Pfändung in der Privatinsolvenz durch den Insolvenzverwalter?

5 Antworten

So ein P-Konto ist grundsätzlich erst mal auf einen Betrag limitiert, der den Grundbedarf sichert. Bei einem Single ohne Kinder sind das rund 1074 Euro.
Arbeitet dieser Jemand nun und verdient 2000 Euro netto, werden ihm davon 648,28 Euro direkt vom Arbeitgeber abgezogen und an den Verwalter abgeführt. Siehe Pfändungstabelle https://anwalt-kg.de/wp-content/uploads/2017/01/Pfändungtabelle-2017.pdf
Ihm stehen also 1.351,72 Euro zu, die auf sein Konto überwiesen werden. 
Die Bank kann aber nicht jeden Monat den individuellen Freibetrag ausrechnen und kann auch unpfändbare Beträge nicht erkennen. Deshalb nutzt sie das fixe Limit. Hat der Schuldner in einem Monat seine 1074 Euro verbraucht, wird der Rest gesperrt und am Ende des Monats von der Bank abgeführt. Selbst wenn er den Freibetrag bis zum Ende des Monats nicht vollständig verbraucht hat (sagen wir er hat nur 1000 Euro ausgegeben) wird alles bis auf Null abgeführt. Sparen ist mit einem begrenzt verfügbaren P-Konto also fast unmöglich. 
Der Schuldner kann sein Konto aber unbegrenzt freigeben lassen. Dazu muss er beim Amtsgericht schriftlich erklären, dass er nur dieses eine Einkommen hat und davon der pfändbare Anteil bereits ordnungsgemäß abgeführt wird. Außerdem verpflichtet er sich, dem Insolvenzverwalter sofort selbst zu melden, wenn er doch mal einen zusätzlichen pfändbaren Geldeingang hat. Das Amtsgericht teilt der Bank dann mit, dass der Schuldner unbegrenzt über sein Konto verfügen darf.
Wenn Du also die Bedingungen erfüllst, nachweislich nur ein Einkommen hast und dein Arbeitgeber bereits ordnungsgemäß abführt, lass Dein Konto unbegrenzt freigeben und Dein Gehalt auf Dein Konto überweisen (was auch mit Freigabe weiterhin ein P-Konto ist)
PS: Freibeträge sind seit dem 01.07. noch ein wenig höher, spielt aber keine Rolle, es geht ja um den Vorgang an sich.

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Vielen Dank für die Info. 

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Viel Glück! Ist ein klein bisschen Arbeit, aber danach lebt es sich leichter.

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Ich hab die Frage wohl auch nicht vollständig verstanden bzw. sie ist auch missverständlich formuliert. Du lässt vom Arbeitgeber Geld auf das Konto deiner Mutter transferieren um was zu tun? Die Freigrenze zu umgehen? Warum tust du das, wenn du ein Schutzkonto hast und vor allem warum tust du das wenn du in der Privatinsolvenz bist? Du musst doch eh gegenüber dem Gericht offenlegen. Oder ist das evtl. sogar Schwarzgeld?

Ich weiss nicht  wie viel du drüber bist, aber um deine Frage
abschließend zu beantworten, alles über dem Freibetrag ist pfändbar.

"Mein Problem ist jetzt das ich über den Freibetrag  von 1080 Euro oder so noch ausgezahlt bekomme und der Insolvenzverwalter eine Pfändung auf das Konto getan hat. Wenn ich jetzt das geld auf mein Konto überweisen lasse bekomme ich dann trotzdem alles ausbezahlt da ja der Arbeitgeber den Pfändbaren anteil An den Verwalter überweist oder bleiben mir dann wirklich nur noch die 1080 Euro."

Wenn du eine Privatinsolvenz anmeldest ist es nicht nur damit getan die Zeit quasi abzusitzen und mal so ein bisschen zahlen bis es erledigt ist, sondern dies auch zu zeigen. Erst dann wird am Schluss abgerechnet.

Wenn du mehr bekommst und das der Insolvenzverwalter (früher selbstständige Firma betrieben?) mitbekommt pfändet er nicht nur zu Recht, du musst befürchten, dass dein "goodwill" fehlt und der Insolvenzverwalter weitere Schritte einleiten könnte z.B. die Eigeninsolvenz anfechtet. Das kann sogar unter Umständen strafrechtlich relevant sein.

(ich kenne den Fall aber nicht im Einzelnen, wie gesagt nur eventuell. Die Frage war leider sehr unverständlich formuliert)

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Die Pfändungsgrenze beim Gehalt und der Freibetrag auf dem Konto sind zwei verschiedene Paar Schuhe. Ihm stehen - abhängig vom Nettoeinkommen - sehr wohl mehr als diese 1080 € zu. Alles was die Bank darüber hinaus abführt, ist eine unzulässige Doppelpfändung. Man muss sich also lediglich um die Erhöhung beziehungsweise sogar vollständige Freigabe des Kontolimits kümmern.

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Nun ja, was übrig ist über der Freigrenze, ist natürlich "weg".

Privatinsolvenz der Eltern, mit Pfändung

Erst einmal einen schönen guten Abend,

Leider finde ich bei google keine wirklich zu meinem Fall passende Antwort, darum frage ich hier.

Leider sind meine Eltern nicht wirklich fähig mit Geld umzugehen, und haben einen ganzen Haufen Schulden angehäuft, naja die Folge daraus ist jetzt eine Privatinso. mit Pfändung, nun wurde mir heute mitgeteilt, dass der Gerichtsvollzieher morgen kommt, nun zu meinem Problem.

Ich habe mir letztes Jahr zum Geburtstag einen neuen Fernseher gekauft, ich habe einen Marshall Verstärker und eine ca. 400 Euro Gitarre hier stehen, dazu einen Laptop von Weihnachten letzten Jahres, sowie ein Computersystem, bei dem ich mir einige Teile dieses Jahr neu zum Geburtstag gekauft habe, ungefähr im Wert von 400-500 Euro.

Ich habe das Geld zusammengespart, bzw. auch viel zu Gebbi/Weihnachten von meinen Großeltern geschenkt bekommen, also sollte doch alles in meinem Besitz und damit unpfändbar sein oder?

Meine Eltern haben unten einen Fernseher stehen, der dabei ist kaputt zu gehen, ist dann meiner in Gefahr? (Ein Gerät pro Haushalt)

Da alles was ich hier beschrieben habe unter Luxusartikel fällt, sollten diese doch auf der Pfändungsliste stehen oder?

Zu mir, ich bin 20 Jahre alt, und beginne dieses Jahr eine Ausbildung als Informatiker, bin also Volljährig. (bin leider aus Motivationsproblemen 2 mal kleben geblieben, ich habe erst in den letzten Jahren die Motivation gefunden zu lernen)

Es wäre wunderbar, wenn ich noch heute von euch hören würde, ich würde im Falle des Falles gerne meine Sachen vorher in Sicherheit bringen, ich glaube das ist nachvollziehbar, es sind ja nicht meine Schulden, ich fände es unfair, wenn ich dafür mit meinem Vermögen haften müsste.

Mit freundlichen Grüßen, euer rocking ;)

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