd kaufst, solltest du dich schon fragen, was für dich das richtige Pferd ist.

Nimm´s mir nicht übel, aber ich als deine Eltern hätte dir von vorneherein kein 1,78 großes Pferd gekauft. Was hast du in dem Pferd gesehen? "Oh, tolles Pferd mit Turnierchancen." War es das?

Als Freizeitpferd für eine 14 j. ist so ein Pferd doch meistens völlig ungeeignet. Ist da beim Kauf mit dir der Ehrgeiz durchgegangen? Ein 1,78 Pferd ist einfach  schwieriger zu händeln als ein handlicheres Pferd.  Und wenn so ein Pferd auch noch schreckhaft ist - na ich danke.

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Ach Leonie...

Wenn ich immer solch Redewendungen höre wie" ihn aufgeben", werde ich immer ganz traurig. Das hört sich an, als würde man ein krankes Pferd seinem Schicksal überlassen. Aber so ist es doch gar nicht! 

Ihr beide, Du und Dein Pferd,  Ihr habt ein Problem miteinander, und Du suchst nach einer Lösung. Ich finde, was Du da schreibst, klingt sehr vernünftig. Und Du hast recht, das sollte so nicht weitergehen, denn das ist weder fur dich noch für das Pferd gut. Auch Deinen Eltern gegenüber ist es nicht fair. Sie haben Dir ein Pferd gekauft, und zahlen jeden Monat viel Geld für seinen Unterhalt, um Dir was gutes zu tun - und nun bist du gar nicht glücklich damit...Was sagen denn sie dazu?

Also ich sehe da 2 Möglichkeiten, denn allein kommst du da nicht raus. Ich weiß ja  nicht, ob Deine Eltern noch mehr Geld in Dein Hobby investieren können und wollen. Das wäre natürlich der Idealfall. Denn dann würde ich mit dem Pferd zu einem entsprechenden guten Trainer fahren, der darauf spezialisiert ist, Antischrecktraining und ähnliches zu machen. So etwas kann unter Umständen einige Wochen dauern, wo sich die großen Ferien anbieten, damit auch Du dort Ferien machen kannst. Schon so manches Pferd ist so zum Verlasspferd geworden, wenn man ihm und dem Reiter Sicherheit vermitteln konnte.

Wenn diese Möglichkeit ausgeschlossen sein sollte, würde ich es für besser halten, Du suchst dem Pferd einen passenderen Besitzer und Dir ein einfacheres Pferd. Denn wenn das noch eine Weile so weitergeht, wirst du immer unglücklicher, und das Pferd kommt in ein Alter, wo es niemand mehr will. Dich zu überwinden, bringt nichts. Das hilft nur, wenn man dann ausschließlich gute .Erfahrung macht - aber so, wie es aussieht, kommst du allein nicht weiter, und vor Ort hast du ja offensichtlich keine wirkliche Hilfe, sonst würdest du hier nicht so fragen.

Ich hoffe, du findest bald eine gute Lösung! 😊

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Kommentar von Urlewas
17.07.2017, 08:15

Nochmal was: beim Putzen fängt es schon an. Wenn du schon da Probleme hast, ist klar, dass sich das Pferd sich kaum von Dir führen läßt und immer schreckhafter wird. Denn hier findet ein sehr intensiver Kontakt statt, der die Beziehung prägt.

Was macht denn das Pferd beim Putzen? Tritt es, beißt es ( wenn ja, richtig beissen oder leichtes Schnappen?) , rempelt es dich weg? 

Wie benimmt  es sich, wenn jemand anders mit dem Pferd umgeht, oder machst du alles allein selber?

