Pfändung vom Gehalt?

4 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Du solltest zumindest das Aktenzeichen des Urteils angeben damit man auch nachlesen kann für welche Rechtsfrage dort ein Urteil gesprochen wurde. LAG Berlin liest sich zunächst wie Landesarbeitsgericht.

Wie in meiner Frage geht es um schichtzulagen welche nicht gepfändet werden dürfen. Das LAG hat einem Arbeitgeber recht gegeben.

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@Lumina86

Ich kann ja lesen! Nur das Urteil nicht.

Es ist leider so, daß man Fragen die auch nur halbwegs was mit Jura zu tun haben schon das entsprechende Urteil nachlesen können müßte. Schon die Tatsache daß das Arbeitsgericht für diese Frage zuständig ist, halte ich für zweifelhaft.

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@Lumina86

Das Landesarbeitsgericht hat die Revision an das
Bundesarbeitsgericht wegen der grundsätzlichen Bedeutung der
Rechtssache und wegen einer Abweichung von Entscheidungen
anderer Landesarbeitsgerichte zugelassen.


Ich dachte mir daß das noch nicht klar ist. Es muß zunächst abgewartet werden was das Bundesarbeitsgericht entscheidet.

Aber. Dein Ansprechpartner ist nicht der Treuhänder. Sondern Dein Arbeitgeber, denn dieser ist in dem Verfahren der Beklagte. Daher auch die Zuständigkeit des Arbeitsgerichts. Nach diesem Urteil ist, wenn es denn vom Bundesarbeitsgericht bestätigt wird, der Der Arbeitgeber als Drittschuldner haftbar für den Fehler den er gemacht hat. Er kann ja versuchen die Summe dann vom Treuhänder zurückzuverlangen, was sehr schwer zu erreichen sein dürfte, wenn überhaupt.

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jetzt kennst du das Urteil. kannst du nun was zur Frage beitragen?

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okay aber mein Arbeitgeber muss wenn er sich auf das Urteil beruft die Schichtzulagen nicht abführen. Ausser der Treuhänder besteht darauf? Kann man denn irgendwo nachlesen ob es einen Fall vor dem Bundesarbeitsgericht gibt?

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Eine Ergänzung noch von Januar 2015 bis Juli 2015 musste ich den mitgeteilten Betrag immer an den Treuhänder über weisen. Hatte dazu Lohn Abrechnung hin geschickt und darauf kam dann der Betrag. Ab Juli 2015 führt dann der Arbeitgeber direkt ab.

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@Lumina86

Das Problem wird sein daß er die Schichtzulagen abgeführt hat. Wenn die Sache letztinstanzlich entschieden ist hättest Du, vorausgesetzt das Urteil wird so bestätigt, einen Anspruch gegenüber Deinem Arbeitgeber.

Ob das Bundesarbeitsgericht entschieden hat kann man nur erfahren wenn der Beklagte in den Verfahren Revision bein BAG eingelegt hat. Das könnte man eventuell direkt beim LAG Berlin erfahren, das Aktenzeichen steht ja in dem Link. Wenn ja dann eben Nachfrage beim BAG. Der Fall ist aus 2015, also noch recht neu, es kann Jahre dauern bis das BAG darüber entscheidet.

Für die Zeit in der Du die Beträge selbst abgeführt hast, mußt Du Dich an den Treuhänder halten. Rückt er das Geld nicht heraus, was anzunehmen ist, ist das Insolvenzgericht die nächste Station.

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Vielen Dank für die ausführliche Antwort!

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Pfändungsfrei sind 1074€/Monat Single.
Darüber hinaus gibt es noch zusätzliche Beträge, wie etwa für Kinder.
Diese kann man sich "quittieren" lassen, von der öffentlichen Schuldnerberatung, der Arbeiterwohlfahrt.

Im ersten Schritt verügt der Treuhänder über alles oberhalb der gesetzlichen Pfändungsfreigrenze, schlicht wer er das Insolvenzrecht zu vollziehen hat, nicht das Sozialrecht.

Wie sich das mit den Schichtzulagen verhält, weiß die Schuldnerberatung und kann Dir Deinen Pfändungsfreibetrag bestätigen.
Damit hast Du ab dann ein eine bindende Aussage, die für den Treuhänder, die Banken, den Arbeitgeber Gültigkeit hat.

Hallo die Schuldner Beratung ist nur bis zur Eröffnung der Privatinsolvenz zuständig ab dann der Treuhänder oder das Amtsgericht. Es geht mir rein um die Schichtzulagen da diese mit berechnet werden bei der Pfändung.

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@Lumina86

Du hast genau zwei Wege:
- einen Antrag bei Gericht stellen auf eben eine Erhöhung des
  Pfändungsfreibetrages
- zur Schuldnerberatung gehen für die Erhöhung des Pfändungs-
  freibetrages
Erst diese Erhöhung wirkt für den Drittschuldner bindend, gleich ob dieser Arbeitgeber oder Treuhänder heißt.

Entscheidend ist nicht was Du willst, sondern das was Du hast.
Was Dir fehlt ist die Erhöhung des Pfändungsfreibetrages.

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In erster Linie geht es mir um die Schichtzulagen. monatlich werden mir ca. 130€ gepfändet ohne Zulagen wären es nur 40€.

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@Lumina86

Sagen wir so, das "wissen" die Beteiligten nicht, daher brauchen diese eine Pfändungsfreistellung.
- entweder durch das Amtsgericht
oder außergerichtlich, die Schuldnerberatung oder Arbeiterwohlfahrt.

Die brauchen schlicht ein Papier in dem geschrieben steht, dieses und jenes ist Dir zu belassen.

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Ja das  kannst du den das Gericht hat das so entschieden.! Bzw das Gesetz gibt das o vor.Aber  vielleicht ist es nützlich wen du nicht alles  zurückforderst sondern zb nur die hälfe damit zb deine schulden schneller bezahlt werden.

Die schulden sind so hoch das ich diese in den 6 Jahren Privatinsolvenz nicht bezahlen kann.

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@Lumina86

Trotzdem darf der  Treuhänder nicht pfändbares nicht pfänden aber Wen du zb nur die hälfe zurückforderst kann man das auch als guten willen auslegen es sei den du bist auf das nicht pfändbare angewiesen.!

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@herakles3000

Versteh mich nicht falsch aber warum soll man mehr bezahlen wie man laut dem Gesetz zahlen soll...

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