Pfändung trotz Privatinsolvenz

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1 Antwort

Hallo,

erstmal macht, wie hier schon oft geschrieben, ein P-Konto in der Privatinsolvenz keinen Sinn, sondern nur Ärger, weil man sich immer mit dem Freibetrag rumstreiten muss. Das P-Konto würde ich also irgendwann in normales Guthabenkonto umwandeln lassen.

Vorher muss aber, damit alles sauber ist, das Thema mit dem Pfändungsbescheid erledigt werden.

Dazu würde ich folgendermaßen vorgehen:

1.) Du schickst eine Kopie des Eröffnungsbescheides der Privatinsolvenz an die Bank und weißt im Begleitbrief darauf hin, dass nach § 89 InsO während der Privatinsolvenz ein Vollstreckungsverbot besteht und bittest um Abweisung der Pfändung.

Sollte die Bank sich nicht zuständig fühlen, dann der nächste Schritt

2.) Du schickst den gleichen Brief mit der Kopie des Bescheides an den Gläubiger und bittest ihn, den Pfändungsbescheid bei der Bank zurückzunehmen. Andernfalls müsstest Du nach §766 ZPO beim Insolvenzgericht den Rechtsbehelf der Erinnerung in Anspruch nehmen und weißt darauf hin, dass die anfallenden Verfahrenskosten dem Gläubiger in Rechnung gestellt werden.

Wenn der Gläubiger auch nicht reagiert, machst du genau das:

3.) Anruf beim Insolvenzgericht. Mit Deinem Aktenzeichen lässt Du Dich mit dem zuständigen Rechtspfleger verbinden, erklärst ihm die Sache und das Gericht hebt den Pfändungsbescheid auf.

Du kannst natürlich auch gleich Punkt 3 machen, das verkürzt die Sache. Kosten entstehen dabei keine, das ist nur eine Drohung, die den Gläuber manchmal zum nachdenken bringt.

Viel Erfolg

ParaDixon 05.09.2014, 18:46

Vielen Dank!Werde nächste Woche mal zur Bank!Super das es solche Seiten gibt ! MfG

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Juyanbe 05.09.2014, 21:13

Das ist immer leicht gesagt das ein P-Konto in der Insolvenz keinen Sinn macht :-( Mein Treuhänder besteht darauf solange ich noch im Verfahren bin und die Mühlen der Justiz mahlen verdammt langsam ...... ich habe auch permanent Stress mit der Bank :-(

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