Patientenverfügung - meine Eltern möchten nicht

...komplette Frage anzeigen

11 Antworten

das ist eine sehr gute Einstellung deinerseits,es geht darum deine Eltern zu überzeugen..versuch es mal mit entsprechender Literatur von einem Notar ,oder ein Beratungsgespräch beim Notar,alles erst mal unverbindlich..du wirst sehen wenn deine Eltern Fachliche Auskünfte erhalten werden sie Ihre einstellung ändern..viel Glück und alles gute..

Ich persönlich finde eine Patientenverfügung nicht nur im Alter sinnvoll. Das Tolle ist ja, dass Dir als Angehöriger die Ärzte sonst nicht mal unbedingt erzählen, welche Maßnahmen sie ergreifen oder wie die Behandlung aussieht. Das sprechen sie nur mit dem Patienten ab - und wenn der vielleicht etwas verwirrt oder überfordert ist oder einfach das Ärztekauderwelsch nicht versteht sondern im Zweifel einfach nur nickt und Dir dann nicht sagen kann, was los ist... nicht so toll. Als Angehöriger möchte man die Familie ja auch gut versorgt wissen. Selbst in Situationen, die jetzt nicht lebensbedrohlich sind. Selbst mit Patientenverfügung ist das Mitspracherecht übrigens begrenzt. Denn im Zweifel entscheidet sowieso der Arzt. Gerade in Situationen, wo er das Leben bedroht sieht (egal, wie das Leben zu diesem Zeitpunkt oder besonders auch danach aussehen mag), wird er alle Maßnahmen ergreifen, die der Verlängerung dienen. Wenn man eine Verfügung aufsetzt, dann nicht wirklich (nur), um endlich mal Geräte abzuschalten. Vielleicht ist das die Sache, weshalb Deine Eltern da zögern. Das hört sich so an, als würde man sich schon zu sehr mit dem Ableben beschäftigen. Versuche ihnen vielleicht eher zu erklären, dass Du damit dann auch mehr für sie da sein und sie unterstützen kannst, wenn sie zB auch nicht lebensbedrohlich krank sind aber ein Krankenhausaufenthalt trotzdem nötig ist. Denn, wer im Krankenbett liegt, der ist sowieso in einer Maschinerie und sieht den Arzt oft kaum. Dann zu erfahren, was los ist oder welche Möglichkeiten man hat, könnte dann zum Beispiel von Dir erledigt werden. Den Ärzten nachlaufen, Fragen stellen, nerven... ;) und danach mit den Eltern absprechen und erzählen, was Sache ist. Das hat mehr was von unterstützen als von "die letzte Entscheidung treffen". Ist natürlich nur meine Meinung... Du kannst ja nochmal etwas abwarten, sie nicht drängen und die Sache irgendwann nochmal ansprechen, vielleicht unter einem anderen Aspekt dann. Versuchen würd ich es schon nochmal. Aber zwingen kann und soll man natürlich niemanden.

Versuch doch mal mit dem behandelnden Arzt zu reden. Auf ihn hören Leute im Alter Deiner Eltern oft mehr. Wünsche Dir viel Erfolg, denn es ist wirklich wichtig

Lass es einfach gut sein: Deine Eltern können sich unter einer Patientenverfügung wahrscheinlich nicht so viel vorstellen. Hinzu kommt sicher, das sie Gedanken zu diesem Thema verdrängen möchten, weil damit auch ein Denken an Tod und sterben verbunden ist. Viele Menschen haben echte Schwierigkeiten, sich damit auseinanderzusetzen, sie empfinden es als unangenehm und schmerzhaft.

Ist bei meinem Vater genauso. Versuch mal mündlich rauszukitzeln, wie sie im Falle eines Komas behandelt werden wollen. Im Ernstfall reicht dann auch diese mündliche Aussage.

was sagen deine Geschwister dazu.... viell. ein letztes mal nochmal wo alle dabei sind... zusammensetzen und über die Sache reden....sachlich agumentieren und wenn sie da noch blocken dann kannst du nichts machen.... das musst dann so akzeptieren und sie dann mit dieser Sache in ruhe lassen...

wienochmal 14.02.2009, 20:26

da ich von uns dreien den größten einfluss auf meine eltern habe, habe ich das eben mal übernommen. alle zusammensetzen und drüber sprechen scheint mir völlig utopisch. sie wollen alles, nur nicht über krankheit oder tod reden.....

0

Du und deine Geschwister sollten die Meinung deiner Eltern akzeptieren. Wenn überhaupt kann man Menschen überzeugen und nicht versuchen sie zu beeinflussen.

wienochmal 14.02.2009, 20:57

ok, da habe ich mich ungeschickt ausgedrückt. du hast recht.....aber ich meinte überzeugen, weil ich der meinung bin, dass das wichtig ist

0

Kein Problem. Sie werden dann halt wie alle anderen Patienten versorgt.

Wenn Deine Eltern nicht wollen, geht euch das nichts an. Ihr müsst damit leben.

wienochmal 14.02.2009, 20:27

es geht uns sehr wohl was an, spätestens, wenn es um med. weiterbehandlung geht und die eltern nicht mehr in der lage sind, sich selbst zu artikulieren

0

lass es gut sein wenn sie nicht möchten

teppichhai 14.02.2009, 20:29

Und wenn sie dann im Koma liegen und nur noch überleben weil künstlich beatmet und ernährt - wie dann entscheiden?

0
wienochmal 14.02.2009, 20:31
@teppichhai

genau hier liegt mein problem. mit meinen geschwistern habe ich darüber gesprochen und die weiterbehandlung sieht jeder von uns anders

0

Das geht dich nichts an.

wienochmal 26.02.2009, 17:51

die buchstaben hättest du dir sparen können, wenn du ein bisschen hirn im kopf hättest

0

Was möchtest Du wissen?