Peinliche Sauffotos eines Ordnungsbeamten auf Facebook?

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7 Antworten

Solche Fotos sind gerade im beruflichen Kontext seeeeeehr problematisch! Klar, wo kein Kläger da kein Richter -------> aber das Foto braucht nur mal vom Falschen gesehen zu werden & schon funkt's. Selbst wenn sowas nicht öffentlich ist, kann es problematisch werden ------> wer es will, kann der betr. Person damit schädigen, indem er die Fotos downloadet & dem Chef zuspielt. Geht alles.

Ich würde es nicht wagen & stelle von mir - auch ich stehe durch meine Arbeit durchaus im öffentlichen Leben - grundsätzlich nichts in Facebook. Wenn doch, sind es keine diffamierenden Inhalte & es wird auch nur für meine (sehr überschaubare) Freundesliste veröffentlicht. Ganz einfach. Wobei ich auch nicht trinke & mich unter Kontrolle habe.

Neulich hatte mein Kumpel es erst mit einer angehenden Lehrerin, die sich auf einem Straßenfest ordentlich volllaufen ließ & das im Beisein von Schülern aus ihrer Schule, die sie auch kennen, über dieses Thema.. und auch hier lagen mein Kumpel & ich nah beieinander: Wir beide waren der Ansicht, dass man nicht jeden Fehltritt mit "das ist privat" rechtfertigen kann -------> es schadet dem Ansehen & ein Polizist, Lehrer, Zeitungsredakteur usw., der sich öffentlich betrinkt oder sich bei Facebook in peinlichen Posen präsentiert, hätte bei mir jeglichen Respekt verloren.. mit solchen Acts machste dich doch selber zum Blödmann der Nation, sorry ;) 

Wer so wenig denkt, den sollte man ins offene Messer rennen lassen... bis er schmerzhafte Erfahrungen macht.

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Davon abgesehen, dass ich niemals solche Fotos veröffentlichen würde, noch jemals in diese Situation kommen könnte, bin ich voll und ganz der Meinung deines Freundes.

Ich bin erwachsen und weiß das auch Amtsinhaber ein Privatleben haben und keine Vorbilder sind. Ich bin zwar noch nie auf die Idee gekommen, irgendwelche Amtsinhaber auf Facebook zu suchen, aber selbst, wenn ich wüßte, was derjenige in seiner Freizeit treibt, respektiere ich seine Rolle im Amt, wenn er da normal auftritt.

Was er als Privatperson ohne Uniform von sich preisgibt, ist seine Sache.

Genauso ist es seine Sache, wenn er sich damit berufliche oder private Chancen verbaut.

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Bisherige Rechtsprechung des BAG

Das
Bundesarbeitsgericht hat an das Verhalten von Arbeitnehmern des
öffentlichen Dienstes bislang besonders strenge Anforderungen gestellt.
Nach ständiger Rechtsprechung des Gerichts konnte die dienstliche
Verwendbarkeit auch durch außerdienstliche Vorgänge beeinflusst werden,
da die Öffentlichkeit das Verhalten dieser Arbeitnehmer an einem
strengeren Maßstab misst, als dasjenige von Arbeitnehmern der
Privatwirtschaft.

Änderung der Rechtsprechung

Mit
Urteil vom 10. September 2009 hat das BAG seine bisherige
Rechtsprechung aufgegeben. Das Gericht geht nunmehr davon aus, dass
zumindest für die nicht hoheitlich tätigen Arbeitnehmer des öffentlichen
Dienstes keine besonderen außerdienstlichen Verhaltenspflichten
bestehen.[12]

Er ist hoheitlich tätig!

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Hallo,

nach meiner Meinung liegt das Problem dort, dass sein Beruf ohnehin ein Akzeptanz- und Glaubwürdigkeitsproblem hat.

Die Gesellschaft neigt zur Disziplinlosigkeit und Inkonsequenz, wenn es einen selbst betrifft.

Recht gebe ich Dir insoweit, als dass er sich der Lächerlichkeit preisgibt und vor allem leidet ja darunter im Fortgang dann auch sein Job, weil die Leute über ihn lachen, mit Finger auf ihn zeigen, wenn er einen "Sünder" anspricht ... der zeigt ihm doch einen Vogel, der lacht ihn aus!
Zum Schluß wird der Gang zur Arbeit für ihn wie ein Gang nach Canossa, weil er der Idiot der Stadt ist.

Er hat durchaus Recht - er kann machen, was er will in seiner Freizeit. Bei Beamten ist das so eindeutig nicht. Aber letztlich wirkt sich dann das disziplinlose Verhalten auch ungünstig auf seine Arbeit ausd und dann erkennt er, dass er eben eigentlich doch nicht so ganz machen kann, was er will. Mancher muß aber vielleicht die Erfahrung erst selber machen und es gibt auch Menschen, die sind unbelehrbar, beratungsresistent. Eben gerade solche Typen, die in der Inbrunst ihrer Überzeugung sagen, dass sie doch in ihrer Freizeit machen könnten, was sie wollen

Schon lange habe ich einen Spruch drauf, der für alle diejenigen gilt, die ihren Job gern und mit vollem Einsatz machen.
"Jeder wird immer ein bißchen so, wie auch sein Job ist."

Der Job wirkt sich durchaus auch auf das Verhalten in der Freizeit aus und "färbt ab". Das ist eine Beobachtung, die ich schon lange gemacht habe und die oft zutrifft. Wenn sie nicht zutrifft, muß man mal nachsehen, ob die- oder derjenige seinen Job wirklich gern macht.
Das würde ich bei Deinem Kumpel sehr starl in Zweifel ziehen. Kann sein, dass er psychisch sogar darunter leidet. Dann sollte er ihn besser aufgeben.

Viele Grüße Vollstreckerin

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Ist er verbeamtet oder nur im öffentlichen Dienst?

Sind die Facebookbilder öffentlich zugänglich oder "nur" für Freunde ersichtlich?

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Kommentar von snatchington
17.06.2016, 13:31

Er hat sein Profil und die Fotos für jeden sichtbar. Ob er verbeamtet oder im öD angestellt ist weiß ich um ehrlich zu sein gar nicht so genau...

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Ich stimme dir zu, und denke dein Freund hat Unrecht und wird das schon sehr bald merken.

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Ich sehe das schon so wie du.

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