Pfand und die Umsatzsteuer

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1 Antwort

1. Muss ich das Verpackungspfand das mit einem Lebensmittel verkauft wird gesondert in der Rechnung aufführen?

Musst du nicht, vereinfacht aber die spätere Abwicklung. Das Pfand gehört zur Bemessungsgrundlage dazu, weil der Käufer auch dieses bezahlen muss, um die Ware zu erhalten, §10(1)S.2

Ist das eine Nebenleistung, die das Schicksal der Hauptleistung trifft?

Richtig erfasst. Wenn es also ein Gut aus der Anlage 2 ist, sind es komplett 7%

2. Wie ist das jetzt wenn die Waren an einen Händler verkauft werden und der Händler auf zurückgegebene Verpackungen dann eine Gutschrift auf die nächste Rechnung bekommt? Im Prinzip gebe ich in der Rechnung einfach einen Minusbetrag an und wähl 0% MwSt für diese Position oder?

Nein, es muss der selbe USt-Satz genommen werden wie bei der ursprünglichen Rechnung. Es ist im Grunde eine nachträgliche Änderung der Bemessungsgrundlage §17.

3. Muss etwas beachtet werden, wenn statt einem Geldbetrag, Ware gutgeschrieben wird? Kann ich dann einfach auf die Rechnung schreiben "x mal Ware; Steuersatz: 0%; Betrag: 0,00€"?

Dann liegt ein Tausch vor §3(12), Lieferung und Gegenlieferung sind ebenfalls der USt. zu unterwerfen. Bei gleich hohem Wert und gleichem Steuersatz kommt es zwar für beide zu keiner Steuerschuld, aber das in der Rechnung mit 0% auszuweisen ist sachlich falsch.

4. Wie muss das ganze verbucht werden? Also die Umsatzsteuer müsste ich wieder zurückbekommen oder? Weil die Leistung ja quasi auch wieder zurückgegeben wird?

Ja.

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