Pfändung durch Gerichtsvollzieher gerechtfertigte Höhe

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5 Antworten

Der GV darf nur das eintreiben, wofür er vom Gläubiger beauftragt wurde. Hat der Gläubiger 50 Euro beantragt, so dürften es auch nur 50 Euro sein und nicht mehr. Selbst wenn die Schuld höher ist, es ist die Sache Gläubigers zu entscheiden, wie viel er eintreiben lässt und der GV kann sich nicht eigenmächtig darüber wegsetzen.

Beide haben Recht. Im Grundsatz darf man natürlich nur wegen dem Betrag vollstrecken, der tituliert ist. Die Ausnahme betreffen die Kosten der Zwangsvollstreckung. Diese sind nach § 788 ZPO auch ohne Titel vollstreckbar und um diese wird es sich vermutlich auch beim Mehrbetrag handeln. Genaueres könnte man nur mit Einsicht in den Titel und der Forderungsaufstellung sagen.

Es werden immer noch die Zinsen (jeden Tag werden es mehr), die Kosten der Zwangsvollstreckung (mit jedem Auftrag steigen diese, da die alten Aufträge immer mit rein gerechnet werden) und die Gerichtsvollzieherkosten mit vollstreckt. Dadurch kommt natürlich mehr raus.

Vielleicht solltest Du Deine Fragen dem Schuldnerberater stellen, er scheint ja viel zu wissen... Welche Ausbildung hat der eigentlich..?

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