Person A und B erben Grundstück. Pers. B hat kein Interesse am Grundstück. Genügt dem Grundbuchamt für die Grundbuchberichtigung eine schr. Bestätigung von B?

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8 Antworten

Matzefst:

Bei der Grundstückseiterveräusserung, wie hier vorgesehen, bedarf es der Grundbuch-Voreintragung des Erben nicht (§ 40 Grundbuchordnung).

Ein Erbverzicht kann nur zu Lebzeiten des Erblassers wirksam erklärt werden (§ 2346 BGB).

Zur Grundbuchberichtigung bedarf es keines notariellen Vertrages, der Erbschein genügt (§ 35 GBO).

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Kommentar von Gustavolo
16.01.2017, 13:50

Berichtigung:

Es muss heißen "Grundstücks-Weiter-Veräusserung".

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Kommentar von lesterb42
17.01.2017, 10:03

Alles richtig, gefragt wurde aber, wie B seinen Anteil an A überträgt. Hierzu ist dann doch wohl ein notareieller Vertrag notwendig.

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Nein, natürlich nicht. B ist Erbe geworden. Wenn er kein Interesse am Grundstück hat, dann muss das Grundstück von der Erbengemeinschaft auf A aufgelassen werden. Alternativ kann B auch aus der Erbengemeinschaft ausscheiden. Beides ist dem Grundbuchamt durch öffentlich beglaubigte Erklärungen oder öffentliche Urkunde (Notar) nachzuweisen.

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Kommentar von AchIchBins
18.01.2017, 00:07

Man kann ein Erbe aber auch ausschlagen.

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Nein, ein solcher Erbverzicht müßte bei Beantragung des Erbscheins erklärt bzw. notariell beglaubigt werden.

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Kommentar von matzefst
16.01.2017, 08:29

Der Erbschein wurde schon erstellt, somit kann davon ausgegangen werden das  jetzt Person A+B ins Grundbuch eingetragen werden?

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Am Ende steht dann "Erbengemeinschaf A und B" als eigentümer im Grundbuch. Diese Eintragung kann man dann mit einem "Erbauseinandersetzungsvertrag" den man beim Notar macht wieder ändern. Kostet dann aber Gebürewn und vorallem müssen sich A und B einig sein, wie sie diese Erbengemeinschaft auflösen wollen.

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Zunächstmal wird ein Erbschein für A und B benötigt. Ohne Erbschein oder notarielles Testament wird das Grundbuchamt das Grundbuch nicht berichtigen können.

Bei der Berichtung ist es grundsätzlich möglich auch nur einen Erben als Eigentümer einzutragen. Sinnvollerweise sollten dazu aber A und B gemeinsam zum Grundbuchamt gehen.

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Kommentar von Ronox
18.01.2017, 00:33

Wenn nur ein Erbe "eingetragen" wird, dann ist es keine Berichtigung mehr, sondern das Grundstuck wurde an einen Erben im Rahmen einer Auseinandersetzung aufgelassen. Dazu ist eine beurkundete Auflassung erforderlich.

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Nein, eine Grundbuchänderung bedarf eines notariellen Vertrages.

In dem Fall müßte auch amtlich auf das Erbe verzichtet werden.

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Hallo,

NEIN. Alle Vereinbarungen zu Grundstücken bedürften der notariellen Form.

B. kann den Anteil an A. oder einen Dritten verkaufen oder das Erbe ingesamt ausschlagen.


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Sofern er keinen finanziellen Ausgleich möchte, könnte er wohl das Erbe ablehnen. Sein Teil würde dann unter den restlichen Erben aufgeteilt werden.

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