Persönliche Reitgeschichte? Wie seit ihr in den Pferdewahn gefallen?

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9 Antworten

Mein Uropa - Schreiner/ Bestatter- hatte Pferde. Sie zogen die Kutsche, mit der er die Möbel auslieferte, die er baute. Und sie zogen auch die Bestattungskutsche, wenn Verstorbene in den von ihm gebauten Särgen zum Friedhof gebracht werden mussten. Diese Pferde habe ich allerdings nicht mehr kennengelernt, weil sie lange vor meiner Zeit durch Autos ersetzt wurden. Doch die Affinität zu Pferden blieb in unserer Familie erhalten. 

Schon mit 5 Jahren hab ich das erste Mal auf einem frechen Pony bei einem Bauern gesessen und bin anfangs mehr geflogen als geritten, aber immer wieder aufgestiegen wie ein Flummi. Dabei ist mir das Pony, das passenderweise Silly (dumm) hieß, über die Beine gelatscht, hat mich ins Maisfeld befördert und es mir definitiv nicht leicht gemacht. Am Ende hat es für einen Ausritt im Schritt gereicht und ich war stolz. Das Pony hatte dann bis zum Ende des Urlaubs mich als seine persönliche Klette am Hals und fand das ab Tag 2 wohl ganz in Ordnung, denn es hat mich an keinem anderen Tag mehr abgesetzt und ist sogar quer über die Weide auf mich zugetrabt gekommen um sich seine Möhre abzuholen. Am Ende dieses Urlaubs konnte ich das Pony in allen drei Gangarten reiten - ohne dass ich irgendeine Art von Unterricht gehabt hätte. 

Danach setzte dann bei mir die typische Vita eines Nicht-Pferde-Besitzers ein: Reitstunden, Pflegepferde, Ausritte mit Leihponys (Gab es damals bei uns in der Nähe), Reiterferien. Dann ums Abitur herum die typische Pferdeabstinenz und die immerwährende Sehnsucht nach einem eigenen Pferd, die ich mir mit Mitte 20 dann endlich erfüllt habe. Und seitdem sind 20 Jahre vergangen, in denen unsere Pferde - mein Mann und 2 unserer Kinder reiten auch- im Mittelpunkt unseres Lebens stehen - neben unserem Beruf und unserer Familie natürlich.

😘 Dankeschön!!!

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Mit dem Virus wurde ich ca. im Kindergartenalter infiziert, also vor mehr als 40 Jahren. Da ich angeborene Probleme mit dem Gleichgewichtssinn habe, war Reiten aber nie das ideale Hobby. 1995 und 1996 habe ich dann das kleine und große bronzene Fahrabzeichen gemacht. Im Dezember 1998 bekam ich mein erstes Pferd, ein altes Schulpferd, das noch ein schönes Jahr bei mir hatte. Leider beendete ein Sturz mit Bruch abrupt ihr Leben, aber nur 6 Tage später stand Felix (Shetty-Welsh-Mix) in ihrer Box, damals 3,5 Jahre alt, heute 21 und das beste Fahrpony der Welt. 2005 kam Sven (Welsh A) dazu, direkt von der Mama weg, seit 2008 laufen Felix und Sven zusammen im Gespann. 2010 lernte ich im Reiturlaub meinen Mann kennen, dadurch kam auch noch Brentano dazu, ein inzwischen 31jähriger Trakehner mit 1,80m Stockmaß.

Meine Eltern haben mir in der Grundschule einen Ferienreitkurs geschenkt und schon war es passiert. Abgesehen von einem halben Jahr Pause in der Pubertät reite ich inzwischen seit über 20 Jahren.
Anfangs natürlich ganz normal im typischen Schulunterricht, mit 15 kam dann die erste RB und als ich mit der Ausbildung durch war dann schließlich auch das lang ersehnte erste eigene Pferd ;-)
Inzwischen haben wir unseren eigenen Pensionsstall und 4 eigene Vierbeiner. Dementsprechend investieren wir so gesagt unsere ganze Zeit dafür - wenns sein muss sind wir 24 Stunden erreichbar. Was unsere Freunde dazu sagen? Die kennen uns ja nicht anders ;-)

Ich musste als 5jähriges Mädchen umziehen. Hatte keine Freunde aber einen Reitstall nebenan. Meine Eltern hatten wohl ein schlechtes Gewissen und haben mir deshalb Reitstunden bezahlt. Zack--> infiziert!

