PECHVOGEL!1,7 Promille Nachts ohne Lich mit Person auf Gepäckträger ohne Ausweiß?

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6 Antworten

Hallo melvinmelvin

Hat ein Fahrerlaubnisinhaber als Radfahrer mit einem Blutalkoholgehalt von 1,6 Promille oder mehr am Straßenverkehr teilgenommen, darf ihm die Fahrerlaubnis entzogen werden, wenn zu erwarten ist, dass er künftig auch ein Kraftfahrzeug in fahruntüchtigem Zustand führen wird.

Ob dies zu erwarten ist, wird anhand einer angeordneten MPU festgestellt, fällt die MPU negativ aus oder du legst kein positiv ausfallendes Gutachten vor, wird die Fahrerlaubnis so lange entzogen bis die MPU positiv ausgefallen ist.

auf gut deutsch:

er darf seinen Führerschein behalten wenn er die MPU beim ersten Mal besteht.

erst wenn er die MPU nicht besteht wird die Fahrerlaubnis entzogen.

Nun, ich schreibe Dir mal, was der GA von Dir erwartet:

  • Der Proband hat sein Fehlverhalten akzeptiert und beschönigt nichts

  • Der Proband hat die Ursachen für sein Fehlverhalten analysiert und dabei nicht nur die äusseren Motive (Druck, Fehleinschätzungen) sondern auch die inneren Motive (Dinge wie Akzeptanzsucht, Geltungsbedürfnis, Unsicherheit) analysiert

  • Der Proband hat aus dieser Analyse Vermeidungsstrategien entwickelt, wie er zukünftig bei entsprechenden Lagen reagiert und vermeiden kann, sich wieder fehl zu verhalten

  • Der Proband hat diese Vermeidungsstrategien eingeübt und über eine gewisse Zeit stabil gelebt

Du musst:

Dein Trinkverhalten in der Vergangenheit erklären können, insbesondere musst Du erklären können, mit welchen Getränken Du die 1,7 Promille erreicht hast, und Du musst erklären können, wie es zu dieser hohen Trinkfestigkeit gekommen ist.

  • Du musst die inneren und äußeren Motive für Dein Trinkverhalten aufarbeiten

  • Du musst angeben, warum Du in Zukunft (also die nächsten 80 Jahre Deines Lebens) abstinent bleiben willst

  • Du musst Strategien für den Fall benennen können, dass Du wieder in Versuchung kommst, Alkohol zu trinken, und Du musst Strategien entwickeln, wie Du Dich im Falle eines Rückfalles verhältst.

Verkehrspsychologen http://www.psychologenakademie.de/register_verkehr/

memphys91 02.07.2013, 20:53

Ich möchte noch zufügen:

Was die MPU ergibt ist in diesem Fall von nachrangiger Bedeutung.

Da sein Kumpel 19 Jahre als ist und damit definitiv noch in der Probezeit, kann er sich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit von seinem Führerschein verabschieden.

Er hatte über 1,6 Promille auf dem Kessel, das alleine reicht schon aus ihm den Lappen abzunehmen, weil: Trunkenheit im Straßenverkehr (Straftat)
Dann hatte er aber auch noch kein Licht am Fahrrad und auch noch jemanden auf dem Gepäckträger und ist dann auch noch (vermutlich auf Grund des Alkohols) mitten auf der Straße gefahren. Alleine sind das "lediglich" Ordnungswidrigkeiten, aber in Zusammenhang mit den 1,7 Promille gibt er hier durchaus Anlass seine Eignung für die fahrzeugbezogene Teilnahme am Straßenverkehr erheblich in Frage zu stellen.

Der Zahn sei schonmal gezogen, die Fahrerlaubnisbehörde wird es sich hier nicht nehmen lassen ihm den Lappen wegzunehmen.

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ginatilan 03.07.2013, 08:58
@memphys91

Der Zahn sei schonmal gezogen, die Fahrerlaubnisbehörde wird es sich hier nicht nehmen lassen ihm den Lappen wegzunehmen.

das darf die Fsst aber erst wenn die MPU negativ bewertet wird

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au weia, dann ist er ja noch in der probezeit. Könnte im extremfall sein dass sein lappen weg ist ( ist er ja auch wenn er mit dem fahrrad über rot fährt, was eigentlich jeder macht ). Es gilt ja 3 Jahre lang 0.0, weiß jetzt ausm kopf nicht ob das auch für fahrrad gilt. Wenn ja, dann ist dein Freund erstmal seinen lappen los.

über 1,6 Promille im Blut. - Straftat 316 StGB. Das wäre SEHR schlecht für die Bewerbung.

Was hat das mit Pech zu tun? Das eins der 3 Sachen mal vorkommt, tja...aber alles zusammen ist ziemlich dumm, das hätte vermieden werden können. Du warst doch mit dabei oder? Also Sachen gibts aber auch... naja wenigstens wisst ihr was falsch war...

dann googel mal bussgeldrechner.

ginatilan 02.07.2013, 20:39

der Bußgeldrechner kann da nichts ausspucken, da es eine Straftat ist

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Dein Freund ist kein Pechvogel. Er hat sich doch falsch benommen. So etwas nennt man nicht Pech, eher Dummheit

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