Pensionsfonds bei der DEVK statt VL - lohnt sich das für mich

4 Antworten

Jede Antwort hier beinhaltet ein Stück Wahrheit. Sicherlich ist es dringend und zwingend notwenig über das Thema Berufsunfähigkeitabsicherung nachzudenken und auch eine solche zu haben. Jedoch halte ich dieses Klein Klein und diese Debatten hier für ein wenig überzogen. Es geht um ganze 17 € netto und der Fragesteller hat ja auch erwähnt, dass er noch eine private Rentenversicherung machen möchte. Ein guter Berater wird ihn schon auf den richtigen Weg bringen und wir können dabei helfen in die richtige Richtung zu laufen. Unter Umständen gibt es Alternativen, wenn eine Berufsunfähigkeit z. B. nicht mehr möglich ist.

Lieber tiptap. Meine Empfehlung lautet: nimm dieses kleine Geschenk ruhig an. Noch geht es nur um 17 € netto. Jedoch gebe ich denen Recht, die hier schreiben, dass eine Berufsunfähigkeit darüber entscheidet, wie es dir mal ergehen wird, wenn du in Rente gehst. Viele vergessen, dass auch eine zu niedrig abgeschlossene Berufsunfähigkeitsrente deine Situation nicht verbessern wird, denn die Meisten glauben, dass auch eine kleine billige Berufsunfähigkeitsrente besser ist als nichts. Leider ist es aber ganz anders. Eine Berufsunfähigkeitsrente unter oder knapp über Grundsicherungsniveau bringt dich nicht weiter. Hier zahlst du nur Absicherung, damit der Staat am Ende nichts zahlen muss, da die Grundsicherung auf eine private Berufsunfähigkeitsrente angerechnet werden würde. Eine Berufsunfähigkeitsrente sollte also immer so hoch gewählt sein, dass es möglich ist neben allen laufenden Fixkosten die private Vorsorge auch zusätzlich weiterhin bezahlen zu können. Wenn du nämlich berufsunfähig werden würdest, zahlst du automatisch nicht mehr in die Rentenkasse ein und wanderst also aus der Berufsunfähigkeit direkt in die Altersarmut. Beides hängt also viel enger zusammen, als es doch von einigen beschrieben wurde.

Verbinde auf keinen Fall eine Berufsunfähigkeitsabsicherung mit einer betrieblichen Altersvorsorge. Warum? Naja, nun stelle dir vor, du wirst arbeitslos oder wechselst irgendwann mal deinen Arbeitsplatz. Während der Arbeitslosigkeit ist die betriebliche Altersvorsorge automatisch beitragsfrei gestellt und es besteht kein Versicherungsschutz. Wechselst du den Arbeitgeber, dieser hat aber eine eigene betriebliche Altersvorsorge über einen Rahmenvertrag geregelt, dann verlierst du ebenfalls deinen Versicherungsschutz. So lange du gesund bist und es liegt nichts vor, kannst du sicherlich jederzeit einen neuen Vertrag abschließen. Ist jedoch so völliger nonsens. Mache deswegen auf jedenfall eine eigenständige Berufsunfähigkeitsversicherung, auch genannt SBU. Kombiniere sie auch auf keinen Fall mit einer privaten Renten- oder Lebensversicherung. Trenne immer sparen und das Risiko Berufsunfähigkeitsrente.

Wenn du Hilfe brauchst, dann frage hier im Forum. Viel Glück.

Nur jetzt meine Frage: wie kann ich entscheiden, ob sich dieses Modell dennoch für mich rechnet?

Es sollte bei einem unabhängigen Versicherungsmakler ein Schichtenvergleich gemacht werden. Der geht mit einer Bedarfsanalyse einher.

Dann wird sich zeigen was so für deine Vorstellungen die ideale Anlagestrategie ist.

Das ist online nicht zu ermitteln, da du dafür finanzielle komplett die Hosen runterlassen müsstest, damit die Ergebnisse sinnvoll wären.

Anmerkung: 53,- € Monatsbeitrag sind für eine bAV ehr mikrig. Förderfähig sind bis zu 238,- € im Monat, also solltest du dir überlegen ob mehr nicht besser ist.

Der Verlust an Entgeltpunkten in der gesetzlichen Rentenversicherung kann getrost vernachlässigt werden, dieser ist recht gering. Auch erwähnst du die Steuerpflicht der bAV in der Leistungsphase. Die gesetzliche ist - so du denn nach 2039 Altersrente beziehst - auch KOMPLETT steuerpflichtig.


Vor der Altersvorsorge kommt die Berufsunfähigkeitsversicherung. Es sei denn du kannst deinen Lebenstandard ohne Arbeitseinkommen aufrecht erhalten.

Vor der Altersvorsorge kommt die Berufsunfähigkeitsversicherung.<

Ja, das ist Fakt!

Erst wenn dieses Risiko und die Privathaftpflicht im Griff ist macht es wirklich Sinn, über weitere Versorgungs-Vorhaben nachzudenken!

Leider wird das in der Praxis immer noch viel zu wenig thematisiert und/oder geflissentlich unter den Teppich gekehrt!

Des weiteren sollte sich der Fragesteller auch mit den tatsächlichen Gegebenheiten in der gesetzlichen Rentenversicherung auseinandersetzen, weil nach dem 1.1.1961 Geborene in der gesetzlichen Rentenversicherung keinen Vertrauensschutz wegen Berufsunfähigkeit haben und im Schadenfall ggf. mit leeren Händen dastehen!

Unter folgendem Link der DRV ist die die aktuelle Broschüre zu diesem sehr wichtigen Thema abrufbar, dort sind unter anderem die versicherungsrechtlichen Voraussetzungen nachzulesen, welche erfüllt werden müßen, um überhaupt einen Anspruch auf Erwerbsminderungsrente zu erhalten!

Link:

http://www.deutsche-rentenversicherung.de/cae/servlet/contentblob/232616/publicationFile/56111/erwerbsminderungsrente_das_netz_fuer_alle_faelle.pdf

Beste Grüße

Konrad

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@Konrad Huber

Leider wird das in der Praxis immer noch viel zu wenig thematisiert und/oder geflissentlich unter den Teppich gekehrt!

Ich kenne genügend Berater, die das seit Jahren thematisieren. Manche kennen sich da aufgrund der Komplexität auch nicht aus und machen lieber Rente und Privat.

Freut mich, dass diesmal auch das Datum stimmt :-) Danke Dir.

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wie kann ich entscheiden, ob sich dieses Modell dennoch für mich rechnet?

Gibts denn eigentlich keinen vernünftigen BAV-Berater mehr ? Als ich das noch beruflich gemacht habe, war ich für Firmen zuständig, in denen ich die Mitarbeiter beraten habe, auch zu sowas. Da gabs auch Beratungstage. Da muss man entweder Beispielrechnen machen oder eben jeden Fall mal mit dem Mitarbeiter besprechen und rechnen.

Bitte nimm Kontakt zu dem Berater auf, der für Deine Firma zuständig ist und rechne das mit dem durch.

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