Person leicht angefahren

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4 Antworten

Hallo maniluli,

Dein Mann hat sich soweit korrekt verhalten. Rein rechtlich gesehen hat er sowei richtig verhalten:

  • es liegt kein unerlaubtes Entfernen vom Unfallort vor, da der Frau seine Personalien gegeben hat

  • es liegt keine unterlassene Hilfeleistung vor, da er sich ja soweit wie zu dem Zeitpunkt nötig um die Frau gekümmert hat

  • allerdings könnte hier ein Strafverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung eingeleitet werden. Da dieses aber nur auf Antrag verfolgt wird, und es für mich keinen plausiblen Grund gibt, einen Strafantrag zu stellen, gehe ich aber mal davon aus, das hier nichts passieren wird.

Allerdings hat sich die Frau verletzt und kann zivilrechtliche Forderungen wie:

  • Schmerzensgeld
  • Behandlungskosten
  • evtl Beschädigte Gegenstände oder beschädigte Bekleidungsstücke

stellen.

Der richtige Weg ist jetzt:

  • als erstes Deine Versicherung unverzüglich über den Unfall informieren
  • der Frau mitteilen, dass Du den Unfall an Deine Versicherung gemeldet hast und sie unter Angabe der Versicherung und Versicherungsnummer bitten, alles weitere mit Deiner Versicherung abwickeln

Deine Versicherung prüft dann, welche Ansprüche überhaupt gerechtfertigt sind, wert alle anderen Ansprüche ab und die zutreffenden Ansprüche der Frau werden dann von der Versicherung beglichen.

Du bzw. Dein Mann braucht sich dann um nichts weiter zu kümmern. Die Versicherung wickelt den Unfall dann ab und teilt Euch irgendwann mit, dass sie die Forderungen der Frau erfüllt hat. Für Euch bedeutet dass nur, dass ihr in der Versicherung hoch gestuft werdet. Sind nur geringe Zahlungen erfolgt macht es evtl. Sinn die Zahlungen an die Versicherung zurück zu zahlen, damit ihr nicht hochgestuft werdet.

Schöne Grüße
TheGrow

Sie sollten in solchem Falle dringend einen Anwalt konsutlieren, der evtl. Forderungen in die Grenzen weist und vor allen Dingen den strafrechtlichen Aspekt einzuordnen weiß!

Wozu soll sie einen Anwalt konsultieren?

Man teilt seiner Versicherung mit, was passiert ist und die Versicherung prüft dann die Ansprüche der Frau und wert diese, insofern sie ungerechtfertigt sind ab oder begleicht halt bei gerechtfertigter Forderung den Schaden

Ein Anwalt macht nur bei unklarer Rechtslage einen Sinn. So ändert der Rechtsanwalt auch nichts

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@TheGrow
Wozu soll sie einen Anwalt konsultieren?

Um Geld los zu werden ohne zu wissen wofür... :)

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@TheGrow

Hier zeichnet ein Übel ab, dessen Größenordnung der Fragesteller in der Konsequenz noch nicht erkennt!?! Die möglichen Rechtsfolgen erscheinen alles andere als klar!

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@schelm1

Nochmal die Frage von mir.

Was soll ein Rechtsanwalt hier klären, was die eigene Versicherung nicht klären kann?

Die Versicherungsabteilung für die Schadensregulierung überweist ja nicht einfach den geforderten Betrag, sondern prüft durchaus, ob die Forderung gerechtfertigt ist. Was würde denn Deiner Meinung nach ein Rechtsanwalt anders machen?

Die Prüfung durch die Versicherung kostet den Unfallverursacher nicht einen Cent, die Prüfung durch einen Rechtsanwalt ist aber, insofern keine Rechtschutzversicherung vorhanden ist mit nicht unerheblichen Kosten verbunden, wobei der die Prüfung durch einen Rechtsanwalt identisch mit der Prüfung der Versicherung ist.

Eine Versicherung hat schließlich ein berechtigtes Interesse, ungerechtfertigte Ansprüche abzuweisen, denn in erster Linie zahlt die Versicherung den Schaden und nicht der Unfallverursacher.

Nicht zu vergessen, dass Versicherungen in den Rechtsabteilungen ebenfalls Rechtsanwälte sitzen haben, die bei der Prüfung ggf. mitwirken.

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@TheGrow

Versicherungen würdigen die zivilrechtliche Konsequenz, strafrechtlich ist der Geforderte bei einem Strafrechtler gut aufgehoben.

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@schelm1

Den Strafrechtler muss man aber nicht prophylaktisch besuchen.

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Am besten abwarten was die Frau jetzt genau macht Ihr Mann hatt genau richtig gehandelt. Da es sich um ein Antragsdelikt handelt kommt es nur zu einer Anzeige wenn die Frau sie Tätigt! Also ersteinmal abwarten und nicht den Kopf in den Sand stecken denn dieser vorfall ist meiner Meinung nach eine Ausegungs Sache des Richters da die Frau ja meinte es sei alles in Ordnung...(wenn es soweit kommt!)

In zukunft immer: Wenn ein Unfall passiert und sich jemand verletzt hat, dann die Polizei rufen!

Die Polizei in dem Fall zu rufen halte ich für eine schlechte Idee für den Unfallfallverursacher.

Ist eine Person verletzt worden, liegt der Straftatverdacht der fahrlässigen Körperverletzung vor und in dem Fall muss die Polizei ein Strafverfahren einleiten

Zudem wäre noch eine Ordnungswidrigkeitenanzeige möglich.

Welche Vorteile hätte das denn für den Mann der Fragestellerin, wenn er die Polizei gerufen hätte?

Die Versicherung von der Fragestellerin bzw. vom Mann der Fragestellerin prüft schon im eigenen Interesse inwiefern und in welcher Höhe die Forderungen der Verletzten Person gerechtfertigt sind und weist ungerechtfertigte Forderungen zurück.

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@TheGrow

Welche Vorteile hätte das denn für den Mann der Fragestellerin, wenn er die Polizei gerufen hätte?

Z.B. wäre er vor billigen Erpressungsversuchen geschützt gewesen!

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@schelm1

Wie soll denn der billige Erpressungsversuch aussehen?

Die Frau kann Ihre Forderung nach Schmerzensgeld und Verdienstausfall nur dann geltend machen, wenn ein ärztliches Gutachten vorliegt. Und dieses Gutachten wird schon genau durch die Versicherung auf Plausibilität geprüft.

Also nochmal, was soll jetzt die Einschaltung eines Rechtsanwaltes bringen, was die Versicherung nicht aufdeckt?

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