Hat eine Schülerpetition irgend eine Rechtskräftigkeit?

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2 Antworten

Petitionen haben grundsätzlich keine Rechtskräftigkeit. Aber ich kann dich beruhigen: Wasser darfst du im Unterricht immer trinken (außerhalb von Laborräumen und Computern) und auch darfst du nicht gezwungen werden, in die Hose zu machen.

Mancherorts und in manchen Jahrgängen muss man die Lehrer vorab fragen. Dauerhaft und pauschal dürfen sie es nicht verbieten.

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Kommentar von clemensw
02.03.2017, 16:47

Der Lehrer kann durchaus auch das Trinken von Wasser verbieten, wenn der Schüler nicht in der Lage ist, diese Flüssigkeitszufuhr ohne Störung des Unterrichts zu vollziehen.

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Rechtlich gesehen ist eine Petition heiße Luft, wenn sie nicht

a) an ein Organ gerichtet ist, das über einen Petitionsausschuss verfügt (z.B. Landtag oder Bundestag)

b) die benötigte Anzahl an Unterstützern in der vorgegebenen Zeit erreicht (z.B. bei einer Petition an den Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages müssen in 4 Wochen 50.000 Unterstützer mitzeichnen, damit der Petent in öffentlicher Sitzung angehört wird).

P.S. Für die Zu- und Abführung von Flüssigkeiten und fester Nahrung gibt es Pausen und da die heutige Schneeflocke von Schüler offenbar weder in der Lage ist, geräuscharm zu trinken noch ohne Störung des Unterrichts das Klassenzimmer zu verlassen und wieder zu betreten, kann ich diese Verbote auch verstehen.

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Kommentar von kackhui
15.07.2017, 13:56

Dass es dafür Pausen gibt ist sehr schön. Nur leider hat man seinen Körper nicht immer 100 Prozent im Griff, denn man ist ja kein Roboter ;) Außerdem geht es prinzipiell nicht klar dass Schüler*innen das Trinken, Essen und der Toilettengang verboten wird. (wie sie es so schön elitär formulieren "die Zu-oder Abführung von Flüssigkeiten und fester Nahrung")

Dass man überhaupt als Kind bis ins Erwachsenenalter herein ständig einem äußeren Druck ausgesetzt ist, der einem die intimsten Entscheidungen über natürliche Bedürfnisse, abnimmt ist ein Unding. Noch dazu trifft man dieses unnatürliche Machtgefüge einer systembedingten Autorität in diesem Maße sonst nicht an. (Arbeitgeber kann man zur Not kündigen, Polizisten sind an Gesetze gebunden und stehen in einem kritischen Licht, Lehrer hingegen haben fast unerträglichen Spielraum im Klassenzimmer, da Schüleraussagen kaum ernst genommen werden, und die Lehrer durch Verbeamtung total geschützt sind) 

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