Pelvicachromis Pulcher, genaue Infos zur Haltung?

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4 Antworten

Hallo,

die PPP sind eigentlich gar nicht so anspruchsvoll, was die Wasserwerte angehen.

Bei einer Härte bis 15 oder 16 und einem PH-Wert in leicht alkalischen Bereich (bis 7,6 und sogar 7,8) leben die problemlos.

Und sie vermehren sich auch problemlos. Dafür aber brauchen sie Höhlen und die verteidigen sie super gut - auch gegen Antennenwelse.

Bei mir hat mal ein Pärchen PPP den Besatz eines 300 l AQ - inkl. einem Pärchen Skalare - in Schach gehalten - die anderen Fische hatten gerade noch eine kleine Ecke ....

Und das ging auch so weiter - bzw. wurde sogar erst richtig schlimm - als sie die Brut dann geführt haben.

Und glaub mir, dir bekommen ihre Brut auch groß - nur leider wirst du die dann nicht los, denn da man ja i.d.R. nur ein Pärchen halten kann, musst du diese Fische lange behalten, bis sich die Geschlechter erkennen lassen und dann nehmen dir die potentiellen Käufer eben immer nur 2 Fische ab ...

Scheu habe ich die nie erlebt - anders, als andere Zwerge.

Aber für mich gibt es andere Zwergenarten, die sich in so einem großen AQ dann sogar in einer Gruppe halten lassen, dort dann ein sehr interessanten Gruppenverhalten zeigen und auch Nachwuchs bekommen - den man dann sogar sehr gut verkaufen kann.

Dazu gehören z.B. die Afrikanischen Schmetterlingsbuntbarsche (Anomalochromis thomasii) (nicht verwechseln mit den Südamerikanischen!) oder auch die Bolivianischen Schmetterlingsbuntbarsche.

Beide Arten sind recht pflegeleicht und benötigen keine Wasserpantschereien, wenn nicht grade Flüssigbeton aus deiner Leitung kommt.

Und eine Gruppe ist immer schön zu beobachten - zumal diese Fische Offenbrüter sind - da bekommt man auch vom Laich- und Brutgeschäft eine Menge mit.

Gutes Gelingen

Daniela

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jww28 10.10.2017, 11:30

Hi, Danke für den lieben Rat :) hätte nicht gedacht das die so robust sind was die Wasserwerte angeht :-) mein Gedanke ging da schon Richtung braunes aufgetorftes Osmosewasser was meine Pflanzen killt :-)

Mit der Vermehrung weiss ich, sollte ich die mir holen werde ich wohl auf Beifische und aufs absaugen setzen, muss ich mir nur gut überlegen ob da auch immer die Zeit für da ist. Nicht das ich mal im Urlaub fahre und danach 300Fische da drin habe.

 

Das die aggressiv werden können hab ich im laden gesehen, die haben mich irgendwie etwas an Kampffische erinnert:-) ich glaub deswegen hab ich mich so verguckt :-) die haben ja sogar die Menschen vor den Becken angepöbelt :-)

 

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dsupper 10.10.2017, 11:35
@jww28

vllt. hast du die mit den Pelvicachromis taeniatus, dem Smaragdprachtbarschen verwechselt? Am besten noch mit den "molive".

DIE brauchen wirklich spezielles ganz weiches und saures Wasser und deren Haltung und Zucht ist deutlich schwieriger als die der P. pulcher.

Dafür sind die aber auch ganz besonders schön gefärbt ...

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jww28 10.10.2017, 13:35
@dsupper

hm, die waren schon sehr farbenfroh und haben richtig aus den Becken herausgeleuchtet, beim Männchen sah das aus als hätte der 4 Augen, weil die flecken am kopf echt wie augen auch aussahen, grundfarbe war bei denen hellblau. Die Weibchen waren,allerdings nur am Bauch rot und von der Grundfarbe her gelb. Da waren allerdings auch weniger farbenfrohe Paare bei, bin mir da nun echt nicht sicher, hab die einen grad mir mal angeschaut ich find die sehen fast genauso aus. Der Händler hat die allerdings auch als pulcher ausgezeichnet,preislich denk ich auch eher das es pulcher sind für ein paar will der 20,- eur haben. hab grad mal verglichen die anderen kosten ja schon 20,- pro fisch. Das einzige was mir zu denken aufgibt die waren in ein recht düsteren Becken mit fast bräunlichen Wasser, das bekomm ich hier mit meiner Wurzel nicht hin, von der Farbe her könnte es aufgetorft gewesen sein.