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Kommentar von Zanora
17.07.2017, 08:54

Ich persönlich würde jetzt erstmal von intensiven Training etwas Abstand nehmen da ich mir selbst erstmal einige Fragen stellen würde die man sich ehrlich beantworten muß. Hab hier auch nen Beitrag dazu geschrieben. Erstmal muß dieses "warum" geklärt sein. Da es meistens nicht am Pferd sondern am Besitzer liegt. Die meisten Faktoren sind Unwissenheit und keine Geduld. Ist bereits Angst vorhanden, muß erst sie lernen diese Angst unter Kontrolle zu bringen. Was so gut wie unmöglich ist dies bei einem Pferd das selbst Probleme hat unter Kontrolle zu bringen. Mit ganz viel Ehrgeiz und dem Gedanken das schaffen wir denn Du bist mein Gefährte der in meinem Herzen ist, ist dies aber möglich. Nur das scheint mir hier nicht der Fall zu sein. Ich denke das sie den einfacheren Weg geht und das Pferd weg gibt! Vertrauen aufzubauen dauert ne Zeit, aber man spürt relativ schnell ob eine gute Verbindung möglich ist. Daher denke ich ist es für sie das falsche Pferd. Ich denke außerdem das es ein schnellkauf war und sich nicht Zeit genommen wurde beim Kauf. Da war die Motivation zu groß endlich was eigenes zu bekommen! Wie Du bereits geschrieben hast, ohne Hilfe eines Trainers wird es schwierig bis unmöglich.

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im prinzip hast du doch schon entschieden.

das pferd ist wohl in jeglicher hinsicht noch "eine nummer zu gross" für dich.

mit ausnahme vielleicht vom reiterlichen her.

damit dies pferd glücklich werden kann, braucht es einen menschen mit viel pferdeerfahrung, der ihm sicherheit vermitteln kann. damit du glücklich mit einem pferd werden kannst, brauchst du ein anderes pferd. scheint, ihr seid nicht füreinander gemacht.

und genau so sollte man es mit einem späteren kaufinteressenten auch kommunizieren.

du bräuchtest ein pferd, dem nicht du etwas beibringen musst, sondern das DIR was beibringt und dir sicherheit vermittelt, damit du die erfahrung sammeln kannst, um eines tages mit einem pferd wie deinem jetzigen gut bedient zu sein.

ein pferd für dich sollte auch auf "augenhöhe" sein. auch grössenmässig (zwischen 1,50m bis maximal 1,65m stockmass) und gut erzogen und unkompliziert im umgang vom boden aus.

im grössensegment zwischen 1,50m und 1,58m findest du übrigens häufig gute pferde für recht kleines geld, weil diese pferde nicht mehr pony, aber auch nicht so "richtig" grosspferd sind.

ich möchte dich zu deinem gedankengang beglückwünschen. diese sichtweise ist für eine 14-jährige sehr reif und weitsichtig. der nächste schritt sollte sein, mit deiner reitlehrerin und mit deinen eltern zu sprechen - und vor allem mit deinen eltern auf eine möglichst diplomatische weise.

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Mhm... das ist immer schwer zu sagen, aber ich bin der Meinung das es einfach manchmal zwischen Mensch und Pferd nicht passt. Du bist überfordert und so wie es sich anhört, verlierst du den Spaß an deinem Hobby. 

Ich habe auch schon zwei Pferde abgelehnt, da es zwischen uns einfach nicht gepasst hat und dann ist es nicht nur für den Reiter Stress - sondern auch für das Pferd. Ich finde es zeugt von großer Reife von deiner Seite aus, dass du ehrlich mit dir selbst bist und dir so etwas eingestehst. 

Mein Rat: rede mit deinen Eltern darüber, sie werden es verstehen wenn du es ihnen genauso erklärst, wie du es hier schreibst. :-) Macht einen Schlachtplan was von jetzt an der nächste Schritt sein soll. Setz dir eine Grenze. Zum Beispiel: ich nehme mir jetzt noch 6 Monate und wenn es dann immer noch so wie jetzt ist, suche ich nach einer anderen Alternative. 

