Pfändungsantrag, welches Vollstreckungsgericht und Amtsgericht?

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2 Antworten

Es gilt immer das Gericht am Ort des Vollstreckungsschuldners. *)

*) Vollstreckungsschuldner ist nicht notwendigerweise der Schuldner selbst.

- Bei Beauftragung des Gerichtsvollziehers (Mobiliarpfändung usw.) also das zum Wohnsitz des Schuldners selbst.

- Bei Gehaltspfändungen ist der Vollstreckungsschuldner aber der Arbeitgeber und somit das Gericht am Geschäftssitz des Arbeitgebers zuständig.

- Bei Kontopfändung analog der Hauptsitz der Bank, wo sich das Konto befindet.

Was ist eigentlich wenn ich die Daten nicht hätte?

Dann kannst du eine Vermögensauskunft verlangen. Das dann beim Auftragsformular mit ankreuzen.

Also ich stell mir vor ich stell den Antrag und das Geld wird dann auf mein Konto transferiert ist das richtig?

Im Prinzip ja.

Wichtig: Du streckst die Kosten vor, kriegst also vom Gericht bzw. Gerichtsvollzieher ggf. eine Rechnung.

Wenn der Schuldner genug verdient und man auch nicht hofft, auf viele andere Gläubiger zu stoßen, wo man sich hinten anstellen muss, würde ich eine Lohnpfändung als erstes probieren.

Wenn man alles zusammen beantragen will (Kontopfändung, Gehaltspfändung usw.) am Besten einfach alles zusammen auf demselben Antragsformular eintragen und zusammen mit dem original-Titel ans lokale Amtsgericht für den Wohnort des Schuldners übergeben (persönlich oder per Einschreiben). Die leiten das dann ggf. weiter ans zuständige Gericht.

Einschreiben deswegen, weil da ja der Original-VB rein muss als Zeichen dass du pfänden darfst. Und der soll natürlich nicht verloren gehen.

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Am besten einen Anwalt nehmen ,wenn man sich schon nicht auskennt.

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