Persönlichkeits verändernde Medikamente?

6 Antworten

Nein, Antidepressiva verändern weder die Persönlichkeit noch sind es Glückspillen die einem einfach wieder fröhlich machen. Bei Menschen die nicht von Depressionen betroffen sind, wirken diese Medikamente nicht (bzw. haben nur Nebenwirkungen). Gegen gewöhnliche schlechte Gedanken und Traurigkeit helfen die Tabletten auch nicht. Sie wirken nur bei wirklich von der Krankheit "Depression" betroffenen Personen.

Antidepressiva sind bei schwereren Depressionen oft einfach nur das kleinere Übel im Vergleich zur Krankheit. Diese Medikamente haben vor allem zu Beginn der Einnahme starke Nebenwirkungen, einige davon können auch bestehen bleiben solange man die Tabletten nimmt. 

Bei einer Depression geht man neurobiologisch davon aus, dass ein Mangel des Glückshormons Serotonin (und ferner auch Noradrenalin) vorherrscht. Antidepressiva hemmen die Wiederaufnahme dieser Neurotransmitter (Botenstoffe/Hormone) und versuchen so die Depression zu korrigieren. Wie das genau funktioniert siehst du im Video auf Youtube wenn du "SSRI deutsch" eingibst. 

Neben den Nebenwirkungen ist auch die Wirksamkeit ein grosses Problem. Nur rund 30% der Patienten reagieren ausreichend auf ihre Erstmedikation. 40 weitere Prozent müssen diverse Medikamente durchprobieren bis sie eines finden das hilft und bei den letzten 30% helfen Antidepressiva gar nicht oder nur stark unzureichend. 

Antidepressiva wirken zudem nicht wie manche Drogen sofort, sondern müssen erst 2-4 Wochen täglich eingenommen werden. Rauscherzeugend sind sie nicht. 

Jeder Mensch reagiert anders darauf, deswegen wird es auch unterschiedliche Antworten geben.

Ich habe eine lange Zeit lang Antidepressiva eingenommen. Es dauert einige Monate, bis sich das richtig eingespielt hat.
Mir hat es leider gar nicht gut getan.
Ich bin ein sehr friedvoller Mensch und wurde durch die Medikamente aufbrausend und zeitweilig sogar aggressiv.

Im großen und ganzen ging es mir aber besser. Ich habe die Kraft gefunden, meine Gedanken zu ordnen und darüber zu reden, ohne an mir selbst zu zweifeln. Zudem war ich endlich in der Lage, eine Therapie zu beginnen und ich konnte Nachts schlafen.

Dennoch habe ich sie nach einiger Zeit abgesetzt, weil ich mich selbst nicht mehr erkannt habe. Ich bin aber froh, dass ich sie länger genommen habe, es war einfacher Probleme anzugehen und einen Anfang zu schaffen.
Darum würde ich, trotz meiner auch schlechten Erfahrungen, niemanden davon abraten, dem sie von einem Arzt empfohlen werden.

Zur ersten Frage: Nein. Zur 2.: Ja.

Also sie verändern Dich insofern, dass Du nicht mehr grübelst, sondern Dich auch an Dingen erfreuen kannst! Insofern: Ja, sie machen Dich fröhlich. Aber sie verändern nicht Deine Persönlichkeit. Wenn Du vorher schüchtern warst, bist Du es immer noch. Du bist an sich derselbe Mensch, wie Du vor den Depressionen warst.

Danke, danke.. :) 

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