Aber so wie ich es heraus lese, hast du gar nicht mehr so viel Zeit. Daher, schaue dich nach einer Alternative um, vereinbare ein paar Probereiten und schreibe eine Annonce für deinen Wallach. Manchmal ist es das beste, wenn sich Wege trennen damit man glücklich wird. 

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Guten Morgen,

letztendlich ist es natürlich ganz allein deine Entscheidung, aber ich kann ja mal meine Gedanken dazu aufschreiben.

Natürlich kannst du einerseits sagen, dass du das Pferd weitergibst. Wenn man den Spass am Hobby verliert, ist es natürlich auch blöd - vor allem wird dein Pferd merken, dass du zu viel Respekt vor ihm hast und früher oder später auch reagieren, du weisst aber nicht, wie es reagieren wird.

Du kannst aber auch daran arbeiten. Vielleicht fragst du im Stall mal einen erfahrenen Reiter, ob er dich dabei unterstützt, oder auf einen (Guten!) Reitlehrer zurückgreifen. Du musst natürlich schauen, wie du das mit den zusätzlichen Kosten machst, vielleicht kannst du deine Eltern da mal fragen.

Ich hatte bis letztes Jahr November auch einen Hannoveraner Wallach als Pflegebeteiligung, 1,78 m gross. Da er mit Hals und Kopf oben drauf um einiges größer war als ich, hatte ich am Anfang auch ein bisschen zu viel Respekt vor ihm, trotz jahrelanger Erfahrung im Umgang mit Pferden. Da ich aber sowieso nur Bodenarbeit gemacht habe, hat sich irgendwann ganz schnell die Beziehung gebessert und wir sind richtig gute Partner geworden. Du kannst ebenfalls auf Bodenarbeit zurückgreifen und das Reiten erstmal mehr in den Hintergrund stellen, bis die Beziehung sich gebessert hat. Es ist für dich und auch für das Pferd sehr viel angenehmer miteinander zu arbeiten, wenn das Grundvertrauen in Beiden Richtungen ( Boden und Reiten) da ist und keine Ängste mehr da sind.

"MessageFromA" schreibt, dass du dir eine Grenze setzen kannst - die Idee finde ich richtig gut. Du kannst dich ja auch, wenn du dich mit deinen Eltern zusammensetzt, mit ihnen an den Computer setzen und alle Antworten hier einmal durchlesen, dann schreibt ihr alle wichtigen Punkte auf und macht euch eine Liste, bzw. einen Plan.

Ich wünsche dir auf jeden Fall ganz viel Erfolg, wenn du das Pferd doch behältst - und wenn nicht, dann findest du bestimmt etwas, was dir genauso viel Spass macht. :-)

Ganz Lieben Gruss

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Du hast zwei Möglichkeiten:

1) Du versuchst es mit ihm und waechst an ihm. Aber nur mit einem guten Trainer.

2) Du gibst auf. Ganz ehrlich, ich würde mir 1.80 und schreckhaft nicht antun. Ich hatte einmal einen grossen starken (etwas unerzogenen), dass ist einfach eine Herausforderung rein von der Kraft und Masse her, selbst wenn sie super lieb sind. Und du bist erst 14 Jahre alt. Ich verstehe nicht, wieso dir jemand so ein Pferd kauft. Man fängt mit erfahrenen kleineren Pferden an. Ich kenne wenige die sich 1.70 antun würden. Ich nicht, man fällt ja auch weiter.

Im Springsport mags von Vorteil sein.

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Hey,
An deiner Stelle würde ich es mal mit einem guten Trainer versuchen. Einen der euch neben dem reiten hilft. Hast du es schonmal mit Bodenarbeit versucht? Es schweißt euch zusammen und vielleicht traut ihr euch mehr wenn ihr euch gegenseitig mehr vertraut?

Ich hoffe ich konnte dir helfen :)
Lg

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Gibts die Möglichkeit, dass du einen guten Trainer vor Ort bekommst, der dir Tipps und Tricks im täglichen Umgang gibt? Ist halt nicht billig - würden deine Eltern das zahlen wollen? 