Heute habe ich ein eigenes Pferd. Ich bin fast jeden Tag bei ihm un reite auch Turniere. Ich habe eigentlich fast nur Freunde im Stall. Meine Familie und mein Freund würden mich schon gern öfter sehrn, aber sie wissen auch, dass mich nix glücklicher macht als bei den Pferden zu sein. Blöde Sprüche kriege ich nur noch selten zu hören. Dafür bin ich mittlerweile zu alt ;-)

Bei mir fing es bereits im Kindergarten (mit 4) an, da haben wir mal ein Ausflug (für 4 Tage) auf einem Bauernhof gemacht. Dann ging es drum, wer denn gern reiten möchte. Ich weiß noch, wie erschrocken ich neben dem Pferd stand (war ca. 160cm groß) und ich würde einfach draufgesetzt, weil ich nicht ganz so verloren im Sattel aussah. (keine Ahnung, wie man darauf kommt)         Danach haben sie mich gar nicht mehr vom Pferd bekommen. Meine Mutter hat dann erstmal einen Schock bekommen, als sie das erfahren hat. Deswegen hatte ich dann erstmal Reitpause und saß erst mit 10 wieder auf dem Pferd, bei einer Bekannten. Dort bin ich dann einen ganze Zeit geritten, leider musste sie dann ihren Hof bzw die Pferde verkaufen, weil ihr Mann gestorben ist und das Geld nicht mehr ganz gereicht hat. Von da an hatte ich keinen Unterricht mehr und saß auch nicht mehr auf dem Pferd. Das nächste mal saß ich erst in Irland (mit meiner kleinen Schwester) auf dem Pferd. Das war mal was ganz anderes, als in Deutschland. Dort wird man einfach draufgesetzt und nach ner Woche, wenn die Reitererfahrung wieder da ist, wird dann gesprungen. Das war super, auch wenn es anstrengend war. Dann kaufte sich meine Freundin ein Pferd und seitdem sitz ich auch regelmäßig wieder auf dem Pferd. Und meine kleine Schwester, reitet jetzt auch Turniere, trotzdem meine Mutter nicht begeistert ist. 

LG Lottilotchen 

Wir waren im Dänemark-Urlaub und mein Opa hat mir und meinem Bruder (ich war damals 4, er 3) einen geführten Ausritt bezahlt. Also jeder hat ein Pony bekommen und dann gings mit Mama und Papa ne halbe Stunde durch den Wald^^ Wieder zu Hause war das Thema Pferd für mich noch lange nicht erledigt. Nach ein bisschen Sucherei habe ich dann mit meiner besten Freundin regelmäßigen Reitunterricht bekommen. Ich habe auf diesem Hof und bei der Reitlehrerin meine ersten 8 Reitjahre verbracht und bin super dankbar und glücklich über diese Zeit. 

Das ist jetzt zweieinhalb Jahre her. Seitdem hatte ich eine ein halbes Jahr andauernde "Reitbeteiligung", die allerdings nicht erwähnenswert ist, seit anderthalb Jahren bin ich jetzt wieder in einem Reitverein in dem ich einmal die Woche Unterricht bekomme und zusätzlich habe ich nun seit Oktober eine RB in einem anderen Stall, über die ich mega glücklich bin. 

Ich bin also seit 10 Jahren infiziert. Meine Freunde sind großteils selbst Reiter, da ist klar was sie davon halten:) Und Zeit und Geld investier ich immer mehr in das Hobby. Aufhören oder pausieren war bei mir nie eine Option. Keine einzige Sekunde lang!

Also ich (15) liebe Pferde schon seit dem ich klein bin. Meine Eltern wollten es mir aber nie erlauben. Aus welchen Gründen auch immer. Dann hatte ich mit 13 meine Eltern so weit überredet Reiterferien machen zu dürfen. Und dann war es komplett vorbei mit irgendwelchen anderen Hobbys. Mittlerweile habe ich eine RB und PB und komme mit beiden sehr gut zurecht.
Keiner aus meiner Familie hat auch nur irgendwas mit Pferden zu tun. Und auch niemand von meinen Großeltern. Ich weis also nicht woher es kommt😅😂

hi Dreamer,

hier kurz meine "persönliche Reitgeschichte": 

im meinem zarten Alter von 45 Jahren wollten meine Kinder reiten und meine Frau hat sie zum Reitunterricht gefahren. Sie kamen immer so glücklich zurück und da wollte ich mal wissen, warum. Ich habe dann Reitunterricht genommen bei einer sehr einfühlsamen Lehrerin, habe dann 2 Isis gekauft und sie auf unsere Weide gestellt. Wir sind jährlich 3-4mal zu einem Reitkurs gefahren mit unseren Isis und freuen uns jetzt seit über 20 Jahren, dass wir die Pony haben.

Und das soll auch noch lange so bleiben.

Gruß synapse

War ehrlich gesagt ziemlich unspektakulär. Es passierte an einem Abend vor einigen Monaten, als eine Freundin beim metal Abend in unserer Stammkneipe das Thema reiten und Pferde angesprochen hat und unsere Meinung dazu einfordern wollte. Ich habe dafür Interesse gezeigt, da ich mich ehrlich gesagt noch nie mit dem Thema beschäftigt habe, ich allerdings doch recht offen bin, wenn es um Tiere geht. Darauf hat sie mich ein paar mal mitgenommen, und ehrlich gesagt ist das hängen geblieben. Und jetzt hab ich einen ziemlichen Spaß an der Sache. Ich mache mir nichts aus Vorurteilen von anderen Männern, die sollen mal schön weiter reden, ich zieh mein eigenes Ding durch.

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