Pfändung und Minuskonto soll aufeinmal ausgeglichen werden indem er Lohn einbezieht

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6 Antworten

Das geht natürlich nicht!

Der ArbG muss die Pfändung als Drittschuldner im Rahmen der Pfändungsfreigrenzen bedienen. Dir muss mtl. ein bestimmter Betrag (Alleinstehende rd. 1200€) bleiben. Zudem sind nicht alle Lohn- und Gehaltsbestandteile in voller Höhe pfändbar.

Darüber hinaus darf der ArbG sich nicht an deinem Lohn bedienen und zusätzlich Minusstd. abziehen. Er muss genau sich wie jeder andere Gläubiger gem. ZPO mit einem evtl. pfändbaren Betrag zufrieden geben. Wenn der andere Gläubiger einen Vollstreckungsbescheid hat, muss dieser nun vorrangig bedient werden und dein Chef muss auf den Ausgleich evtl. vorhandener Minusstd. warten.

Abgesehen davon würde ich dir raten die Rechtmäßigkeit dieser Minusstd. mal generell prüfen zu lassen. Wenn es keine Vereinbarung über ein Arbeitszeitkonto gibt und du keinen Einfluss auf die Entstehung der Minusstd. hattest, war der ArbG in der Zeit der Freistellung im sog. Annahmeverzug und trotzdem verpflichtet dich in voller Höhe zu vergüten, ohne dies später wieder einfordern zu können.

Wenn er also Abzüge vornehmen sollte, wende dich sofort ans Arbeitsgericht oder einen Fachanwalt für Arbeitsrecht.

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Dein Chef hat wohl wenig Ahnung, bedauerlich!

Der erste Blick sollte Richtung Pfändungsfreigrenzen gehen. Das heißt im Klartext, daß du als Arbeitnehmer, abhängig vom Status (verheiratet, Kinder, etc.) natürlich niemals solch hohe Summen vom Gehalt abgezogen bekommen kannst, weil es Beträge gibt, oberhalb derer eine Pfändung überhaupt erst möglich ist. Es ist auch nicht möglich, alles oberhalb der Freigrenze zu pfänden, da gibt es gestaffelte Sätze. Gib mal den Begriff "Pfändungstabelle 2012" in eine Suchmaschine ein, da siehst du es dann schwarz auf weiß.

Wenn eine Pfändung bekannt ist: Geh SOFORT morgen zu deiner Bank und beantrage, daß dein Girokonto in ein sogenanntes P-Konto (Pfändungsschutzkonto) umgewandelt wird! Solange das nicht der Fall ist, können die Gläubiger dir dein Konto räumen und du kannst nichts dagegen machen. Also bitte: SOFORT MORGEN ZUR BANK!!!

Wenn du ein P-Konto hast, hat deine Bank nämlich erst die Möglichkeit, die Forderungen der Gläubiger abzulehnen. Vorher müssen die diese Forderungen bedienen, ob sie wollen, oder nicht.

Was ralosaviv schreibt, kann ich nur bestätigen. Zu klären wäre noch, ob die Minusstunden überhaupt rechtlich einwandfrei entstanden sind. Sind sie nur, wenn es eine arbeitsvertragliche Regelung über ein Stundenkonto gibt. Gibt es die nicht und dein Vertrag sieht eine gewisse Stundenanzal pro Woche vor, ist dein Arbeitgeber in der Bringschuld. ER ist dafür verantwortlich, daß du deine vertraglich vereinbarten Stunden auch leisten kannst. Arbeitest du weniger, hast es aber nicht zu verantworten, müssen die vertraglich vereinbarten Stunden bezahlt werden. Dieses unternehmerische Risiko darf nicht auf den Arbeitnehmer abgewälzt werden.

Da die Situation sehr vertrackt ist, kann ich dir wirklich nur empfehlen, einen Fachanwalt für Arbeitsrecht aufzusuchen!

Viel Erfolg.

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Der Chef darf Pfändungen nurbis zur Pfändungsfreigrenze ausführen. Wenn du ween Minusstunden weiger als diesen Pfändungsfreibetrag bekommst, kann eben gar nichts an den Gläubiger gehen.

Eie Lohnbuchhaltung sollte eine Stollfuß-Tabelle haben (Pfändungsfreibetrag)

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Hast deine frage schon lebst beantwortet.lass dir das schriftlich vom arbeitgeber geben und geh damit zum jobcenter..die MÜSSEN helfen..wimmeln einen gern ma ab da aber musst dann hartnäckig bleiben..falls es nicht hilft,nochmal mit nem kumpel als zeugen hin (dürfen sie nicht verbieten) und anwalt einschalten...kostet dir in dem fall auch eigentlich nichts

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Hey danke es geht mir etwas besser klasse antworten habt ihr

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