Ansonsten würde ich ihn weggeben. Das hat nicht mit "besserer" Besitzer zu tun, sondern damit, dass manche Pferd-Mensch-Kombis einfach nicht passen. Sich das einzugestehen ist nicht leicht und erfordert Mut. Aber es ist garantiert kein Zeichen von Schwäche! 

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Kommentar von Urlewas
17.07.2017, 23:00

Sehr schön gesagt! 

Man muss sich nicht als Versager fühlen, wenn es mit einem Pferd nicht recht klappt. Und sich auch nicht verbiegen im verzweifelten Versuch, es doch noch "hinzukriegen ". Manche Paare sind einfach  besser füreinander  geschaffen 😊

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Das klingt wirklich nicht schön.. wenn du es garnicht probieren magst ist es das beste wenn du ihn abgibst. Solltest du allerdings noch eine Kraft Reserve haben: such dir einen guten Trainer! Wenn das scheitert sollte kannst du ihn immernoch verkaufen.

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14 Jahre und 1,78 m großes Pferd. Das ist schon eine Nummer. Aber es gab ja Gründe warum es ausgerechnet dieses Pferd sein sollte. Und unter REitern sagt man ja, das was man hat ist eine persönliche Aufgabe.

Das Pferd zeigt dir, dass du Angst hast - vor Pferden. Ganz tief im inneren. Aber dieses Pferd ist auch dafür da das du diese Aufgabe lernst. Dein Pferd spiegelt sich. Das Eigentum an einem Pferd bedeutet auch nicht nur reiten. Mit Pferden kann man ganz viel machen.

Erkundige dich mal über Bodenarbeit. Damit fängt reiten an. Wenn das Vertrauen am Boden nicht da ist und er"arbeitet" wird - wie soll es dann im Sattel klappen. Ja Auf Schulpferden ist das was anderes.Die haben meist schon aufgegeben und trotten ihren Weg.

Guck mal unter 7 Spiele von Pat Parelli. Mach einen Kurs z.b. darin, hol dir einen Trainer dann merkst du jeden Tag wie dein Selbstvertrauen größer wird und die Angst deines Pferdes wandelt sich in Vertrauen um.

Und wenn du der Meinung bist, was ich schreibe ist quatsch. OK. Aber dann verkauf das Tier bevor du es versaust und es für niemanden mehr vertrauen kann. Die ethnischen Grundsätze sagen dir ja was. Alles Gute

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Wenn du dieses Pferd wirklich liebst dann zeig ihm das wann immer es geht hol dir eine Trainerin und zusammen mit Hilfe kannst du es schaffen deine Angst zu überwinden und sobald du das geschafft hast wird er es auch können, wenn es jedoch gar nicht geht dann setzt dir eine Grenze ja noch 3 Monate oder so und wenn diese Grenze (OHNE DAS IHR FORTSCHRITTE GEMACHT HABT) überschritten ist kannst du immer noch überlegen ob du dein Pferd behalten willst oder nicht, wenn es wirklich liebe ist dann steht ihr das zusammen durch da bin ich mir sicher und mit ein wenig Hilfe könnt ihr das schaffen und lass dich nicht unterkriegen ich weiß nicht wieso hier niemand an dich glaubt aber ich tue es ich glaube das du/ ihr das schafft!
Viel Glück Valeria

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Du kannst dir ja mal einen Trainer zur Hilfe holen. Dieser kann dir bei deiner Angst helfen und auch gleichzeitig das Pferd weniger schreckhaft machen. Durch das Training lernt ihr (du und Pferd) euch auch besser kennen und vertraut euch gegenseitig ;)

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Tut mir Leid für dich. 

Wenn es dich wirklich so sehr belastet solltest du ihn abgeben. 

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Kommentar von Tabaluga1961
17.07.2017, 11:44

doofe Antwort

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