Pfefferspray u18

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Pfefferspray darf in Deutschland von Privatpersonen nur in Form von sogenannten Tierabwehrsprays besessen und geführt (Führen = griffbereit in der Öffentlichkeit bei sich tragen) werden. Damit unterliegen sie nicht dem Waffenrecht und dürfen auch von Minderjährigen besessen und geführt werden. Auf diesen Sprays muss drauf stehen, dass der Einsatz nur gegen aggressive Tiere erlaubt- , aber gegen Menschen verboten ist. Denn Pfefferspray hätte für den Einsatz gegen Menschen an Tieren getestet werden müssen. So wie CS oder CM Gas seiner Zeit. Als Pfefferspray nach Deutschland kam, waren aber solche Tierversuche schon verboten. Die Polizei darf es dennoch einsetzen, da sie nicht dem Waffenrecht unterliegt.

Bei Notwehr darf man es aber auch als Privatperson einsetzen. Denn bei Notwehr werden an sich strafbare Handlungen nicht mehr strafbar. Es ist z.B. verboten jemanden mit der Faust ins Gesicht zu schlagen. Bei Notwehr aber, ist es erlaubt. So auch der Einsatz von Pfefferspray gegen Menschen.

Händler verkaufen solche Sprays aber erst an 14, oder 18 jährige Personen. Einfach um eventuellen Ärger mit den Eltern zu vermeiden, die fast jeden Kauf ihrer noch nicht voll geschäftstüchtigen und minderjährigen Kinder rückgängig machen können.

Pfefferspray ist nicht mit CS Gas Spray zu verwechseln. Das Zeug unterliegt dem Waffenrecht und ist daher problematischer (ab 14 und bei öffentlichen Veranstaltungen verboten). Auch wirkt es nicht so gut wie Pfefferspray, bei gleichzeitigem Risiko von Langzeitschäden bei der getroffenen Person. Allergiker oder Asthmatiker allerdings können ersticken, egal welchen Reizstoffen sie ausgesetzt werden. Das ist auch schon oft genug passiert.

Bei Demonstrationen sind alle Gegenstände verboten, die dazu geeignet sind sich einer Festnahme zu entziehen. Also auch Pfefferspray, obwohl es sich um keine Waffe handelt. Auch muss man auf die jeweiligen Hausordnungen achten. In Schulen und anderen öffentlichen Gebäuden können diese Sprays auch verboten sein. Das entscheidet immer der Besitzer. Das hat dann aber in der Regel keine Strafanzeige zur Folge, eher ein Hausverbot.

Notwehr mit Pfefferspray:

Man muss sich sicher sein, dass ein widerrechtlicher Angriff auf einen selbst, oder auf eine andere wehrlose Person unmittelbar bevorsteht, gerade stattfindet oder noch andauert. Hat man sich entschlossen zu handeln, dann droht man nicht erst mit dem Spray, sondern man zieht es und sprüht sofort. So kann einem niemand das Spray aus der Hand schlagen. Wenn dem Angreifer Augen, Nase und Mund brennen, ohne dass er weiß warum und was passiert ist, dann hat man alles richtig gemacht. Danach Abstand zum Angreifer vergrößen. Ist er hilflos ist man verpflichtet erste Hilfe zu leisten und 112 anzurufen. Ansonsten die Flucht antreten. Denn Pfefferspray hält nicht jeden auf, aber es erhöht die eigenen Fluchtchancen.

Es gibt verschiedene Sprays mit unterschiedlich hoher Wirkstoffkonzentration, unterschiedlicher Größe und welche die einen Strahl, eine Wolke oder ein Gel versprühen. Ich würde den flüssigen Strahl bevorzugen. Man hat eine etwas höhere Reichweite und der Strahl ist windstabiler.

Später diese Situation eventuell einem Richter glaubhaft zu machen kann sehr wichtig werden. Daher Zeugen suchen wenn es geht und sich eine Gedächtnisnotiz mit dem genauen Tathergang anfertigen. Auch wenn man glaubt alles richtig gemacht zu haben, kann das ein Richter immer noch anders sehen.

Ich verstehe nicht wozu ein 15 Jähriger als Schutz ein Pfefferspray/Tierschutzspray braucht. Er selbst kann entscheiden ob er sich sicher fühlt oder nicht und Pfefferspray fällt unter das Waffengesetz,bei einer Kontrolle werden die Eltern informiert da er unter 18 das nicht mit sich führen darf. Ob er eine Anzeige bekommt weiß ich nicht und nur so am rande..wenn du seine Schwester bist würde es sich mehr Lohnen wenn du es hast.

Ja er fühlt sich unwohl wen er nachts nachhause läuft. Danke für die Info! Ich gib ihm ein mit. Und ich persönlich trage auch eins bei mir! "Darf es ja;)"

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@Digga23

Soll er halt nicht Nachts durch die Straßen laufen :D sonder früher Nach hause gehen, ich hab ja nichts gegen einen Schutzgegenstand bei sich nur bin ich vor einem Jahr pünktlich um 22:00 zu Hause gewesen weil ich wusste das die Alkis und alles auf die Straßen kommt :D

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Gegenfrage. Was hat jemand mit 15 mitten in der Nacht allein auf der Straße zu suchen?

Mal ab davon wie weit die Polizei dieses Zubehör sehen würde, ist es eine trügerische Sicherheit. Das Zeug muss man in so einer Situation erst einmal raus holen und dann auch noch damit rechtzeitig den Angreifer treffen. Oft wäre man mit rennen besser bedient gewesen als das raus zu fummeln. Wenn es schlecht läuft ist man die Flasche los bevor man etwas damit machen kann oder hat das Zeug selbst im Gesicht.

Wenn sich der Bruder so unwohl fühlt, wäre es klüger zu vernünftigen Zeiten draußen unterwegs zu sein und vielleicht mal über einen Selbstverteidigungskurs nachzudenken. Da hat er jedenfalls mehr von, als sich auf irgendein Spray zu verlassen.

Gegenfrage. Was hat jemand mit 15 mitten in der Nacht allein auf der Straße zu suchen?

Ist doch völlig egal. Und wenn er da Murmeln spielt. Diese Argumentation ist ähnlich wie bei einer Frau, die ja angeblich selber schuld an einer Vergewaltigung ist, wenn sie einen kurzen Rock trägt.

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@stinkertum

Hier geht es aber nicht um eine Schuldfrage wegen irgendwelchen Äußerlichkeiten sondern um das eingehen eines (unnötigen) Risikos bei einem Minderjährigen der laut Jugendschutzgesetzt (man möge mich berichtigen wenn ich falsch informiert bin) nach 22 Uhr allein auf der Straße gar nichts mehr zu suchen hat.

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