Person bezüglich Depressionen überzeugen?

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4 Antworten

Wenn du auf die Mutter zugehen willst, würde ich zwar direkt und zielstrebig sein um ihr klar zu machen, dass es notwendig ist. Aber vermeiden, dass sie sich als Mutter der Betroffenen angegriffen fühlt. Vorwürfe werden dich deinem Ziel sicherlich auch nicht näher bringen. 

Ich würde langsam und distanziert anfangen und von anfangan ihre Hände in die eigenen nehmen, das vermittelt Nähe und macht deutlich, dass du ihr nicht zu nahe und auf die Füße treten willst. Dann immer mehr auf deine Argumente eingehen und die Vorteile klar machen.

Viel Glück dabei :)

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Kommentar von Hefti15
05.02.2016, 19:48

Welche Argumente? Die Freundin war noch nicht mal bei Therapeuten. Weder der Freund, noch die Mutter haben anscheinend auf dem Gebiet Ahnung.

Diagnose abwarten und sich dann fachlichen Rat (also auch für die Angehörigen) holen.

Warum soll man nun die Mutter "überfallen"? Weil man selber das Bedürfnis hat, darüber zu sprechen?

Ich würde raten, lasst die Mutter in Ruhe. Wenn die Redebedarf hat, wird die sich schon melden. Und wenn man die Diagnose hat, wenn man von einem Experten Informationen hat  bzw. wenn man einen Termin hat, diese Informationen zu bekommen (z.B. ein Treffen von Angehörige), dann kann man die Mutter ja darauf hinweisen....

Wie gesagt, ich habe immer so meine Bedenken, wenn andere Angehörige "ein Gespräch aufdrücken" wollen.

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Ein Therapeut oder ein Psychologe sollte ein Gespräch mit ihr führen. Ein Pädagoge ist da nicht der richtige Kontakt.

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Hallo Checki,

zu Eurer Diagnose: Lasst es gefälligst, aus dem Internet irgendwelche populären Störungen herauszusuchen und selbst zu diagnostizieren. So etwas obliegt dem Therapeuten. Ihr habe Euch da eine der schwerwiegensten Störungen mit extrem langer Behandlung und extrem geringer Besserungschance herausgesucht. Zumal diese Erkrankung in Eurem Alter gar nicht diagnostiziert werden darf/kann/soll.

Zur Mutter: Wenn die Tochter psychisch erkrankt ist, macht das den Eindruck auf die Mutter, sie hätte in ihrer Erziehung versagt. Deine Aufgabe ist (obwohl die Aufgabe eigentlich nicht bei Dir liegt), dass Du mit der Mutter über das Thema sprichst und ihr klar machst, dass auch psychische Erkrankungen wie beispielsweise körperliche Grippe vorkommen können und behandelbar sind. Du solltest darauf achten, ihr die Schuld zu nehmen, sie als Person bzw. Persönlichkeit zu loben und lediglich Kritik auf Verhaltensebene zu führen. Biete ihr die Aussicht, dass sie die Chance hat ihre Tochter zu unterstützen und dass die Tochter die Unterstützung will und braucht.

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Kommentar von Checkl
10.06.2016, 07:03

Es war eine Therapeutin.

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pilot350 hat es richtig geschrieben. Ansprechpartner ist erstmals ein Psychologe.

Meist bieten die auch "Kurse" für Angehörige an bzw. können auf solche verweisen.

Ich würde davon abraten jetzt großen Aktionismus an den Tag zu legen und "ohne Plan" die Mutter da unter Druck zu setzten.

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