Pelletsheizung ja oder nein?

...komplette Frage anzeigen

8 Antworten

Wir haben eine Scheitholzheizung seit 30 Jahren, sie arbeitet immer noch problemlos. Wir sind das ewige Nachlegen jedoch leid und sowie das Holz aus dem Wald schaffen, Kleinsägen und Holzhacken, Zwischenlagern und wieder zur Heizung hinkarren, es hängt uns einfach zum Hals raus, nie kann man das Haus im Winter für einige Tage verlassen, ohne daß es im ganzen Haus abkühlt. Wir sind fest entschlossen eine Pelletsheizung zu installieren, die hoffentlich problemlos läuft, auch wenn Pellets teuerer werden, das ist mir der höhere Komfort immer noch wert. Man kann ja im Sommer genügend Pellets einlagern, daß es über einen strengen Winter reicht, wie wir das mit dem Holz auch immer ein bis zwei Jahre im voraus machen müssen, bis dahin muß das Holz mind. 1 Jahr besser 2 Jahre austrocknen, um es verheizen zu können, genügend Platz ist dafür Voraussetzung. Wenn der Rohstoff für Pellets knapp wird, wird es auch als Stückholz für Kaminöfen knapp. Diese verbrauchen mehr Holz um 1KW Wärme zu erzeugen, als Pellets für 1KW, da ein großer Teil durch das dickere Ofenrohr zum Schornstein raus entweicht. Pelletsheizungen haben einen sehr kleinen Ofenrohrdurchmesser, und es wird nur soviel nachgelegt, wie momentan an Wärme angefordert wird. Bei Scheitholz ist das gar nicht möglich ohne Pufferspeicher, es wird entweder zuviel oder oft zuwenig Wärme produziert. Was das Verrußen angeht mal ganz abgesehen. Wenn mehr Pellets als Kaminholz verbrannt würden, würde pro Kopf weniger Holz verbraucht, da viele besonders Kaminbesitzer das Holz regelrecht zum Kamin rausjagen, weil sie dauernd nachlegen, um Flammen zu sehen, was total uneffektiv ist. Dadurch, daß es Mode wurde, einen Kaminofen zu besitzen, stieg der Holzpreis die letzten 3-4 Jahre stetig an. Die Ofenbauer konnten sich freuen.

Meines Wissens werden Pellets aus Holzabfällen gepresst. Das ist also weniger das Problem. Im Net gibt es einige Foren die sich mit alternativen Heizmethoden beschäftigen und wo Leute die diese Methoden schon nutzen sich austauschen über ihre Erfahrungen. Da solltest du vielleicht mal gucken. Mein Freund hat ein altes Haus saniert und sich für eine Kombination aus Gasbrennwert mit einer Solarthermie entschieden. Im Spommer hatte er so gut wie keine Gaskosten. Dann wurde auch noch ein Wassergeführter Ofen angedacht. Die Leitungen liegen schon- aber den Ofen hat er noch nicht. Das wird ein Holzofen sein, der von seiner Leistung ca. 2 Kw in den Raum abgibt und den Rest in den Warmwasserspeicher. Da wird die Wärme dann zur Heizungs- und Warmwasserbereitung hergenommen im Winter, wenn Solar nichts hergibt. Am wichtigsten ist anscheinend ein genügend großer Warmwasserspeicher, der hebt die Wärem sozusagen auf. Er hatte sich damals gegen die Pelletheizung entschieden, weil zu teuer, und die Beschickung nicht ganz einfach gewesen wäre, wegen der verbauten Räumlichkeiten. Dann hat er noch tüchtig gedämmt, damit er von der Kostenersparnis beim heizen auch was hat, und nicht alles durch Fenster und Wände wieder rausballert.

Es gibt derzeit ca. 50 Pelletwerke in D, die deutlich mehr produzieren als hierzulande verbraucht wird. Diese noch exportierte Menge könnte in vielleicht 300 - 400.000 Öfen/Kesseln in D verbraucht werden. Also keine Bange! Nachzulesen auch beim Verband www.depv.de

Pellets werden aus Abfällen - Sägespäne und Hobelspäne - hergestellt. Ich habe seit 8 Jahren eine Zentralheizung mit Pellets - und es gab bisher nur ein einziges Mal einen Engpass. Die Versorgung ist gesichert, weil seither mehrere Pelletswerke in Betrieb genommen wurden. Die Preise haben sich in den 8 Jahren kaum erhöht - mit Ausnahme des einen Winters wo es eben diesen Engpass gab. Zudem bekommt man im Sonner die Pellets auch noch zum Sommerpreis. Weiterer Vorteil: Reduzierte Mehrwertsteuer von 7 % - da nachwachsender Rohstoff. Übriges: Nutzholz ist dafür da das es genutzt wird, nicht vergammelt. Nutzholz wird aber nur gehäckselt, denn hier bei uns gibt es schon mehrere Holzkraftwerke, damit werden beispielsweise öffentliche Bäder, Hotels, Kuranlagen und sogar ein Kraftwerk in einer kleineren Stadt betrieben. Dadurch werden jahr für Jahr 250 000 Liter Heizöl eingespart. Öl wird dennoch nicht billiger werden - seit 2001 hat sich der Preis beim aktuellen Stand bereits verfünffacht - wobei im letzten Jahr der Preis bei nahezu 1 Euro pro Liter lag und auch die Gaspreise expoldierten und es da ja wochenlang zu einem Engpass mit der Versorgung kam. Grundsätzlich kann es bei jedem Energieträger zu nem Engpass kommen - deshalb hab ich seinerzeit einen Kombikessel - Pellets/Scheitholz gewählt.Sollten also die Pelletspreise mal wiede rwegen Verknappung steigen, heize ich eben mit Scheitholz - das ist nach wie vor die billigste Methode. Ich kann Pellets aus mehreren Gründen nur empfehlen: Nachwachsender umweltfreundlicher Rohstoff, Schaffung und Sicherung heimischer Arbeitsplätze, verstärkte Nutzung des Wertstoffes Holz, kurze Transportwege (Öl wird zig Tausende Kilometer transportiert-ebenso Gas), und im Vergleich mit Strom Gas und Öl erheblich günstiger Preis. Die Anlagen sind zwar teurer als für Öl oder Gas, aber es gibt Zuschüsse aus der Staatskasse.

Naja, bei der bisherigen Preisentwicklung ist es halt die Frage, ob sich der Mehrpreis für Pelletzheiskessel etc.. lohnt...

Die Pelletzpreise sind seit beginn ziemlich gestiegen... Aber langfristig auf 20 Jahre gerechnet, wird sich da sicherlich noch was tun und die Wartung ist ja nun auch nicht so schwer selber zu machen...

Wenn Dich der Mehrpreis nicht abschreckt... Ja! Aber keinen 0815 sondern Markenprodukt!

Wir haben seit ein paar Wochen eine Pelletheizung und ich kann dir nur sagen, dass genug Holz vorhanden sein wird. Das sind doch nur gepresste Sägespäne, also "Abfall".

zorngickel 24.11.2009, 23:31

Fragt sich nur wo der ganze Abfall in Zukunft herkommt wenn sich immer mehr zu Pellets entschließen.

0

rechne mal mit ca 15.000-20.000 € kosten bei einer Neuinstalation bei Pellets komplett dalles neu

Ich habe auch eine und bin sehr zufrieden. Bisher gab es immer genug Pellets. Öl gibt es ja auch nicht ewig

Was möchtest Du wissen?