Peter-Prinzip: Wie verhindert man den Aufstieg bis zur eigenen Unfähigkeit?

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Aufstiegsverweigerung ist durchaus eine valide Alternative, das kenne ich aus eigener Erfahrung. Ich bin bei meinem Arbeitgeber meinem Bereich der erfahrenste und am besten qualifizierte Mitarbeiter und irgendwann hat man mir aufgrund meiner guten Leistung die Leitung der Abteilung angeboten. Nach einigem Überlegen habe ich das abgelehnt, da ich der Meinung bin, dass ich in der Position überfordert gewesen wäre. Also hat man sich jemanden von außerhalb geholt, und der macht den Job auch ziemlich gut. Und so etwas ist durchaus nicht selten, ich habe einige Leute in meinem Bekanntenkreis, die ihre Karriere irgendwann gebremst haben und auf weitere Aufstiege verzichteten.

Übrigens ist auch ein Schritt zurück durchaus machbar, auch das habe ich miterlebt. Allerdings ist das dann meist mit einem Wechsel des Arbeitgebers verbunden.

Wenn man einen angebotenen Aufstieg ablehnt, muss man sich das genau überlegen. Es kann z.B. der Fall sein dass man danach z.B. bei seinem Chef in Ungnade fällt oder andere Probleme bekommt. Evtl. muss man dann die Firma verlassen. Man sollte sich also genau überlegen was man will und wo man hin will.Generell wird nämlich in Unternehmen erwartet, dass man Verantwortung übernehmen will. Ob man dazu immer fähig ist und ob das in jedem fall das Richtige ist, sollte eine genaue Selbstprüfung entscheiden.Am besten ist bei solchen Entscheidungen, wenn man sich genau kennt, weiss was man will und Freunde und eine Partnerin hat, die einen gut beraten.Erst später sieht man , dass diese Entscheidungen wichtige Wegmarkierungen waren, die über den weiteren Lebensweg -nicht nur beruflich - entscheiden.

Wenn der eigene Chef, der qualifiziert ist und langjährige Erfahrung hat, Dich gut kennt und Dir die Stelle anbietet. obwohl er andere Kandidaten hätte - oder über Stellenanzeige welche finden könnte, dann sollte man auch genug Selbstvertrauen haben, diese Stelle anzunehmen und darin zu wachsen.

Was anderes ist die motivierte Selbstbewerbung in einem fremden Unternehmen, wo man nach zwei Stunden kennenlernen einen neuen Job in neuem Umfeld bekommt - das ist wohl deutlich risikoreicher.

Den kann man nicht aus eigenen Stücken verhindern. Jeder kommt so hoch, wie er kann. S. schwimmt nicht oben, weil sie es will, sondern wegen der Schwerkraft.

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