Pfändung der Abfindung: Wird die gesamte Abfindung zur Tilgung der Schulden genutzt?

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6 Antworten

Deine Schwester hat ja einen Pfändungsfreibetrag im Monat, der richtet sich im Normalfall nach Familienstand und Anzahl der Kinder, liegt aber mindestens bei 951€. Die Pfändung würde so oder so über ein Gericht oder eine Bundesbehörde (z.B. Zoll oder Finanzamt) gehen, dann hat sie die Möglichkeit beim Amtsgericht diesen Pfändungsfreibetrag zu beantragen und dann kann sie über diesen Betrag verfügen!

Ich denke dabei kommt es darauf an ob DEINE SCHWESTER sich schon um eine Privatinsolvenz bemüht hat. in dem Falle steht ihr sehr wohl ein Teil der Abfindung zu, der sich aus dem Freibetrag zur Lebenserhaltung und der zu erwartenden Einkünfte errechnet. hat sie sich allerdings noch nicht zu einer PrivInsolv. entschlossen, sollte sie das unbedingt nachholen. Hilft in dem Fall wohl nicht mehr, hält aber in Zukunft Gerichtsvollzieher und Gläubiger im Zaum.

Abfindungen sind bis zur Höhe der Forderung des oder der Gläubiger ohne Selbstbehalt pfändbar!

Wenn die Schulden sehr hoch sind, wird die Bank wohl kaum Rücksicht nehmen auf den erforderlichen Spielraum um den Lebensunterhalt zu bestreiten. Ihr müßt hier einen Anwalt einschalten, der dies ggf. gerichtlich feststellen lassen muss. Es ist jedem seine Sache, denn wer Schulden macht muss auch dafür Sorge tragen, dass sie zurückgeführt werden müssen!

Ihr bleibt auch im Monat der Abrechnung (derAbfindung) auch nur der pfändungsfreie Betrag, mehr leider nicht.

Ihr bleibt davon wohl nichts übrig. Die Gläubiger freuen sich schon. Es ist nun einmal so, daß man für Schulden gradezustehen hat.

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