 

 

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dsupper 10.10.2017, 14:33
@jww28

lol - viele Händler kennen sich leider auch so gar nicht aus, was bei denen so in den Becken rumschwimmt. Die übernehmen die Ware vom Großhändler und gut ist.

So habe ich vor einigen Wochen ein Pärchen Laetacara curviceps - die sind eher seltener im Handel zu finden - als Nanacara anomala gekauft. Wobei die Nanacara sehr günstig sind, die Laetacara meist wesentlich teurer. Mich hats sehr gefreut ...

Und so etwas ist mir schon häufiger passiert.

Bei uns ist ein Pärchen P. pulcher oft schon unter 10 Eur zu bekommen. Und wenn der Händler so gar nicht weiß, was er für Juwelen in seinem Verkaufsbecken rumschwimmen hat ...

Braunes Wasser bekommt der Händler auch schnell mit dem Torumin von Tetra hin ...

Wobei die P. teatanius auch eher aus klaren Bächen in Westafrika kommen ...

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jww28 10.10.2017, 15:46
@dsupper

ich fahr da morgen nochmal hin,und les mir vorher mal durch wie man die unterscheidet. Das interessiert mich jetzt echt was das für welche waren, bereue grad das ich kein Foto gemacht habe :\

 

 

 

 

 

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dsupper 10.10.2017, 15:52
@jww28

Die Unterscheidung ist nicht so leicht - aber ein paar Anhaltspunkte kann ich dir gerne geben:

Vor allen Dingen gibt es mittlerweile so viele Farbschläge und -zuchten, dass auch diese kein sicheres Unterscheidungsmerkmal mehr sind

Die Taeniatus sind allerdings kleiner und schlanker als die Pulcher - aber auch das ist kein sicheres Merkmal, denn das kommt ja auch auf das Alter an.

Bei den Taeniatus sind die schwarzen Abzeichen nicht so prägnant.

Die Färbung des Bauches geht bei den T. mehr ins Violett/Blaue, bei den P. mehr ins rötliche.

Ein ziemlich sicheres Merkmal aber sind die Augen, die bei den Taeniatus silber bis hellblau sind, bei den Pulcher gelb/schwarz.

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dsupper 12.10.2017, 12:57
@dsupper

Danke fürs Sternchen und schreib doch mal, welche es waren - da bin ich neugierig.

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jww28 12.10.2017, 13:18
@dsupper

So war grad nochmal da, hab mir alle nochmal angeschaut, nach deiner Beschreibung denke ich nun das es evtl Hybriden sind oder die einfach zwei verschiedene Arten in ein Verkaufsbecken gesetzt haben. Die haben im Grunde alles dabei, die Weibchen hatten teilweise rosa,rote bis lila gefärbte Bäuche aber immer schwarz-gelbe Augen. Die Männchen waren alle mit silbernen Augen, manche eher durchsichtig, manche gelb manche leuchteten etwas bläulich. Werde da mir die schonmal nicht kaufen, da ich die dennoch recht interessant finde suche ich nun doch lieber mal nach privaten die Fische abgeben.

Wenn man denn, zb nun Smaragdprachtbarsche haben will, was an Wasserpanscherei müsste ich da auf mich nehmen? Im Becken passt schätzungsweise 160-180 l rein.

Der Ausgangswert aus der Leitung ist PH: 7,6, KH 8,5, DGH 12, Leitwert ist bei annähernd 500.

mein Wasser aus der Osmoseanlage hat (leider auf die schnelle nur mit stäbchenratetest ermittelt) :

PH 6,4, KH 6, DGH 6, ganz ganz wichtig mein doofer ratetest misst nur bis zu den angegebenen Werten, es kann also durchaus auch weicher sein :\ muss mir da erstmal ein passenden Test holen. :\ hab hier nur Tests für Betonbrühe.

 

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dsupper 12.10.2017, 13:58
@jww28

ui - ist schon länger her, dass ich die gehalten habe - und war nicht so lange, weil ein Vereinskollege sie mir damals abgeschwatzt hatte. Ganz so krass muss die Pantscherei gar nicht sein, Härte war so zwischen 8 - 10, PH-Wert neutral, bis ganz leicht alkalisch (also höchstens 7,2).

