Pfändungsschutzkonto - Wer hat Erfahrungen damit?

...komplette Frage anzeigen

4 Antworten

1.) Praktisch und sinnvoll, da es ein gesetzlich garantierter Anspruch ist. Jeder der ein Girokonto besitzt ( und wenn es nur einen Tag ist ), hat den Anspruch, dass seine Bank auf Kundenwunsch dieses Girokonto innerhalb von 4 Bankarbeitstagen ( Mo.- Fr. ) in ein P-Konto umwandeln MUSS. ( § 850k ZPO )

Man kann es umwandeln lassen, auch wenn man KEINE Pfändung erwartet oder bereits hat. Die Bank muss es trotzdem umwandeln, wenn man das möchte.

Eine Bank KANN auch ein P-Konto gleich eröffnen, OHNE das der Kunde ein Girokonto hat. Darauf hat man aber keinen Anspruch. Nur wenn man bereits ein Girokonto besitzt, muss die Bank auf Wunsch dieses in ein P-Konto umwandeln.

2.) Ein P-Konto darf grundsätzlich NICHT teurer sein, als das Girokonto zuvor. Ein P-Konto darf ferner KEIN eigenständiges Kontomodell sein, weil es keins ist.

Mit der Umwandlung eines Girokonto`s in ein P-Konto, darf weder das Kontomodell, noch die Kontonummer gewechselt/geändert werden.

Ein P-Konto ist immer eine Zusatzleistung zum bisherigen Girokonto.

Das bisherige Girokonto bleibt grundsätzlich bestehen, wird nur mit dem Zusatz P-Konto- Schutz weiter geführt.

Da die Banken zu dieser Leistung gesetzlich verpflichtet sind, dürfen diese KEINE zusätzlichen Gebühren berechnen!

Bei einem P-Konto darf die Kreditkarte und der Dispo gekündigt werden. Aber immer ordentlich und Einzelfall bezogen, nicht pauschal und automatisch.

Ansonsten darf man mit einem P-Konto NICHT schlechter gestellt werden, als mit dem reinen Girokonto zuvor.

Die normale Bankkarte darf NICHT gegen eine Servicekarte ausgetauscht werden.

Wenn ich bisher 3€ monatliche Kontoführungsgebühren gezahlt habe und das Konto in ein P-Konto umwandle, dann darf dieses P-Konto weiter nur 3€ kosten!

Der Einwand der Banken, das P-Konten mehr Aufwand machen und auch mehr kosten, mag stimmen, diese Kosten MUSS die Bank aber alleine tragen!

( Quellen: § 850k ZPO, Urteile des BGH vom 13.11.2012 und 16.07.2013 )

3.) Nein, auf keinen Fall. Wer immer dir das erzählt hat oder wo immer du das gelesen hast: Es ist absolut falsch!

4.) Mindestens 1045,04€ . Bis zu diesen Betrag darf nichts gepfändet werden. Egal ob das Geld vom Jobcenter, von der Firma, von Lotto oder von allen gleichzeitig stammt.

Du kannst den Freibetrag bei deiner Bank und/oder bei der Vollstreckungsabteilung deines Amtsgerichts erhöhen lassen, wenn du Unterhalt zahlen musst oder eine hohe Nachzahlung von zum Beispiel 3 Monaten Alg 2 erhältst und bei diesem auch die Miete dabei ist.

Zu Frage 1,wenn du Schulden hast und es kann passieren das dir da dann das Konto gepfändet wird ,finde ich es gut,ansonsten brauchst du es nicht.Zu Frage 2,das ist wirklich von Bank zu Bank verschieden ,manche verlangen extra Kontoführungsgebühren ,andere nicht.Zu Frage 3,du musst nicht jeden Monat Geld einzahlen ,aber dann stellt sich mir wiederrum die Frage wozu dann überhaupt ein Konto.Zu Frage 2,Der Freibetrag für eine Einzelperson beträgt 1045 €.

@lolonana

Zu 1.) Sehr sinnvoll wenn du geld noch ausgeben möchtest, andernfalls kann es von deinem jetzigen konto einfach abgebucht werden ohne das du was machen kannst.

zu 2.)ist von Bank zu Bank unterschiedlich, am besten einfach mal zur Schuldnerberatung gehen.

zu 3.) Nein muss nicht

zu 4.) siehe links

0

Leider Habt ihr keine Ahnung, wie kompliziert das ist. Dachte, dass ich hier jemand finde, der wirklich Ahnung hat. Schade.

Was möchtest Du wissen?