PC geht nach 20 Minuten unter Last aus trotz starkem Netzteil?

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4 Antworten

Hallo janpvp,

ich habe alles durchgelesen und wie du ja siehst, sind die bisherigen Versuche, den Fehler zu finden, nicht erfolgreich gewesen.

Also musst du alle Vermutungen erst mal "zurücksetzen" und von vorn mit der Suche beginnen.

Die Antwort von chanfan bringt es auf den Punkt.

Die Frage lautet doch, was alles einen solchen Fehler hervorrufen kann. Dann kommt als nächster Schritt, den verschiedenen Möglichkeiten auf den Grund zu gehen und durch das Ausschlussverfahren Schritt für Schritt die Fehlermöglichkeiten auszuschließen.

Sporadische Abstürze können immer vorkommen, wenn:

  1. Spannungen nicht stabil sind
  2. Bei Überhitzung durch zu große Belastung
  3. RAM-Fehler, wobei der RAM-Baustein nicht defekt sein muss, sondern bei starker Beanspruchung Timing-Probleme auftreten und das Abschmieren verursacht. Dieser RAM-Baustein kann in einem anderen Rechner perfekt laufen.
  4. Grafik-RAM-Speicher, also die GraKa kann Systemabstürze hervorrufen
  5. Der Prozessor selbst kann Probleme dieser Art hervorrufen, ohne dass seine thermische Maximalbelastung erreicht sein muss. Du musst wissen, dass es bei Halbleitertechnik nicht nur die Zustände "funktioniert einwandfrei" oder "defekt" gibt, sondern auch Zustände dazwischen, die nicht spezifiziert sind, das können Fehler in der Herstellung und schlechte Selektion nach dem Herstellungsprozess sein.
  6. Auch hochintegrierte Bausteine auf dem MB können solche Probleme bereiten.

Fazit:

Alles auf das Netzteil zu reduzieren oder sich ins Nirwana verflüchtende Wärmeleitpaste (durch Miniatur-Wurmlöcher...? :-) ist ziemlich eindimensional gedacht und geht weit an der Komplexität des Problems vorbei!! Wenn ein Kühlkörper auf einer CPU richtig montiert wurde, dann ist nach dem Abheben des Kühlkörpers immer nur eine hauchdünne Schicht Wärmeleitpaste vorhanden. Sie soll nur minimale Unebenheiten auf der CPU und der Kontaktfläche des KK soweit ausfüllen, dass kein noch so kleines Luftpolster entstehen kann, denn Luft ist ein schlechter Leiter. Diese Unebenheiten sind aber so minimal und die erforderliche Schichtdicke so gering, dass du normalerweise durch die Paste durchsehen kannst. Ist die Paste richtig dick aufgetragen worden, ist das sowas von falsch...

Weitere Vorgehensweise:

  • Das Netzteil ist neu und lasse ich jetzt mal außen vor.
  • Überhitzung hast du bereits durch deinen Test ausgeschlossen, ob du alle relevanten Temperaturen überwacht hast, weiß ich nicht
  • RAM unbedingt überprüfen. Ein Memory-Test, der die Nacht durchläuft, zeigt nur etwa 50% der tatsächlichen Fehler. Wenn du alle Bänke bestückt hast, dann entferne erst mal alle Riegel bis auf einen. Wenn das zu wenig ist, dann reduziere auf die Hälfte und überprüfe, ob noch Abstürze auftreten. Durch reihum entfernen, Steckplätze vertauschen usw. oder sogar RAM aus einem anderen PC verwenden siehst du nach einiger Zeit, ob die Abstürze aufhören. Dann musst du noch herausfinden, welcher Riegel nicht richtig mitspielt, siehe die gerade beschriebene Vorgehensweise.
  • Wenn der Spuk immer noch nicht aufhört, hast du die A-Karte gezogen...jetzt bleibt nicht mehr viel übrig. Graka-Tausch geht noch halbwegs einfach, wenn du jemanden kennst, der dir seine zum Testen ausleiht. Prozessor...na ja, den würde ich auch nicht gerne verleihen.
  • MB...das wird schwierig.

Melde dich, wenn du mit allem durch bist und wenn du noch Fragen hast.

Grüße, Dalko

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Kommentar von janpvp
02.04.2016, 19:46

Mooin danke für deine ausführliche Antwort :)

Beim durchgehen und auseinanderbauen des Rechners ist mir aufgefallen, dass sich ein Gummiband im Netzteillüfter verfangen hat :D Frag mich nicht wie das da reingekommen ist XD

Jedenfalls ist es wohl dadurch unter last jedes mal überhitzt und deshalb in den Not aus modus gegangen.

Also: Gummiband rausgeangelt und seitdem geht es wieder :)

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Es gibt noch einen entscheiden Grund warum ein  PC einfach mal so ausgeht..Muss nicht das Netzteil sein..
Mit der Zeit wird die Kühlpaste deines Prozessors immer weniger..Wenn sie dann sogut wie sozus.weggeschmolzen ist und dein Prozessor die Wärme nicht mehr ableiten kann,geht der PC plötzlich aus..
Das hatte ich schon 2x

Gucke nach ob noch genug Paste vorhanden ist,wenn nicht ist das der Grund..
Neue Paste drauf und er läuft wieder

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Kommentar von janpvp
25.03.2016, 20:42

Danke für den Tipp, das Problem hatte ich in der Tat auch mal.

Habe jetzt schon 15 Minuten FurMark und CPU Burner laufen. Bisher läuft
das System stabil, komisch. An den Temperaturen kann das abschalten kaum liegen, da meine Grafikkarte konstant bei 48 Grad unter
volllast bleibt und die CPU max. 67C erreicht. Abschalten tut die sich erst bei über 100C

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Kommentar von Hartos
25.03.2016, 20:45

Es dauert eine Weile bis der PC wieder abschaltet,derProzessor zu heiß wird..
Manchmal geht es schneller manchmal dauert es..Bei mir bis zu 1 Std schon der Fall gewesen..Ich tippe darauf,dein Netzteil ist stark genug

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Kauf dir ein gescheites be quiet 500watt netzteil und nicht beim mediamarkt sondern im internet

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Kommentar von janpvp
25.03.2016, 20:29

Naja bei einem Preis von 100€ und mit Bronze Zertifizierung hatte ich das NT eigentlich als ziemlich gescheit eingestuft

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Schon daran gedacht, das der Fehler eine andere Ursache hat?

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Kommentar von janpvp
25.03.2016, 20:23

sicher, aber was kann das sein?

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