Da es damals recht junge Tiere waren und ich die eben nicht so lange hatte (der Kollege hatte Nachwuchs bei seinen Apistogramma ortegai und dem Tauschangebot konnte ich nicht widerstehen) - habe ich von denen keinen Nachwuchs gezogen. Kann daher nicht sagen, ob das o.g. Wasser auch für die Zucht geeignet wäre ...

Aber für die Haltung geht es bei Weichwasserfischen ja nicht wirklich in erster Linie um das ganz weiche Wasser, sondern eher um die Tatsache, dass solche Fische ein sehr schwaches Immunsystem haben, weil in saurem weichen Wasser kaum Bakterien und Keime leben.

Betreibt man nun eine überaus gute Wasserhygiene (mit vielen TWW, einem sparsamen Besatz, vllt. noch einer UV-Bestrahlung), dann dürfen die Werte auch etwas höher sein ...

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Purpurprachtbarsche sind quasie die Guppys unter den Zwergbuntbarschen. Relativ anspruchslos und wenn das Paar sich mag sehr vermehrungsfreudig. Wenn sie brüten sind sie sehr agressiv und verteidigen das Nest und die Jungen gegen alles und jeden. Es ist aber sehr spannend sie beim Brut- und Aufzuchtverhalten zu beobachten.

Allgemein finde ich, man sollte seinen Fischen Gelege oder Brut nicht weg nehmen, so beraubt man sich nur selber der Möglichkeit das Brutverhalten zu beobachten. In Gesellschaftsbecken kommt eh meist nicht viel durch. Und wenn man doch auf einmal zu viel Nachwuchs hat, gibt es ja Ebay Kleinanzeigen, da wird man eigentlich alles los und bekommt im besten Fall noch ein zwei Euro für die Futterkasse.

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jww28 09.10.2017, 10:05

das stimmt schon,aber wenn ich lese 200-300 eier die hartnäckig beschützt werden, denke ich einfach das das evtl zuviel werden könnten :) welche Fische kann man denn dazu halten? Mein Becken ist ja leider nur 1 m lang :\

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JayCeD 09.10.2017, 10:15
@jww28

Es sollten etwas robustere Fische sein sonst machen sie die PPBs beim brüten kaputt. Ein Bekannter von mir hatte mal ein Paar Pulcher zusammen mit einem Schwarm Sumatrabarben in einem 250l Aq. Da ist nie nur ein einziger groß geworden obwohl die PPB ständig am brüten waren. 

300 Eier sind nicht gleich 300 Jungfische die man loswerden muss, Selbst in einem Artbechen werden niemals alle groß. 

Ein paar andere Fische die sich immer mal einen Kleinen schnappen, wenn die Eltern nicht aufpassen und alles ist gut. Spätestenz wenn die Fürsorge der Alten nachlässt sind die Jungen Lebendfutter für die Mitbewohner.

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jww28 09.10.2017, 10:40
@JayCeD

hm muss ich mal schauen, hätte ja schon lieber dann afrikanische Fische dazu :) wie wäre es denn mit rückenschwimmenden Kongowelsen?

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JayCeD 09.10.2017, 10:53
@jww28

Dazu passen würde der sicher. Er wird bestimmt auch mal eine kleine Attake aushalten, wenn er dem Nest versehentlich zu nahe kommt. Wie gierig er auf kleine PPBs ist weiß ich da aber nicht. 

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JayCeD 09.10.2017, 11:00
@JayCeD

Blaustrichbarben (Barbus fasciolatus) könnte ich mir in so einem Beck noch vorstellen (Die kommen auch aus Afrika). Mit einem Schwarm davon hast du noch etwas Action in der mittleren Zone. Die Pulcher bleiben ja meist in Bodennähe.

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jww28 09.10.2017, 13:03
@JayCeD

danke :) werde mal schauen wo ich die hier bekomme :)

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dsupper 10.10.2017, 11:38
@jww28

bei den Barbus fasciolatus (Angolabarben) solltest du dich aber auf viel Wasserpantschereien einstellen. Die brauchen nämlich tatsächlich saures Wasser, im tiefen 6er Bereich. also kein Wasser, das irgendwo so einfach aus der Leitung kommt.

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Wenn die Wasserwerte einigrmaßen stimmen, kann man mit denen kaum etwas verkehr machen. Die vermehren sich dann wie die Karnickel.

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